- Skeleton Crew: Bis jetzt nicht gesehen.
- Skeleton Crew: Habe ich ebenfalls mangels Interesse übersprungen.
Wenn man mich fragt, gehören die Macher von
Skeleton Crew ja durchaus zu den Verlierern der "Disney-Serien-Ära". Die haben eigentlich ein grundsympathisches, vielleicht nicht spektakuläres, aber doch rundes Produkt abgeliefert, das aufgrund der Enttäuschungen oder einfach auch nur der Masse an Serien im Vorfeld völlig untergegangen ist und nicht einmal von denjenigen geschaut wurde, die ansonsten alles geschaut haben.
So ist mein Grundproblem mit der "Disney-Serien-Ära" eigentlich gar nicht die Qualität. Klar, es gab Sachen, die ich besser fand und es gab Sachen, die ich schlechter fand. So könnte ich jetzt auch nochmal jede (Real-)Serie durchgehen und dabei vor allem etwas über meinen eigenen Geschmack aussagen - z. B. darüber, wie dieser mal mit dem allgemeinen Tenor im Einklang stand und dann wieder nicht (z. B. finde ich die 3. Staffel von TM zwar innerhalb der Serie auch am schwächsten, aber dafür immer noch besser als beide Staffeln von
Andor). Und ja, dabei würde auch herauskommen, dass es keine SW-Serie geschafft hat, in den "Olymp meiner Lieblingsserien" aufzusteigen, doch das würde für mich den Kern nicht treffen.
Kritisch sehe ich, wenn ich mal von meinem eigenen Geschmack abstrahiere, vor allem die Frage der Quantität. Ich bin in einer Zeit aufgewachsen, in der man noch Jahre auf neues (Real-)Bewegtbildmaterial warten musste. Dadurch war SW aber immer auch etwas Besonderes, etwas Wertvolles. Schon als es mit den Disney-Filmen losging, war mir der Takt eigentlich zu schnell: alle 2 Jahre eine Episode, dazwischen dann ein
Story-Film. Rasch merkte ich in meinem Umfeld, das ich z. B. niemanden dazu motivieren konnte, mit mir in
Rogue One ins Kino zu gehen - und das eben auch, obwohl das dann bei Episode VIII wieder einfacher ging.
Das EU war halt immer Nische, aber allein durch die Medialität für viele "von außen" gar nicht das, was sie unter SW verstanden haben - da war SW immer diese Reihe an 3, 6, 7... besonderen Filmen, die man je nach Geschmack gut oder schlecht finden konnte, denen man aber nie absprechen konnte, irgendwo Teil der "kulturellen Mitte unserer Gesellschaft" zu sein. Nun wurde quasi das, was früher mal von Büchern und Comics geleistet wurde, in Realserien gepackt - und SW bekam nach und nach, so zumindest mein Eindruck, das Label "Nische" angehaftet.
Anders gewendet: Für viele war es zu viel, vieles interessierte viele nicht und ich kann mir kaum vorstellen, dass sich das finanziell alles so entwickelte, wie man sich das in der Chefetage vorgestellt hatte. Und das Bild, dass sich entwickelte, dass man ja - außer man hat maßig Zeit - eh nicht mehr durch das ganze Bewegtbildmaterial durchsteigen kann, zahlte dann vielleicht auch in den finanziellen Mißerfolg von TMAG ein. Letzteres ist freilich erstmal eine These, und ich würde mich freuen, wenn der
Starfighter-Film diese widerlegen sollte - aber für mich steht eben noch die Frage offen, ob sich Disney mit der "Serien-Ära" nicht auch schon die nächste "Film-Ära" verbaut hat.