Tagespolitik allgemein

Das Ding wird sogar so genannt: https://www.bpb.de/themen/deutsche-...sche-einheit/43715/die-friedliche-revolution/

Es gibt aber noch einige Beispiele in denen ein Regimewandel nicht in einem Bürgerkrieg gemündet ist. Von daher würde ich nicht so pauschal von "noch nie viel erreicht" sprechen.
Was wiederum nur möglich war weil man Hitler vorher mit gewalt stürzte, sonst wäre die DE Geschichte ganz anders gelaufen. Iran und die DDR kann man vermutlich auch nur bedingt vergleichen. Das Iranische Volk ging ja auch schon Friedlich auf die Strasse und wurde dann abgeschlachtet.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Iranische Volk ging ja auch schon Friedlich auf die strasse und wurde dann abgeschlachtet.
Ohne Weiteres würde das Volk vermutlich nicht gegen das Regime ankommen. Dafür ist der Machtapparat im Land zu stark. Leider sind bei den Protesten Tausende ums Leben gekommen. Vielleicht ist das jetzt eine Chance für die Opposition, sich von ihren Unterdrückern zu befreien. @Ian Dice hat natürlich auch schon etwas Wichtiges angesprochen und mögliche Folgen, die zutreffen könnten.
 
Afghanistan hat es wirklich gut getan, dass sich da immer wieder eingemischt wurde?
Kommt drauf an. Zwischen 2001 und 2020 gab es in Afghanistan positive Entwicklungen und das trotz ständiger Angriffe von Insurgenten und dem langsamen Verlust staatlicher Kontrolle seit 2020. Rückgängige Kindersterblichkeit*, der Human Development Index hat sich verbessert und die Bildungsquote ist stark gestiegen (um 800 %). Nachhaltig ist sowas aber nicht, weil Afghanistan halt wirklich ein Spezialfall ist. Es gibt keine nationale Identität. Wenn die Afghanen keinen Feind von Außen haben, auf den sich alle Stämme einigen können, dann machen die sich eben selbst kaputt und das seit Jahrhunderten.

*Die Kindersterblichkeit sinkt eigentlich kontinuierlich, weil auch in Konfliktgebieten kommen medizinische Errungenschaften an. Einzig 1985 gab es einen staken Anstieg der Kindersterblichkeit in Afghanistan. Grund war da auch eine Eingreifen von außen, allerdings da ohne irgendeine Rücksicht auf die Zivilbevölkerung zu nehmen. Wie gesagt, es kommt drauf an.


Aber zum Iran. Ich habe zwei iranische Doktoranden, eine Dame und ein Herr. Beide super sympathisch und sehr progressiv. Beide suchen nach ihrer Promotion natürlich eine Stelle in Deutschland und sie hassen das Regime von ganzem Herzen. Und das sind keine Leute aus der Diaspora, die haben sich aus dem Iran heraus beworben. Bei denen Knallen heute wahrscheinlich die Korken.
 
@David Somerset Dennoch ist Afghanistan auch in den Zeiten immer eines der ärmsten Länder der Welt gewesen. Unabhängig davon, kann man aber sehr vereinfachend zu dem Schluss kommen, dass sich die Lage nur dann verbessert hat, wenn bestimmte andere vor Ort waren, um sich dann wieder zu verschlechtern. Dauerhaft gab es da schon lange keinen Frieden. Die Frage wäre hier, ob nicht auch seit 1973 durch politische Instabilität und sowjetische Invasion Probleme massiv verschärft wurden.
Stabilität gab es meist nur durch externe Hilfe, war die weg, wurden die Probleme wieder schlimmer.

Was auch meine Sorgen halt einfach weiter anfeuert.

@Ben Ich bin nicht so sicher ob Obama schuld am Schaden der Weltordnung ist.
Vieles begann auchberst bei/mit Biden.
Aber auch das wäre viel zu verkürzt
 
Hier sehe ich auch ein großes Dunkelfeld. Es war auch in Venezuela kein Regimechange,
Aber es hat dem Regime in Venezuela zumindest die Grenzen aufgezeigt.
Man ist in Caracas sehr zahm geworden.
Man hat politische Gefangene freigelassen, sogar aus dem Foltergefängnis El Helicoide.
Es wird kein Tropfen Öl mehr an das Regime in Kuba geliefert.
Es gab zwar noch keinen Regimewechsel , aber der könnte mit etwas mehr Druck durchaus kommen.
Ich hoffe das die USA nach Abschluss der Aktionen gegen den Iran sich wieder stärker auf die Karibik konzentrieren werden und die Regime in Caracas und Havanna zu Fall bringen werden .
 
Zurück
Oben