Sam Rockwell
durch Titel Gebeutelter
@Darth_Seebi
Wenn du schreibst, der Film wolle mehr schockieren als unterhalten, klingt das für mich so, als wäre der Schock hier Selbstzweck. So nach dem Motto: möglichst hart, damit es wirkt. Genau das sehe ich bei The Bone Temple aber nicht.
Die Gewalt fühlt sich nicht „cool“ an, nicht stylisch, nicht darauf aus, dass man denkt „krass“. Sie ist langsam, schwer auszuhalten und ritualisiert. Und das ist kein Zufall. Der Film zeigt eine Welt, in der Gewalt organisiert ist, geregelt. Genau so funktionieren Sekten. Da geht es nicht um Ausraster, sondern um Kontrolle. Um Macht über Körper. Um das Gefühl, dass alles einen angeblichen Sinn hat.
Deshalb ist das unangenehm, aber nicht leer. Diese Brutalität erzählt etwas über die Welt, in der die Figuren leben, ohne dass jemand es erklären muss. Man merkt sofort: Hier zählt der einzelne Mensch nichts mehr, der Körper ist nur noch Mittel zum Zweck.
Und genau dagegen steht Kelson. Sein Umgang mit Samson wirkt nur deshalb so stark, weil er in einer Umgebung stattfindet, die komplett entmenschlicht ist. Dass er überhaupt versucht, Kontakt herzustellen, jemanden nicht nur als Monster oder Werkzeug zu sehen, ist in dieser Welt fast schon ein Akt des Widerstands. Würde der Film die Gewalt entschärfen oder „unterhaltsamer“ machen, wäre das alles viel weniger bedeutend.
Für mich ist das der Punkt: Der Film schockiert nicht, um zu schockieren. Er macht es unbequem, weil er zeigen will, wie diese Welt funktioniert und wie extrem der Gegensatz zu Kelsons Haltung ist. Man kann das ablehnen, klar. Aber es ist für mich kein leerer Effekt, sondern Teil dessen, was der Film sagen will.
Wenn du schreibst, der Film wolle mehr schockieren als unterhalten, klingt das für mich so, als wäre der Schock hier Selbstzweck. So nach dem Motto: möglichst hart, damit es wirkt. Genau das sehe ich bei The Bone Temple aber nicht.
Die Gewalt fühlt sich nicht „cool“ an, nicht stylisch, nicht darauf aus, dass man denkt „krass“. Sie ist langsam, schwer auszuhalten und ritualisiert. Und das ist kein Zufall. Der Film zeigt eine Welt, in der Gewalt organisiert ist, geregelt. Genau so funktionieren Sekten. Da geht es nicht um Ausraster, sondern um Kontrolle. Um Macht über Körper. Um das Gefühl, dass alles einen angeblichen Sinn hat.
Deshalb ist das unangenehm, aber nicht leer. Diese Brutalität erzählt etwas über die Welt, in der die Figuren leben, ohne dass jemand es erklären muss. Man merkt sofort: Hier zählt der einzelne Mensch nichts mehr, der Körper ist nur noch Mittel zum Zweck.
Und genau dagegen steht Kelson. Sein Umgang mit Samson wirkt nur deshalb so stark, weil er in einer Umgebung stattfindet, die komplett entmenschlicht ist. Dass er überhaupt versucht, Kontakt herzustellen, jemanden nicht nur als Monster oder Werkzeug zu sehen, ist in dieser Welt fast schon ein Akt des Widerstands. Würde der Film die Gewalt entschärfen oder „unterhaltsamer“ machen, wäre das alles viel weniger bedeutend.
Für mich ist das der Punkt: Der Film schockiert nicht, um zu schockieren. Er macht es unbequem, weil er zeigen will, wie diese Welt funktioniert und wie extrem der Gegensatz zu Kelsons Haltung ist. Man kann das ablehnen, klar. Aber es ist für mich kein leerer Effekt, sondern Teil dessen, was der Film sagen will.






