Masters of the Universe

Die ganze Geschichte wirkt wie ein perfekter Kreis. Erst verpasst Mattel Star Wars. Dann erschafft das Unternehmen als Reaktion darauf He-Man. Jahrzehnte später steht He-Man wieder im Schatten derselben Galaxis, die überhaupt erst der Grund für seine Entstehung war.

Ob der neue Masters-Film am Ende erfolgreich wird oder nicht, ist für mich fast schon zweitrangig. Allein diese historische Pointe ist großartig. Manchmal schreibt die Realität wirklich die besseren Drehbücher.
Ist ein bisschen wie Warcraft/Starcraft und Warhammer. Naja des einen verpasste chance ist der Auftstieg eines anderen :)
 
Wobei ich den Soundtrack von Daniel Pemberton dem „Cartoon Theme“ deutlich vorziehe.


Mir fällt gerade auf, dass ich nie einen Trailer zu Masters of the Universe im Kino gesehen habe.
 
Habe den Film gerade gesehen. (Kenne bis auf ein paar einzelne Bilder des Franchise effektiv gar nichts davon. Nie eine Folge gesehen.)

Fand ihn irgendwo zwischen so la la und solide. Ich konnte dem Film aber doch mehr abgewinnen als im direkten Vergleich Mando & Grogu.

Der Held ist nicht nur in voller Montur eine Ein-Mann-Armee und schafft alles im Alleingang. Es gibt auch Konsequenzen und Verlusten an denen er wachsen muss. Was drin sein musste, damit ich dem Film was abgewinnen kann, war da. (Und die Musik fand ich sehr eingängig.)

Was ich skurril fand:
Der Film ist einerseits selbstironisch was Kräfte diverser Figuren angeht … Andererseits rechtfertigt er sich für die eigene Marke. Mann sein heisst zwar durchaus, dass es nicht nur Muskeln braucht. Aber wenn der Gegner einfach Skelett ist … dann bring es um.

=> Der Gag in dem Cartoon war doch vermutlich, dass man auf den ersten Blick erkennt, wer der böse ist. Warum muss man das hier so überbetonen.

Was mir am Ende etwas gefehlt hat war, die Welt zu entdecken. Einerseits kann Adam mit der Erde gar nichts anfangen … Obwohl er durchaus in der Lage ist ein Job zu halten und die Skills daraus in der Endschlacht nutzen kann. Aber warum Eternia jetzt so super ist, weiss ich immer noch nicht. Abgesehen, vom sauberen CGI Schloss sehe ich nur Ödnis und Lava-Berge.

Der Film hat durchaus positive Aspekte. Aber er wirkt wirklich nicht wie aus einem Guss.
 
Die Tyrannei Skeletors hat in den vergangenen fünfzehn Jahren tiefe Spuren auf Eternia hinterlassen. Davon ist nicht nur die Bevölkerung betroffen, sondern auch die Natur. Kurz vor ihrer Ankunft in Eternis macht Teela Adam darauf aufmerksam, dass die Welt, die er einst verlassen hat, nicht mehr dieselbe ist.

Allerdings gilt das nicht für jeden Ort. Der üppige, farbenprächtige Urwald, in dem die Verfolgungsjagd stattfindet, scheint dem Verfall bislang entgangen zu sein. Seine dichte Vegetation und die lebendigen Farben erinnern noch an das Eternia vergangener Tage.

Doch letztlich spielt es keine große Rolle, wie stark sich der Planet verändert hat. Adam ist auf Eternia geboren und aufgewachsen. Es ist seine Heimat. Dort liegen seine Erinnerungen, seine Familie und ein wichtiger Teil seiner Identität. Deshalb wirkt sein Wunsch, zurückzukehren, vollkommen nachvollziehbar. Wer seine Heimat liebt, möchte sie nicht für immer hinter sich lassen, selbst wenn sie sich verändert hat.
 
Die Tyrannei Skeletors hat in den vergangenen fünfzehn Jahren tiefe Spuren auf Eternia hinterlassen. Davon ist nicht nur die Bevölkerung betroffen, sondern auch die Natur. Kurz vor ihrer Ankunft in Eternis macht Teela Adam darauf aufmerksam, dass die Welt, die er einst verlassen hat, nicht mehr dieselbe ist.

Allerdings gilt das nicht für jeden Ort. Der üppige, farbenprächtige Urwald, in dem die Verfolgungsjagd stattfindet, scheint dem Verfall bislang entgangen zu sein. Seine dichte Vegetation und die lebendigen Farben erinnern noch an das Eternia vergangener Tage.

Doch letztlich spielt es keine große Rolle, wie stark sich der Planet verändert hat. Adam ist auf Eternia geboren und aufgewachsen. Es ist seine Heimat. Dort liegen seine Erinnerungen, seine Familie und ein wichtiger Teil seiner Identität. Deshalb wirkt sein Wunsch, zurückzukehren, vollkommen nachvollziehbar. Wer seine Heimat liebt, möchte sie nicht für immer hinter sich lassen, selbst wenn sie sich verändert hat.
Habe mich schlecht ausgedrückt: Ich verstehe durchaus was drin sein soll. Und drin ist es auch. Ich finde die Umsetzung einfach plump.

Es ist mir zu wenig Show don‘t tell.
 
Ich weiß ehrlich nicht so recht, was dir hier fehlt. Eternia hat zum Beispiel fortschrittliche Technologie, die auf der Erde nur im Science Fiction vorkommt, darunter Raumschiffe, die interplanetare Reisen innerhalb von kürzester Zeit zurücklegen können oder auch vollkommen eigenständige Kampfroboter. Dazu gibt es außerdem noch Magie und phantastische Wesen aller Art, wie zum Beispiel die am Anfang gezeigten Drachen. Das ist alles schon ziemlich cool.

Ich bin ehrlich gesagt auch etwas irritiert, dass du es nicht übezeugend findest, dass Adam Eternia der Erde vorzieht. Ich meine, er ist mit 10 Jahren als Flüchtlingskind auf die Erde gekommen und das ohne Begleitung. Er weiß nicht, was aus Freunden und Familie geworden ist, hat zum Beispiel gesehen, wie seine Mutter gegen Stein (Säule oder Wand) geschleudert wurde und dann reglos liegen blieb, er weiß also nicht einmal, ob sie das überlebt hat. Darüber hinaus haben ihm die Zauberin und die Eltern ein Vermächtnis als Beschützer Eternias eingeimpft. Selbstverständlich hinterlässt das alles Spuren, die auch nach 15 Jahren nicht so ohne weiteres verblassen. Nicht zuletzt ist auch die fortschrittlichste Technologie der Erde primitiver als alles, was er aus seiner Kindheit kennt und Magie gibt's auf der Erde gar nicht erst. Die Erde ist also insgesamt ziemlich langweilig im Vergleich.

@Sam Rockwell die Musik im Film fand ich auch gut. Aber ehrlich gesagt ist mir der Theme etwas zu seicht. Der Anfang ist gut, aber dann fehlt mir doch der Knalleffekt in der Mitte.
 
Was mir an Eternia gefällt, ist vor allem, dass man das Thema sofort wiedererkennt. Viele aktuelle Blockbuster-Soundtracks setzen eher auf Atmosphäre als auf eine Melodie, die im Kopf bleibt. Hier ist das anders. Das Hauptthema zieht sich klar durch das Stück und gibt ihm einen eigenen Charakter. Es klingt heroisch und abenteuerlich, hat aber gleichzeitig auch etwas Geheimnisvolles.

Dazu kommt Brian Mays Gitarrenarbeit. Seine Gitarre wirkt nicht wie ein Effekt, der einfach darübergelegt wurde, sondern wie ein fester Bestandteil der Musik. Gerade diese Mischung aus Orchester, Chor und Rockgitarre erinnert an die großen Fantasy- und Abenteuerfilme der Achtziger und verleiht dem Stück etwas Eigenständiges.

Vielleicht liegt hier auch der Punkt, an dem die Meinungen auseinandergehen. Der Track baut sich eher langsam auf, statt in der Mitte einen einzigen großen Knall zu liefern. Die Musik wird Stück für Stück größer, bis am Ende alles zusammenkommt. Wer auf den einen Moment wartet, an dem einem die Musik komplett um die Ohren fliegt, könnte deshalb etwas enttäuscht sein. Mir gefällt dagegen, dass der Track mehr auf Atmosphäre und Entwicklung setzt.
 
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