The Acolyte

Ich fand zwar, dass "The Acolyte" insgesamt nicht so das Gelbe vom Ei war, würde es allerdings auch nicht so zerreißen, wie es manche getan haben, und hätte gegen eine Fortführung nichts einzuwenden - meinetwegen auch in Form einer anderen Serie, in der manche Figuren aus TA dann nochmal auftauchen.
Ganz meiner Meinung. Die Serie ist nicht großartig, aber hat auch gute Momente.
 
Beim ersten Release von The Acolyte haben viele gar nicht eingeschaltet. Die Gründe kennt man ja. Zu viel Star Wars auf einmal, gemischte Kritiken, vielleicht auch einfach kein richtiges Interesse an einer Serie ohne bekannte Figuren. Jetzt ist das Ding abgeschlossen, man kann es am Stück schauen und weiß ungefähr, worauf man sich einlässt. Das senkt die Hemmschwelle.

Und die Erwartungen im Franchise werden sich verändert haben. Andor hat da ziemlich viel verschoben. Seitdem akzeptieren möglicherweise viel mehr Zuschauer, dass Star Wars auch ernster, ruhiger und moralisch komplizierter sein darf. Und davon profitiert The Acolyte im Nachhinein. Die Serie wirkt heute nicht mehr wie ein Ausreißer, sondern eher wie ein früher Versuch, in diese Richtung zu gehen. Nur eben mit mehr Fokus auf die dunkle Seite und die Macht selbst.

Ich habe allerdings auch meine Probleme mit der Serie. Das Tempo ist teilweise seltsam, manche Folgen ziehen sich, andere wirken gehetzt. Beim Writing merkt man öfter, dass da mehr drin gewesen wäre. Und einige Figuren bleiben erstaunlich blass, obwohl sie eigentlich spannend angelegt sind.
 
Leslye Headland spricht über die Möglichkeit einer zweiten Staffel von „The Acolyte“, falls Disney seine Entscheidung ändern würde:

„Ich würde es immer noch machen wollen! Absolut. Je mehr Leute sie entdecken, desto mehr denke ich, dass die Leute vielleicht eine Art Rückkehr dieser Geschichte sehen wollen.

Wir hatten viele Dinge, die wir entwickeln wollten, insbesondere Verbindungen zur Lore der Sequels. Dazu gehört, genau zu verstehen, wer Mannys Charakter ist, seine Verbindung zur Jedi-Meisterin Vernestra, seine Verbindung zu Darth Plagueis und auch seine Verbindung zu anderen Elementen, die in den Sequels etabliert wurden.“


Meine Meinung hat sich nicht wirklich verändert:
Mir egal wie, TA Kann auch als Animationsserie oder in einem sonstigen Buch fortgesetzt werden … Hauptsache die Geschichte von TA wird irgendwie fortgesetzt.
 
Meine Meinung hat sich nicht wirklich verändert:
Mir egal wie, TA Kann auch als Animationsserie oder in einem sonstigen Buch fortgesetzt werden … Hauptsache die Geschichte von TA wird irgendwie fortgesetzt.
Ich frage mich, ob Headland auch bereit wäre, eine Animationsfortsetzung zu machen oder ob ihr das "zu wenig" wäre. Falls man aus der Geschichte eine Animation machen würde, wäre ich sogar dafür, noch eine zweite in Vergessenheit geratene Sache dazuzunehmen: den Animationsstil aus "Resistance". War zwar nicht meine Serie, aber der Stil hatte was nach meinem Dafürhalten (bin aber auch kein Animations-Gourmet), und nach dem Motto "Form folgt Inhalt" hätte man damit auch eine visuelle Verknüpfung zur ST-Epoche und würde die Story, die 100 Jahre vor TCW spielt, auch visuell von den TCW oder TBB absetzen.
Aber realistisch ist das natürlich nicht.
 
Ich frage mich, ob Headland auch bereit wäre, eine Animationsfortsetzung zu machen oder ob ihr das "zu wenig" wäre.
Da Headland laut eigener Fan grosser Fan der alten EU-Bücher ist, würde ich annehmen, dass sie den anderen Medien ausserhalb Live Action durchaus aufgeschlossen ist. Mit Filoni scheint sie auch in Interviews gut auszukommen … Why not?

den Animationsstil aus "Resistance". War zwar nicht meine Serie, aber der Stil hatte was nach meinem Dafürhalten (bin aber auch kein Animations-Gourmet), und nach dem Motto "Form folgt Inhalt" hätte man damit auch eine visuelle Verknüpfung zur ST-Epoche und würde die Story, die 100 Jahre vor TCW spielt, auch visuell von den TCW oder TBB absetzen.
Mit dem Budget von MSL würde ein Resistance-Artstyle in der Umsetzung sicher vom Detaillgraf her anders rüberkommen. Könnte ich mich auch mit anfreunden.
 
Ich verstehe zwar die Argumentation, die hinter einem "Besser eine Animationsserie/Bücher/Comics/usw. als gar keine TA-Fortsetzung" steht, aber für mich wäre es in der Tat genau das falsche Zeichen, wenn man jetzt die weiteren Staffeln von TA in einem anderen Medium als dem der Realserie weitererzählen würde. Fortan würde ich mich Realserien nochmal etwas skeptischer nähern, weil ich immer befürchten müsste, den Anfang einer Story zu sehen, die ich evtl. nur dann zu Ende verfolgen kann, wenn ich mich auf ein anderes Medium einlasse, das mich im SW-Kontext einfach nicht interessiert.
 
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Ich verstehe zwar die Argumentation, die hinter einem "Besser eine Animationsserie/Bücher/Comics/usw. als gar keine TA-Fortsetzung" steht, aber für mich wäre es in der Tat genau das falsche Zeichen, wenn man jetzt die weiteren Staffeln von TA in einem anderen Medium als dem der Realserie weitererzählen würde. Fortan würde ich mich Realserien nochmal etwas skeptischer nähern, weil ich immer befürchten müsste, den Anfang einer Story zu sehen, die ich evtl. nur dann zu Ende verfolgen kann, wenn ich mich auf ein anderes Medium einlasse, das mich im SW-Kontext einfach nicht interessiert.
Das ist eine legitime Sichtweise! Ich glaube, ein paar User hier (inklusive mir) haben bloß pragmatisch gedacht. Natürlich würde dies zu einer seltsamen potentiellen Hintertür für unliebsame Produktionen werden. Aber mit Blick auf die "Tales of the..."-Serien wäre dies nun auch nichts völlig neues mehr.
 
Ich verstehe zwar die Argumentation, die hinter einem "Besser eine Animationsserie/Bücher/Comics/usw. als gar keine TA-Fortsetzung" steht, aber für mich wäre es in der Tat genau das falsche Zeichen, wenn man jetzt die weiteren Staffeln von TA in einem anderen Medium als dem der Realserie weitererzählen würde. Fortan würde ich mich Realserien nochmal etwas skeptischer nähern, weil ich immer befürchten müsste, den Anfang einer Story zu sehen, die ich evtl. nur dann zu Ende verfolgen kann, wenn ich mich auf ein anderes Medium einlasse, das mich im SW-Kontext einfach nicht interessiert.
Das ist eine legitime Sichtweise!
Würde halt im Umkehrschluss bedeuten, dass alle auf eine Fortsetzung verzichten müssen, weil bestimmte Zuschauer lieber gar keine Fortsetzung als Eine in einem anderem Medium haben wollen.

Ich will keinen Streit anzetteln.
Aber für mich geht das in die Richtung nach dem Motto: „Wenn ich es nicht so haben kann wie ich will, soll es Keiner kriegen.“ Sicher nicht so direkt gedacht… Ist aber die logische Konsequenz.

Und da denke ich mir halt:
Warum nicht den Anderen was gönnen, auch wenn man selber Nichts damit anfangen kann? Jedenfalls besser als wenn alle verzichten müssten, obwohl das nicht der Fall sein muss.
 
Ich will keinen Streit anzetteln.
Dafür sind deine Worte aber ziemlich hart und direkt :D
Aber für mich geht das in die Richtung nach dem Motto: „Wenn ich es nicht so haben kann wie ich will, soll es Keiner kriegen.“ Sicher nicht so direkt gedacht… Ist aber die logische Konsequenz.
Na ja, die für mich logische Konsequenz wäre, Serien, die man als Realserien durchbringen will, als Realserien durchzubringen und diese von Serien zu trennen, die man als Animationsserien plant. Letztere kann ich ja auch "nicht so haben, wie ich will", aber das bedeutet ja nicht, dass sie "keiner kriegt" und ich sie niemandem gönnen würde. Wogegen ich aber etwas habe, ist, diese beiden "Abteilungen" stärker zu mischen als es unbedingt notwendig ist . Damit verliert man mich einfach über kurz oder lang als Zuschauer - und das trifft sicherlich nicht nur auf mich zu.

Warum nicht den Anderen was gönnen, auch wenn man selber Nichts damit anfangen kann? Jedenfalls besser als wenn alle verzichten müssten, obwohl das nicht der Fall sein muss.
Andersrum könnte man fragen: Warum denn Nur-Realserien-Guckern nicht einfach gönnen, dass sie Geschichten, die in "ihrem" Medium angefangen wurden, auch wenn, dann eben in "ihrem" Medium zu Ende verfolgen können? Oder "gönnst" du es mir (und lachst dir ggf. sogar noch ins Fäustchen), dass ich dann dazu "gezwungen" werde, eine für mich zunächst interessante Geschichte in einem Medium zu Ende verfolgen zu "müssen", dem ich an dieser Stelle eigentlich abgeneigt wäre? ;)

Mein Punkt ist: Mit "Gönnen" oder "Nicht gönnen" hat das erstmal nichts zu tun. Aber eine solche Entscheidung würde einfach die Grenzen zwischen Real- und Animationssektor nochmal auf eine Weise verschieben, der ich an sich einfach wenig abgewinnen könnte. Dann hätte ich es im Nachhinein sogar besser gefunden, wenn "The Acolyte" einfach direkt als Animationsserie gestartet wäre. Dann hätte ich persönlich zwar auch nichts von, wäre aber nicht "geködert" worden.
 
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Na ja, die für mich logische Konsequenz wäre, Serien, die man als Realserien durchbringen will, als Realserien durchzubringen und diese von Serien zu trennen, die man als Animationsserien plant.
Wenn die Realserien zumindest so geschrieben wären, dass sie auch für Neueinsteiger problemlos verständlich sind, sehe ich da kein Problem.

Nur kriegen das von Andor abgesehen die nischigeren Animationsserien durch bessere Autoren besser hin.

Damit verliert man mich einfach über kurz oder lang als Zuschauer neuer Realserien - und das trifft sicherlich nicht nur auf mich zu. Oder "gönnst" du es mir (und lachst dir ggf. sogar noch ins Fäustchen), dass ich dann dazu "gezwungen" werde, eine für mich zunächst interessante Geschichte in einem Medium zu Ende verfolgen zu "müssen", dem ich an dieser Stelle eigentlich abgeneigt wäre? ;)
Natürlich nicht.

Nur leider befürchte ich diese Entwicklung die nächsten Jahre immer mehr, solange Filoni das Ganze managed wie bisher. (Könnte sich aber mit ihm im Chefposten aber auch ändern.)
 
Wenn die Realserien zumindest so geschrieben wären, dass sie auch für Neueinsteiger problemlos verständlich sind, sehe ich da kein Problem.
Na ja, das Problem wäre, dass ich durch den Anfang einer Serie "geködert" werde, an deren Haken am Ende hängt, dass ich mich, wenn ich das Ende der Geschichte sehen will, ggf. durch ein Medium durchquälen muss, das nicht das meine ist.
Natürlich nicht.
Gut, dann wäre ich dir sehr dankbar, wenn du mir auch nicht irgendwie unterzujubeln versuchst, ich würde den Animationsserien-Guckern ihre Animationsserien nicht gönnen - zumal ich ja deutlich gemacht hatte, das "Lieber in einem anderen Medium als gar nicht"-Argument durchaus zu verstehen. Ich wollte einfach nur darauf hinweisen, welche Folgekosten ein solches Vorgehen bei mir als Zuschauer halt hätte, wenn man Real- und Animationssektor noch enger zusammenwachsen lässt. Und da wären wir eben dabei:
Nur leider befürchte ich diese Entwicklung die nächsten Jahre immer mehr, solange Filoni das Ganze managed wie bisher. (Könnte sich aber mit ihm im Chefposten aber auch ändern.)
Wenn diese Entwicklung kommt, wird halt mein Guckverhalten sich dahingehend verändern, dass meine Bereitschaft, neue Realserien anzufangen, dadurch sinkt - am Ende würde ich ggf. erst mit einer Realserie beginnen, wenn sie schon längst zu Ende gegangen ist und klar ist, dass ich als "Nur-Realserien-und-Filme-Gucker" auch die ganze Reise mitmachen darf. Machen das noch ein paar Menschen mehr, werden es Realserien also nochmal schwieriger haben.

Edit: Neben den hier genannten Szenarien gibt es im übrigen natürlich auch ein paar Zwischenstufen, mit denen ich persönlich weniger ein Problem hätte. Wenn TA z. B. deutlich weniger offen geendet hätte, man aber die Figuren in einer Animationsserie neue Abenteuer erleben lassen wollen würde, wäre das für mich nochmal ein anderer Fall. Und ein paar Mando-Einzelabenteuer in animierter Form könnte ich mir auch vorstellen, ohne dass ich als Nur-Realsachen-Zuschauer das Gefühl hätte, jetzt irgendwie um etwas "betrogen" worden zu sein.
 
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Wenn diese Entwicklung kommt, wird halt mein Guckverhalten sich dahingehend verändern, dass meine Bereitschaft, neue Realserien anzufangen, dadurch sinkt - am Ende würde ich ggf. erst mit einer Realserie beginnen, wenn sie schon längst zu Ende gegangen ist und klar ist, dass ich als "Nur-Realserien-und-Filme-Gucker" auch die ganze Reise mitmachen darf. Machen das noch ein paar Menschen mehr, werden es Realserien also nochmal schwieriger haben.
Etwas ähnliches hat Netflix bei mir mit seinen häufigen Absetzungen von Serien erreicht. Die Serienmacher haben dann auch noch besonders oft die Staffel mit einem Cliffhanger enden lassen, anscheinend um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, fortgesetzt zu werden. Wurden aber trotzdem oft abgesetzt.
Irgendwann habe ich angefangen, Serien nur noch anzufangen, wenn es mindestens drei Staffeln gab.
 
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