[ST-Spoiler] Inhaltlich-kreativer Ideenaustausch zur Sequel Trilogie

Ich fand den „Stilbruch“ sogar gut. Weil die PT doch sozusagen die noch „märchenhafte“ Zeit zeigte und deren Niedergang und imo deshalb im Kontrast zu den Farben und stilistischen Mitteln der OT stand.
Der Stilbruch zwischen PT und OT hatte keine (primär) zeitlichen Gründen, sondern politische. Die Galaxis wurde im wahrsten Sinne des Wortes in die Dunkelheit gestürzt, die florierende Republik (im Überschwang) einem totalitären Imperium zum Fraß vorgeworfen.
Was mich am Stilbruch am meisten stört ist eigentlich gar nicht mal der Stilbruch an sich, sondern, dass die PT-Designs viel moderner aussehen als die Designs der zwei Jahrzehnte später spielenden OT. Das wirkt auf mich unrealistisch. Allerdings kann man sich das auch so erklären, dass Star Wars nun mal in einer anderen Zeit und Galaxie spielt. Und da ist eckig-grau/beige-staubig vielleicht ja moderner als aerodynamisch-knallig-glänzend. ;-) Wie dem auch sei. Die Intention dahinter, dass die PT die Republik in ihrer Glanzzeit und in all ihrer Vielfalt zeigen sollte, kann ich mittlerweile akzeptieren, da schließe ich mich @Conquistador an:
Ich für meinen Teil war auch lange ein Kritiker des Looks der PT, verstehe aber nun Ihre Anderstartigkeit und akzeptiere diese.

Was das hier betrifft:
Man hätte Elemente aus beiden vorherigen Trilogien zusammentragen können.
Mir fehlen zwar primär in der ST keine PT-Elemente, da ich eben den modernisierten OT-Look von Herzen liebe, aber... nachdem ich jetzt "The Clone Wars" komplett durchgebinged habe, kam mir dieser Gedanke auch. Auch inhaltlich. Mir gefällt nämlich der Ansatz, dass Rey wie Luke damals völlig ahnungslos in die Jedi-Sache hineingerät. Im Unterschied zur OT damals haben wir ja aber jetzt eine Vorstellung davon wie es zu Zeiten der PT in der Galaxie aussah und wie die Jedi in die Geschicke der Galaxie eingebunden waren. Mit Rey als Wiederentdecker der Jedi und deren Lehren, hätte man da ein bisschen was einbinden können. Durchaus auch im Sinne von Kritik und Neustart, wie es in der ST ja insgesamt umgesetzt wurde. Da sehe ich gute Möglichkeiten, durch Einbinden von Bekanntem aus der PT auch mehr Worldbuilding zu betreiben und durch mehr Referenzen mehr Tiefgang zu schaffen. @Bollux erwähnt ja auch den Zweiklang zwischen Rey und Kylo als eine der interessantesten Aspekte der neuen Filme, der dann leider irgendwie im Sand verläuft. Wenn man sich die Mortis-Folgen aus "The Clone Wars" anschaut, dann sind da doch so viele Parallelen (alleine schon die sich natürlich aufdrängende Yin und Yang-Symbolik, sei es die Kampfarena auf Mortis oder das Jedi-Mosaik auf Ahch-To) - das wäre eine tolle inhaltliche Verknüpfung gewesen. Auch wenn ich zugebe, dass man das über alle Filme hinweg hätte einführen müssen. Da hätte man auch Design-technisch einen guten Bogen schlagen können: Für mich als PT-Design-Kritiker wäre es dann z.B. schön gewesen, Mortis in einem bodenständigen-"erwachsenen" Design zu sehen. Da die PT viele Design-Kritiker hat, wären solche inhaltlichen Bogenschläge eben auch toll gewesen, um die Designs einander anzupassen. Bspw. empfinde ich die Superkampfdroiden in der glanzlosen staubigen Szenerie in der Rückblende beim "Mandalorianer" überhaupt nicht störend, sondern sehe sie eben als eine solche Verknüpfung der unterschiedlichen Star Wars-Looks.

Das sind alles Gedanken, dir mir in der letzten Zeit gekommen sind. Ich hab den Thread auch für solche Ideen gegründet. Würde mir einen durchaus kreativen Austausch hier wünschen, denn ich finde viele Ideen der ST gut - meist sind sie aber nur angerissen. Wer also Lust hat, seiner Meinung nach gute Ideen mit mehr Inhalt zu füllen, gerne her damit, damit auch andere mit der Idee jonglieren können. Vielleicht hätten meine Ideen jemand anderem gar nicht in den Kram gepasst, dann immer her mit anderen Sichtweisen oder Ideen. So ein Austausch würde mich freuen! Daran wird man dann auch gut sehen, wie unterschiedlich die Star Wars-Vorstellungen sind und wie unterschiedlich man die Geschichte der ST hätte verpacken können. :-) Edit: Hab das mal das Thread-Beschreibung hinzugefügt.
 
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Allerdings kann man sich das auch so erklären, dass Star Wars nun mal in einer anderen Zeit und Galaxie spielt.
Ich würde die Technologie - und Designunterschiede auch damit begründen, dass wir in der PT viel von Coruscant, DER Hauptstadt im Zentrum der Galaxis, und von Naboo, einem Königreich, das ebenfalls näher beim Zentrum liegt als die in der OT gezeigten Planeten Tatooine, Endor und Hoth im Äußeren Rand.
 
Vielleicht sollte Disney mal über ein „A Star Wars Story“ nachdenken die vor der ST spielt. Vielleicht war es auch geplant bis halt Palpatine gelüftet wurde und man ihn dort einbinden könnte. Wer weiß. Mir würde ein Film reichen der die Republik zeigt und warum sie den Widerstand aktiviert haben.
 
Die Sequel Trilogie wurde mit "The Rise of Skywalker" im Dezember 2019 abgeschlossen. Als erstes Großprojekt nach der Übernahme durch Disney werden die drei Filme in unserer Wahrnehmung wohl immer einen irgendwie speziellen Status haben. ;-)

Schon seit der Veröffentlichung von "The Force Awakens" 2015 vermischen sich in den Rezensionen inhaltliche Kritik an den eigentlichen Filmen mit der Kritik an den Personalien des hinter den Filmen stehenden Konzerns. Unmut über Ungereimtheiten der Filmhandlung wird mit Unmut über die Verantwortlichen vermischt. Diskussionen, die auf inhaltlicher Ebene begannen, werden häufig durch aufkommende Fragen nach den Verantwortlichen hinter den Kulissen abgelenkt und verlaufen dadurch im Sand. Enttäuschung und Verärgerung, die ihren Grund auf unzähligen verschiedenen Ebenen in der Realität haben (Disney/Lucasfilm, Personalien, Drehbücher, Storygroup,...), werden auf die Fiktion projiziert und verschärfen den Ton der Diskussionen. Polarisation ist immer häufiger anzutreffen, ebenso wie auf Metaebenen verlaufende sich im Kreise drehende Endlosdiskussionen. All diese Diskussionen über Begebenheiten hinter den Kulissen haben unbestritten ihre Berechtigung und die Köpfe hinter den Kulissen haben natürlich die Verantwortung dafür, was wir auf der Leinwand zu sehen bekommen, das ist untrennbar miteinander verbunden. Doch diese Diskussionen haben in den verschiedensten Threads zur den ST-Filmen bereits eine große Plattform, die auch ausgiebig genutzt wird.

Ich möchte hier nun eine Plattform dafür schaffen, den Kopf von den weltlichen Hintergründen der Filmproduktion frei zu machen und wieder auf den Kern der Sache zurückzukommen: Die inhaltliche Auseinandersetzung mit den neuen Filmen. Und dass Star Wars doch das ist, was uns hier alle verbindet - nicht das, was uns auseinandertreibt. Ich möchte hier Raum für all jene schaffen, die gerne ihre Ideen zu den neuen Filmen teilen wollen. Mein Anliegen ist es, den Inhalt der neuen Filme (und gerne auch des Zusatzmaterials) hier mit Offenheit und ehrlichem Interesse an der Meinung / Interpretation der anderen Diskussionsteilnehmer zu besprechen. Ich würde gerne einen freundlichen und konstruktiven Ton in die Diskussion bringen, in der ein Meinungsaustausch eben ein Meinungsaustausch ist, eine Möglichkeit, die Interpretation, Freude oder Kritik des anderen zu verstehen statt dessen Meinung als Überzeugungsversuch fehlzuinterpretieren.

Dies ist kein "Die ST ist ein Meisterwerk"- und auch kein "Die ST ist ein Desaster"-Thread, sondern ein Thread, der Freunde und Kritiker der Filme (wieder) zusammenbringen möchte.

Ich bitte für den Austausch über Disney/Lucasfilm/Personalien u.ä. die bereits bestehenden Diskussionen zu nutzen. Ich bitte darum hier weder provokante Einzeiler zu posten, noch sich im inhaltsleeren Überschwang zu ergehen. Ich hoffe, ich werde nicht missverstanden. Ich würde mich einfach freuen, wenn man diesen Thread nutzt, um Aspekte des Films tatsächlich von mehreren Standpunkten aus zu beleuchten ohne zu polarisieren und zu provozieren. Das gilt sowohl für Anhänger der hellen als auch der dunklen Seite, wenn ihr versteht, was ich meine. ;-)

Ich freue mich auf fruchtbare Diskussionen, aus denen sowohl Freunde als auch Kritiker der ST etwas Bereicherndes für sich mitnehmen können.

Edit: Das "kreativ" im Thread-Titel soll auch gerne umgesetzt werden. Welchen Ideen der Sequels haben einem gefallen, wurden aber zu oberflächlich abgehandelt? Wie würde man sie selbst mit Inhalt füllen? Oder hätte man gerne was ganz anderes in der ST umgesetzt gesehen - was genau und warum? Alles gerne zur Diskussion stellen - aber eben nicht als Vorwurf an die Filmschaffenden, sondern zum kreativen Gedankenaustausch und gut gelaunten gemeinsamen Herumspinnen.

Möge die Macht mit Euch sein,
Jade'sFire. :-)


Ich werde morgen mal etwas in diesem interessanten und aus meiner Sicht sehr sinnvollen Thread posten. Aber nachdem ich diesen Eingangspost gelesen habe, muss ich eines gleich loswerden: @Jade'sFire , du bist eine Ehrenfrau!
 
Danke für diesen Thread zu diesem Zeitpunkt. Für mich haben sich die gesamten Eindrücke über die ST nämlich tatsächlich erst jetzt gesetzt, so dass mir ein Fazit jetzt wohl besser gelingt.

Für mich (wie vermutlich für einige andere) war Star Wars nie nur ein Film oder eine Serie, sondern ein Erlebnis. Die OT konnte ich mit meinem Bruder auf VHS schauen. Die PT und die ST konnte ich mit meinen Freunden im Kino schauen und die Eindrücke mit gleichgesinnten teilen. Was ich aber je länger je mehr vermisse sind die erweiterten Aspekte des Star Wars Universum. Als ich mich hier im Forum angemeldet habe, gab es nebst einem sehr aktiven Chat auch viele kreative Beiträge. Fan Art war damals (für mein Empfinden) viel verbreiteter (gell @Laubi
smiley_emoticons_ugly.gif
. Die besten, schönsten und aufregendsten Signatur Bilder wurden gekürt und es wurden auch musikalische Star Wars Kompositionen ausgetauscht. Das ist das "Star Wars" welches ich tatsächlich vermisse. Die Filme und Serien waren (und sind) für mich lediglich die Brücke zu einem weit grösserem Universum.

Wieso soll man sich nur in den "offiziellen" Schranken bewegen? Star Wars hat doch so viel mehr zu bieten! Der berühmte Star Wars Kid war damals eine Sensation. Und warum? Weil er sich völlig unvoreingenommen seiner Leidenschaft hingegeben hat. Man hat sich über ihn lustig gemacht. (Shame on you) Doch eigentlich waren viele nur überrascht, dass sich ein Junge mit einem Lichtschwert aus Plastik sich mit grosser Leidenschaft einer Fiktion hingegeben hat. Etwas was sich viele nicht trauen.

Wie empfinge ich nun also die ST?

Nun, das ist ein zweischneidiges Schwert. Ich mag grundsätzlich die Optik der neuen Trilogie und es gibt Momente in den neuen Filmen die für mich zum "Best of Star Wars" gehören. Doch kommt die ST für mich Story-Technisch leider nicht an die vorangegangene Hexalogie ran. Die Episoden I - VI fühlen sich für mich wie eine Einheit an. Die ST versucht einen Anschluss daran zu finden, der aber leider nicht vollständig gelingt. Zu banal und einfallslos wirkt für mich der Anschluss an die OT. Es fehlt mir die Kreativität die die vorangegangenen Filme ausmachten.

Nicht falsch verstehen. Ich mag auch die ST. Doch es gab für mich darin wenig neues zu Entdecken. Die PT hat mir Dreoidekas, Die Wissenschaftliche Macht, Der Auserwählte, Die Sklaverei, Pod Rennen, Klone, Coruscant, hochnäsige Jedis, die zerfallende und verbotene Liebe zwischen Anakin und Padme, Shmis Tod sowie die daraus resultierende Erschaffung Darth Vaders, des Imperators und des Imperiums gebracht. Die OT hat mir ein klassisches Märchen, Yoda, Lichtschwerter, die Gläubige Macht, ein ikonischer Soundtrack, Weltraum Schurken, Kopfgeldjäger, die Wiedervereinigug eines verlorenen Sohnes mit seinem Vater, die Vereinigung eines Bruders mit seiner Schwester, die Rebellion und der Sturz eines Imperiums gebracht. Die ST hat mir Rey, Kylo Ren, ein gefallener Jedi Meister, den Widerstand (die ehemaligen Rebellen), die erste / letzte Ordnung (das ehemalige Imperium), die Hüter der Jedi Schriften, das Aki Aki Festival, Babu Frik und die Diade gebracht. Tatsächlich komme ich mit Episode VIII noch am besten zurecht. Episode IX gefiel mir zu Beginn zwar sehr gut und hat mir den besten C3PO seit der OT gebracht. Doch reicht das für mich leider nur oberflächlich. Das zwischenmenschliche bleibt für mich leider auf der Strecke. Ich sehe keine Familie die gerettet werden sollte.

Seit dem Clone Wars Mortis Story Ark besteht das Gleichgewicht der Macht für mich nicht nur aus der Macht selbst, sondern aus dem Gleichgewicht in der Familie. Vater, Mutter, Sohn und Tochter. Also eine vollständige Familie. Dazu muss ich anmerken, dass für mich die Mortis Familie bereits unvollständig war. Denn es gab in dieser Familie keine Mutter. Sondern nur ein überforderter Vater. Ein ähnliches Gleichgewicht wurde auch in den Filmen nie erreicht. Luke hatte einen Onkel und eine Tante und befand sich in einem Gleichgewicht, bis er durch das eintreffen seiner Schwester aus diesem Gleichgewicht herausgerissen wurde.

Anakin hatte eine liebende Mutter, aber keinen Vater. Doch fand er eine Vater Figur in Qui Gon Jin. Leider sollte ja bald auch dieses Gleichgewicht auseinandergerissen werden. Obi Wan konnte nicht mehr wie ein Bruder für Anakin sein. In der ST gibt es keine Familie mit der ich mitfühlen kann. Luke hat sich alleine ins Exil auf eine Insel begeben. Leia dient als General im Widerstand. Han macht was er schon immer getan hat. Schmuggeln. Der kritische Punkt bleibt uns leider verborgen. Wieso wurde uns vorenthalten wie die Familie bestehend aus Han, Leia und Kylo durch Snoke auseinandergerissen wurde?

Ich finde im Episode VII hätte man (ähnlich wie in Episode I) das Auseinanderbrechen der Familie Solo thematisieren sollen (inkl. Tod von Han Solo durch Ben). Die Idee war im Grundsatz ja da. Leider wurden wir aber vor vollendeten Tatsachen gestellt. In diesem Konzept von mir, hätte es aber tatsächlich kein Platz für Rey in der von uns bekannten Form gegeben. Rey wäre wohl eher eine Jedi Schülerin im neuen Jedi Orden gewesen die eine Romanze mit Ben haben sollte. Sie hätte ihm Stabilität bieten sollen. Konnte aber gegen Snokes Einfluss nichts ausrichten.

In Episode VIII hätten wir Kylos Ausbildung zum Sith sehen können (direkte Umkehrung / Spiegelung zu Lukes Jedi Ausbildung) und sein Konflikt zwischen heller und dunkler Seite der Macht ergründen können. Luke und Leia hätten eine kritische Rolle spielen müssen und versuchen Kylo gemeinsam mit Rey zurück ins Gleichgewicht zu bringen. Also die Macht in ein Mutter (Leia), Vater (Luke), Sohn (Kylo) und Rey (Schwester) Gleichgewicht zurückführen. Dies hätte im mittleren Film natürlich nur scheitern können und Snoke hätte seine Machstellung gemeinsam mit Ben ausbauen können. Möglicherweise wäre Leia in meiner Fassung von Episode VIII beim Versuch Ben zurückzuholen gestorben.

Episode IX. Ein neues Gleichgewicht hätte erzeugt werden müssen. Luke und Rey hätten Ben gemeinsam aus Snokes Fesseln befreien müssen. Schlussendlich hätten wir ein Happy End mit einem neuen "fast" Gleichgewicht gehabt. Die neue Mortis Familie. Luke (Vater), Rey (Tochter) und Ben (Sohn) wäre enstanden.

Nun hab ich aber schon viel mehr geschrieben als ich beabsichtigt hatte. Da ich aber normalerweise ja nicht viel schreibe, sei mir das hoffentlich verziehen. :-D
 
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Toller Thread, auch schön, sich mal wieder vom Hass zu befreien :).

Generell muss ich sagen, dass ich die ST an Star Wars Momenten extrem genossen habe. Viel Gänsehaut und auch viel Humor. Nichts desto trotz fehlt der Trilogie für mich eben die Ballance und ein roter Faden. Dies liegt für mich am vielgenannten Flickenteppich und auch am nicht Ausschöpfen oder Verheizen der unsinnig vielen Charaktere, die allesamt Potenzial hatten, welches aber nicht genutzt wurde. Hier Phasma, Hux, DJ, Rose etc. Das Gefühl habe ich in den anderen Trilogien entweder nicht oder schon wieder vergessen.

An Ep7 hätte ich im Nachhinein nichts geändert. Für mich war es ein perfekter Einstieg in eine neue Trilogie. Viele Mysterieboxen und eine erkennbare Geschichte, die für mich dazu diente, neue Charaktere einzuführen. Ok, die Starkiller Base hätte ich weggelassen. Ein weiteres ST Problem, es muss immer pompöser und noch größer sein als vorher. Dadurch entsteht eine Lächerlichkeit in meinen Augen. Aber gut, damit konnte ich leben.

Ep8 fand ich persönlich das größte Ungleichgewicht der ST. Starke Einzelmomente gepaart mit schlechtesten Slapstick überhaupt. Allem voran General Hux und seine totale Charaktervernichtung. Er hätte ein guter intrigranter Gegenspieler für Kylo werden können. Von der Story hätte ich folgendes geändert.
Snoke hätte Kylo weiter ausgebildet und ihn permanent gedemütigt und ins Lächerliche gezogen. Der Hass von Kylo wäre so unermesslich gewesen, dass er am Ende Snoke in einem harten aber epischen Finale besiegt hätte, Rey hingegen hätte Luke wieder zum Positiven geleitet. Ein Ende mit einem Kampf zweier Darksides gab es ja auch noch nicht. Außerdem hätte Ben so endgültig zur dunklen Seite gewechselt. Durch seinen Hass auf Snoke hätte er jede Ballance zur hellen Seite verloren. Das wäre eine tolle Vorlage für einen neunten Teil geworden.

Ep9 brauche ich jetzt nicht weiter erwähnen. Gute Unterhaltung aber schlechter Abschluss der Saga.

Adam Driver ist für mich das Beste, was die ST hervorgebracht hat. Super Schauspieler und auch der Zweiklang der Macht zeigt, warum Rey so stark ist. Das hätte man noch besonderer machen können und noch so darstellen können, wie Palpi es sagt, dass es nur sehr sehr selten vorkommt. Das war für mich persönlich neu und gut geregelt.
 
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Als ich mich hier im Forum angemeldet habe, gab es nebst einem sehr aktiven Chat auch viele kreative Beiträge. Fan Art war damals (für mein Empfinden) viel verbreiteter (gell @Laubi
smiley_emoticons_ugly.gif
. Die besten, schönsten und aufregendsten Signatur Bilder wurden gekürt und es wurden auch musikalische Star Wars Kompositionen ausgetauscht. Das ist das "Star Wars" welches ich tatsächlich vermisse. Die Filme und Serien waren (und sind) für mich lediglich die Brücke zu einem weit grösserem Universum.

Liegt ja vielleicht auch mit daran, dass WIR das einfach nicht mehr so in dem Ausmaß machen. Ich muss aber auch sagen, dass ich einige der Aspekte sehr vermisse.

Zum eigentlichen Thema noch kurz von mir (habe hier auch nicht alles gelesen, deswegen sorry schon einmal, falls ich irgendwas an dem Thema falsch interpretiert habe): Was mich an der ST stört ist im Grunde die fehlende durchgehende Story. Fehlende neue Aspekte....

Die Optik ist überragend und gefällt mir außerordentlich gut. Die Konzepte sind wunderschön und auch die Umsetzung dieser ist hervorragend. Das täuscht aber nur kurz über die storytechnischen Mängel hinweg.

Das Problem siegt meine ich daran, dass GL mit der OT eine Geschichte erzählen wollte. Er hatte seine Geschichte und suchte ein Studio, welches seine Idee finanzieren wollte. Bei der PT wollte er uns wieder eine Geschichte erzählen. Eine neue, andere Geschichte innerhalb der Star Wars Welt. Es kamen neue Aspekte hinzu, die vielleicht nicht jedem gefallen (Politik etc.), aber es war neu und wie gesagt eine Idee, die er umsetzen wollte. Wie er es umgesetzt hat, sei mal dahingestellt, aber die Trilogie ist in sich stimmig und harmoniert auch weiterestgehend mit der OT.

Bei der ST stand ein Studio im Raum das gerade die Rechte an Star Wars gekauft hatte. Neue Filme mussten her und so begab man sich auf die Suche, wer neue Filme machen würde. Und hier liegt meiner Meinung nach schon der Fehler. Wo vorher Menschen ihre Geschichten erzählen wollten drehte man nun das Ganze um. Der Weg war nicht "Ich habe eine Story, daraus mache ich einen Film". Sondern "ich will einen Film machen, jetzt suche ich mir eine Story". Und das merkt man den Filmen an. Jeder Film wurde für sich geschaffen, ohne roten Faden. Bis auf die Charaktere an sich, bauen die Filme in keinster Weise aufeinander auf, führen sotrystränge aus vorherigen Filmen weiter etc. Es gibt kein Gesamtkonzept. Hier fehlte einfach eine Person mit einer Vision. Und das unterscheidet die ST von anderen erfolgreichen und beliebten SW-Werken.... Die OT und PT hatten George Lucas, Clone Wars hat Dave Filoni, Mandalorian hat Jon Favreau und Rogue One entstammt einer Idee von John Knoll.

Sowas fehlt der ST kompleet, da hier Leute dafür angeheuert wurden, sich etwas auszudenken. Und das dann auch noch nicht vollumfänglich, sondern Stück für Stück, eins nach dem anderen. Deswegen funktionieren Plottwists wie Palpatine auch einfach nicht. Klar, ANH stand Anfangs für sich alleine und "Ich bin dein Vater" oder das Luke und Leia geschwister sind, stand zu Anfang bestimmt noch nicht fest. Aber die Idee für das große Ganze war da.

Kuzr zusammengefasst: der ST fehlt die Vision!

Inhaltlich weiß ich nicht, was ich mir gewünscht hätte. Nur mehr Star Wars, das sich auch wie Star Wars anfühlt. Die Charaktere wurden teilweise nicht verstanden. Warum jemand ist, wie er ist oder tut, was er tut.

Auch so Sachen wie Rey, als sie die Macht spührt und von "Leben" spricht und einem dann mit dem Holzhammer ein Bild von einer wachsenden Pflanze eingeprügelt wird. DAS ist nicht Star Wars like.... Das passt nicht in die Filme und bricht in dem Fall so mit meinen Sehgewohnheiten, dass es einfach nicht zusammenpasst. Genauso Rückblicke.

Aber es soll ja eigentlich um den Inhalt gehen. ^^

Als die FIlme angelündigt wurden, hatte ich mir schon gewünscht, dass man mit Luke Han und Leia im Falken beginnt... Eine schöne Szene von allen dreien, vielleicht auch Chewie und 3PO und R2. Im Cockpit, ein kurzer Dialog, man merkt man ist in einer Raumschlacht. Sie sind noch aktiv, auch im Alter. Vielleicht erfährt man auch von der Familie. Haben sie Kinder? Das kann man alles im Gespräch klären. Und dann ein zoom nach außen, man sieht die Schlacht, ein Schuss, der Falke explodiert - Scheiße!!!

Aber nun kann es losgehen. Das Feld ist frei für neue Charaktere, die das Erbe weiterführen. Kinder von Han und Leia, Luke kann noch in Folm eines Machtgeistes als Mentor auftreten, aber man ist die Last der bestehenden Charaktere los, ohne sie demontieren zu müssen.

Nunja. Das wäre meine Idee gewesen.... kam halt anders. Soll mir auch recht sein. UNd der Anfang von TFA ist grandios mit Rey in der Wüste. Ein Traum. Aber dann reißt's halt ab.
 
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Adam Driver ist für mich das Beste, was die ST hervorgebracht hat.

Das Problem siegt meine ich daran, dass GL mit der OT eine Geschichte erzählen wollte.

Bei der ST stand ein Studio im Raum das gerade die Rechte an Star Wars gekauft hatte.

Die OT und PT hatten George Lucas, Clone Wars hat Dave Filoni, Mandalorian hat Jon Favreau und Rogue One entstammt einer Idee von John Knoll.

Aber es soll ja eigentlich um den Inhalt gehen. ^^
So sehr ich euch zustimme - versucht bitte, nicht die Personalien zu diskutieren! Bitte nicht falsch verstehen. Ich maße mir nicht an, euch vorzuschreiben, wie ihr zu diskutieren habt, ich möchte nur den Thread in seinem Fahrwasser halten. :-)

Hier soll es bitte nicht darum gehen, dass die ST z. B. zusammenhanglos wirkt, weil "die Filmproduktion schlecht war" (platt gesagt) Diese Diskussionen laufen ja schon lange in den anderen Threads.

Hier soll eher der Platz sein, um die Geschichte an sich zu diskutieren. Warum wirkt es zusammenhanglos, können andere vllt die Zusammenhänge verdeutlichen, wie hättte man selbst die Zusammenhänge gezeigt, etc. (um beim Beispiel
der Zusammenhanglosigkeit zu bleiben.)

Und natürlich ist Adam Driver super, aber auch er gehört hinter die Kulissen. ;-)
 
Ok, dass verstehe ich. Dann will ich es mal anders formulieren. Kylo Ren ist für mich die Figur, die der Geschichte einen Zusammenhang gibt für mich. Ich denke, wir müssen uns erstmal darauf eingrooven, wie die Diskussionen hier durch dich erwünscht sind? Ich verstehe deine Idee hinter dem Thread, aber wir haben jahrelang nicht anderes gemacht und müssen uns umstellen. Ich denke, dass wir einen Weg finden werden :)
 
Ok, dass verstehe ich. Dann will ich es mal anders formulieren. Kylo Ren ist für mich die Figur, die der Geschichte einen Zusammenhang gibt für mich. Ich denke, wir müssen uns erstmal darauf eingrooven, wie die Diskussionen hier durch dich erwünscht sind? Ich verstehe deine Idee hinter dem Thread, aber wir haben jahrelang nicht anderes gemacht und müssen uns umstellen. Ich denke, dass wir einen Weg finden werden :)

Ha! Wir ernennen @Jade'sFire zum Mod dieses Threads. Sie kann uns, wenn wir vom Pfade der Tugend abweichen, wieder sanft in die richtige Richtung zurückführen.

Ich hätte mir einen stärkeren positiven Familienaspekt innerhalb der Skywalker Familie gewünscht. Und da passt Rey in der Art und Weise, wie sie geschrieben ist, nicht wirklich gut rein.

Im Grunde sehen wir die 3. Generation dieser dysfunktionalen Familie und deren Scheitern, was anderes ist es für mich leider nicht.

Aber mir gefallen auch Eure Ideen richtig gut @Laubi , @Force Hobbit
 
Hmm... ich glaube, dann bin ich raus. Das Problem der ST liegt meiner Meinung nach nun einmal hinter der Kamera.

Ich hatte jetzt schon was angefangen zu schreiben. Im Grunde ist der Storyansatz ja nicht sooo übel, aber wie es erzählt.... Und beim schreiben ist mir immer wieder aufgefallen, dass ich ich einfach wieder zurück hinter die Kamera wandere. Bis zu einem gewissen Grad kann man das noch irgednwo zurechtbiegen oder umschreiben. Aber einige Entscheidungen sind einfach zu viel und haben wieder andere, teils noch dümmere Entscheidungen zur Folge. Aber es bringt mich eben immer wieder auf Personalien und Entscheidungen hinter der Kamera. Das kann man halt nicht trennen, da das alles zu einem Film gehört.
 
Das kann man halt nicht trennen, da das alles zu einem Film gehört
Ich finde, man kann das schon trennen. Je nach Rezipient (und dessen Sicht auf Filme sowie ähnlichen Faktoren) funktioniert das mal mehr, mal weniger. Aber grundsätzlich kann man den Inhalt der Filme schon für sich betrachtet ausleuchten, bewerten, interpretieren und so weiter. Es gibt ja genügend Beiträge, die belegen, dass das möglich ist.

@Jade'sFire
Ich habe derzeit enorm wenig Zeit. Irgendwann in den nächsten zwei Wochen werde ich zu ein paar inhaltlichen Punkten ausholen.
 
Hmm... ich glaube, dann bin ich raus. Das Problem der ST liegt meiner Meinung nach nun einmal hinter der Kamera.

Ich hatte jetzt schon was angefangen zu schreiben. Im Grunde ist der Storyansatz ja nicht sooo übel, aber wie es erzählt.... Und beim schreiben ist mir immer wieder aufgefallen, dass ich ich einfach wieder zurück hinter die Kamera wandere. Bis zu einem gewissen Grad kann man das noch irgednwo zurechtbiegen oder umschreiben. Aber einige Entscheidungen sind einfach zu viel und haben wieder andere, teils noch dümmere Entscheidungen zur Folge. Aber es bringt mich eben immer wieder auf Personalien und Entscheidungen hinter der Kamera. Das kann man halt nicht trennen, da das alles zu einem Film gehört.

Vielleicht ein zweiter Thread?

Kreativer Austausch aller Arten?
 
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Ich finde, man kann das schon trennen. Je nach Rezipient (und dessen Sicht auf Filme sowie ähnlichen Faktoren) funktioniert das mal mehr, mal weniger. Aber grundsätzlich kann man den Inhalt der Filme schon für sich betrachtet ausleuchten, bewerten, interpretieren und so weiter.

Stimme dir zu. Das sind ja eigentlich zwar paar Schuhe.

Hier sind ein paar Dinge, von denen ich der Meinung bin, dass sie in der ST gefehlt haben:

Ich hätte gerne mehr von der neuen Republik gesehen. So, wie die neue Republik in der ST dargestellt wurde, war sie leider wenig glaubwürdig. Eine handvoll Planeten, und alle im selben Sternensystem? Bestand die alte Republik nicht aus tausenden von Systemen?
Leider wurde nicht näher darauf eingegangen. So schnell wie die neue Republik auftauchte, so schnell war sie auch schon wieder weg. Und niemand hat ihr eine Träne hinterher geweint.

Außerdem hätte ich gerne Luke als Großmeister gesehen. Wäre zwar ein bisschen vorhersehbar, aber dafür konsequent gewesen. Er hätte dann für Rey die selbe Rolle einnehmen können, wie Obi Wan und Yoda bei ihm eingenommen hatten.
 
Die Idee, Lukes als gescheitert darzustellen, fand ich sogar ziemlich gut. Allein Motivation und was er danach gemacht hat, haben mich leider so gar nicht angesprochen.

Was ich ebenfalls vermisst habe, ist Anakins Machtgeist. Er hat sein Leben aus Vaterliebe geopfert, sieht dann, wie sein Sohn scheitert und sich gebrochen zurückzieht, weil ein alter Bekannter seine Finger im Spiel hat und es passiert: nichts.

Da hätte ich mir noch eher Anakin gewünscht und nicht Yoda, der seinem Sohn erklärt, dass auch ein Scheitern nicht bedeutet, dass es kein Zurück gibt.

Selbst Kylo dachte, es gibt kein Zurück, obwohl er doch an Darth Vaders Beispiel, auf das schon in TFA verwiesen wurde, hätte sehen können, dass „nie jemand wirklich geht“. Und das sagt Luke sogar selber, und das wird uns am Ende von TLJ als Weiterentwicklung verkauft; aber am Beispiel seines Vaters hatte er es doch schon vorher gesehen und miterlebt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich werde mich wohl mit Luke als gescheiterten Helden nicht anfreunden können. Selbst wenn er einen Fehler gemacht hat, musste er ja nicht gleich das Handtuch werfen, sondern hätte versuchen können, seinen Fehler wieder gut zu machen.

Was ich ebenfalls vermisst habe, ist Anakins Machtgeist. Er hat sein Leben aus Vaterliebe geopfert, sieht dann, wie sein Sohn scheitert und sich gebrochen zurückzieht, weil ein alter Bekannter seine Finger im Spiel hat und es passiert: nichts.

Die Idee finde ich richtig gut. Wäre außerdem für mich als Prequel-Fan schön gewesen, Hayden Christensen wieder in einem Star Wars Film zu sehen.
 
welche mich über Jahre (!) zum Theorie-Spinnen bewogen haben. Und ich muss sagen: das war bereits so viel wert für mich!
Dem möchte ich mal ganz herzlich zustimmen - für mich hat "The Last Jedi" den Star Wars-Funken total entzündet. Die Sequels haben mein Fansein so richtig aufleben lassen, alleine dafür bin ich sehr dankbar.

Aber ich merke gerade, dass es wirklich kompliziert sein kann, eigene Haltung und Inhalte zu trennen.
Japp, aber unmöglich ist es nicht. Ich bemerke gerade total, dass ich durch die Sequels in so manche bereits lange bekannte Star Wars-Inhalte hineinschnuppere, und dass sich auch meine Haltung zu den Prequels (oder zumindest zu der Zeit, in der sie spielen) gerade total wandelt. Und das empfinde ich als sehr bereichernd und macht viel Spaß.

Ich hab mich mal durch einiges durchgelesen, was du da verlinkt hast, @Nomis Ar Somar. Hier ein paar Gedanken zum Forbes-Artikel:
Da wird ja viel auf Parallelen zwischen Anakin und Kylo hingewiesen sowie der die komplette Saga umspannende Handlungsbogen Skywalker vs Palpatine erwähnt. Beides sind - wie soll ich sagen? - sehr starke Kernthemen in Star Wars. Und doch hat beides für mich in den Sequels keine Power.

Bei der Parallele zwischen Anakin und Kylo sehe ich das Problem eher an mir. Ich habe als Fan wenig Bezug zum Charakter Anakin (wobei ich in den letzten paar Wochen ein großer Fan des TCW-Anakin geworden bin) und habe ihn deshalb nie wirklich in Verbindung zu Ben gesehen. Mittlerweile kann ich aber sagen, Ben ist sozusagen der Negativabzug von Anakin: Ben ist (aus meiner Sicht eher) aktiv auf die dunkle Seite gewechselt, während Anakin eher passiv fällt. Ben spürt den Sog der hellen Seite (für mich immer noch der beste Satz aus TFA), Anakin wurde auf die dunkle Seite gezogen. Ben ist ein Charakter, der sich im Lauf der Trilogie befreit und eigenständiger wird, Anakin beginnt sehr eigenständig, wird im Lauf der Filme aber von der Dunkelheit eingenommen und ein Diener des Imperators. Nun nach TROS kann ich dem noch hinzufügen: Ben endet hell, Anakin endet dunkel (in der PT). Ich hatte beim Anschauen der Filme allerdings eher meinen Fokus darauf gelegt, dass Ben seine Ketten sprengt und neu denken will. Ich war sehr auf eine Balance mit ihm und Rey konzentriert, deshalb hat seine Entwicklung in TROS bei mir einfach nicht gezündet. Für mich hätte die Anakin-Parallele z.B. dadurch deutlicher gemacht werden können, indem man Ben in TLJ nicht so ambivalent gestaltet hätte. Er hätte dafür für mich eine klarere Agenda in Richtung "hell" gebraucht (und am Schluss zwecks der Spannung eben einen Dämpfer, der ihn doch erst einmal bei "dunkel" bleiben lässt). So wie es dargestellt wurde, ist seine Agenda aber eher "was Neues machen/die alten Konzepte Jedi vs Sith vergessen". Und DAS hatte mich total angefixt. Deshalb will ich, was Ben betrifft, gar keine Änderung an TLJ.

Dem Handlungsbogen Skywalker vs Palpatine kann ich einiges abgewinnen, aber auch er bleibt irgendwie seelenlos für mich. Abhilfe hätte da für mich der winzig kleine Kniff gebracht, dass Rey eben eine richtige Skywalker ist und sie gemeinsam mit Ben Palpatine bezwingt (und da nähern wir uns auch dem Familienthema und Mortis an, siehe unten). Das wäre für mich runder gewesen. Dass Rey Palpatines Enkelin ist, ist für mich als Zuschauer zu rasch hingeworfen worden, da fehlt mir definitiv Inhalt. Es gibt die Familie Skywalker. Aber es gibt einfach keine Familie Palpatine. Insofern kann ich den Handlungsbogen anerkennen und finde es gut, dass Rey sich am Ende den Skywalkern zugehörig fühlt. Ja, ich befürworte auch Palpatines Rückkehr als Endgegner. Ja, es ist auch irgendwie cool, dass er von seiner eigenen Nachkommin bezwungen wird. Aber der Funke will nicht so recht zünden.

Anderes Thema - dieses Zitat aus einem der verlinkten Threads finde ich ganz interessant:
Hux is the perfect representation of this. He’s basically the equivalent of the young neo-Nazi who spews hate on the internet. He idolizes the past because it makes him feel superior but in reality he’s nothing more than bully. He isn’t Tarkin nor was he ever meant to be IMO. He’s a fool and it’s good that the films don’t take him seriously.
So hatte ich die Sache noch gar nicht gesehen. Ich empfand Hux in TFA als sehr starken Charakter - auch in Kontrast zum führungssuchenden Kylo. Aber diese Ansicht ist eine Überlegung wert.

Nachdem ich all diese doch sehr positiven und mal in ganz andere Richtungen gehenden Artikel und Meinungen gelesen habe, werde ich wohl in meinem baldigen Urlaub wirklich mal einen Star Wars-Rewatch Episode I-IX machen, um das alles nochmal nachzuvollziehen.

* * * * *

@Force Hobbit: Deinem Gedankengang, was die Familienthematik anbelangt, kann ich nur zustimmen! :thumbsup:
Das zwischenmenschliche bleibt für mich leider auf der Strecke. Ich sehe keine Familie die gerettet werden sollte.
Die Familie Solo sieht man eigentlich recht deutlich - aber das Zwischenmenschliche fehlt mir auch. Dass die Familie an Bens Flucht auf die dunkle Seite zerbrach, wird ja schon gut angedeutet. Was das Familiendrama aber blutleer wirken lässt, ist, dass alle (vor allem Leia!) immer nur davon sprechen, dass er unrettbar verloren ist. Sie sprechen nie an, wieso sie dass alle denken. Dabei ist die Familie Skywalker eigentlich darüber definiert, dass sie immer an Rettung glauben: Anakin verfällt der dunklen Seite, weil er an Rettung für Padmé glaubt. Luke holt seinen gefallenen Vater wieder zurück. Leia führt unermüdlich chronisch unterbesetzte Rebellionen gegen das Böse an. Noch mal zu Luke: Dass er an seinem Scheitern und seiner Schuld Ben gegenüber zerbricht, finde ich sehr gut, ich liebe den TLJ-Luke. Aber mir kommt gerade beim Schreiben der Gedanke: Das wäre doch irgendwie auch ein tolles Spiegeln von TESB gewesen, wenn Luke am Ende auf Ahch-To nach dem Kampf mit Rey diese in ihrem Bestreben doch unterstüzt hätte - im Gegensatz zu Obi-Wan und Yoda in der OT. Hätte man den Rest der Story damit völlig verändern müssen? Ich glaube eigentlich nicht. Luke hätte Ben trotzdem auf Crait konfrontieren und hinhalten können. Im Gespräch mit Leia hätte er Hoffnung äußern können, das hätte auch gepasst. Was meinen andere dazu?
Seit dem Clone Wars Mortis Story Ark besteht das Gleichgewicht der Macht für mich nicht nur aus der Macht selbst, sondern aus dem Gleichgewicht in der Familie. Vater, Mutter, Sohn und Tochter. Also eine vollständige Familie. Dazu muss ich anmerken, dass für mich die Mortis Familie bereits unvollständig war. Denn es gab in dieser Familie keine Mutter. Sondern nur ein überforderter Vater.
Ich finde es gut, dass die Mutter fehlt. Sonst könnten Mutter und Vater streiten. Der Vater der Mortis-Familie ist ja aber derjenige, der die streitende helle und dunkle Seite ausbalanciert.
Ich finde im Episode VII hätte man (ähnlich wie in Episode I) das Auseinanderbrechen der Familie Solo thematisieren sollen (inkl. Tod von Han Solo durch Ben). Die Idee war im Grundsatz ja da. Leider wurden wir aber vor vollendeten Tatsachen gestellt. In diesem Konzept von mir, hätte es aber tatsächlich kein Platz für Rey in der von uns bekannten Form gegeben. Rey wäre wohl eher eine Jedi Schülerin im neuen Jedi Orden gewesen die eine Romanze mit Ben haben sollte. Sie hätte ihm Stabilität bieten sollen. Konnte aber gegen Snokes Einfluss nichts ausrichten.
Oder Rey als Lukes Tochter, von der er nichts weiß. Sie würde wie gehabt nach dem Auseinanderbrechen der Solo-Familie in die Story einsteigen und könnte am Ende Ben stabilisieren. Nur als Idee.
Episode IX. Ein neues Gleichgewicht hätte erzeugt werden müssen. Luke und Rey hätten Ben gemeinsam aus Snokes Fesseln befreien müssen. Schlussendlich hätten wir ein Happy End mit einem neuen "fast" Gleichgewicht gehabt. Die neue Mortis Familie. Luke (Vater), Rey (Tochter) und Ben (Sohn) wäre enstanden.
Ja! :inlove: Nur würde ich Anakin in der Rolle des "Vaters" sehen, da er der Auserwählte war - er hätte damit mit einigen Jahrzehnten Verzögerung seine Bestimmung erfüllt.

* * * * *

Ein weiteres ST Problem, es muss immer pompöser und noch größer sein als vorher.
Die Saga darf ja ruhig mit ordentlich Knall-Wumms enden - aber ein bisschen Zeit zum erzählen hätten sie sich lassen können, ich stimme dir absolut zu! :thumbsup:

Als die FIlme angelündigt wurden, hatte ich mir schon gewünscht, dass man mit Luke Han und Leia im Falken beginnt... Eine schöne Szene von allen dreien, vielleicht auch Chewie und 3PO und R2. Im Cockpit, ein kurzer Dialog, man merkt man ist in einer Raumschlacht. Sie sind noch aktiv, auch im Alter. Vielleicht erfährt man auch von der Familie. Haben sie Kinder? Das kann man alles im Gespräch klären. Und dann ein zoom nach außen, man sieht die Schlacht, ein Schuss, der Falke explodiert - Scheiße!!! Aber nun kann es losgehen. Das Feld ist frei für neue Charaktere, die das Erbe weiterführen. Kinder von Han und Leia, Luke kann noch in Folm eines Machtgeistes als Mentor auftreten, aber man ist die Last der bestehenden Charaktere los, ohne sie demontieren zu müssen.
Alter! Ich denke daran, wie ich mit weit aufgerissenen Augen und vermutlich offenem Mund zusehen musste, wie DAS Lichtschwert zerbrach. Deine Szene hier hätte dieses Gefühl vermutlich mindestens vertausendfacht und ich wäre einfach zersprungen. *klirr* Dadurch hätte ich also nach der Eröffnungsszene des Films vom restlichen Film absolut nichts mehr mitbekommen. :roflmao:

Außerdem hätte ich gerne Luke als Großmeister gesehen. Wäre zwar ein bisschen vorhersehbar, aber dafür konsequent gewesen. Er hätte dann für Rey die selbe Rolle einnehmen können, wie Obi Wan und Yoda bei ihm eingenommen hatten.
Ich liebe den gescheiterten Luke (und kann auch was mit seiner Motivation anfangen!). Um was wäre es dir da vor allem gegangen - Luke in seiner Blütezeit zu sehen oder noch mal das Training eines Jedi mitzuerleben? Ich glaube, das wäre mir zu langweilig gewesen...
 
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