Tagespolitik allgemein

Sehe ich auch so. Und die USA schaffen mit Ihren Taten halt weitere Ideologische Rechtfertigungen für solche Dinge.
Ich verstehe deinen Ärger - nicht zuletzt wegen des mexikanischen Hintergrunds - euch haben die Amis ja wirklich quasi nix Positives gebracht (allein der immense Territorialraub). In Lateinamerika haben sie generell viel Unverzeihliches angerichtet.

Im vorliegenden Fall sollten wir allerdings nicht so tun, als ob es einen zweiten Allende erwischt hätte..
 
Man sollte auch nochmal klar unterscheiden, dass die Amerikaner an der Bevölkerung Venezuelas weder Exekutionen, offenen Landraub, Massenvergewaltigungen etc vorgenommen haben oder offen erhebliche Teile des Landes einfordern, sondern "nur" einen chirurgischen Angriff auf das "illegale" Staatsopberhaupt durchgeführt haben. Und ja - natürlich haben die Amerikaner dort eigene Interessen. Muss man nicht gut finden, aber ist mitnichten zu vergleichen mit dem was Russland in der Ukraine als offenen heißen Krieg abzieht.
 
Ok, sehe grad wieder diese Doppelmoral einiger Linker: die genozidale SU wegen ihres Sieges gegen den NS zu feiern, ist ok. Oppositionelle im zB Iran sollen sich aber, wenn schon ausländ. Intervention, bitte nur von unbefleckten, weißen Rittern befreien lassen, weil "Imperialismus". Ansonsten brav ausharren und sich unterdrücken lassen. Oder auf die Umsturzkraft des eigenen solidarischen Proletariats hoffen..
 
Beeindruckend finde ich jedenfalls, dass die Amis es geschafft haben , Maduro einfach so fest zu nehmen .
Also wenn sie Amis was machen dann richtig . Da kann Russland mal doof gucken . ^^

Ich habe schon vor einiger Zeit gelesen, dass zwischen den USA und Venezuela eine Exit-Strategie für Maduro diskutiert wurde. Ob und wie viel davon Quatsch ist, kann ich nicht bewerten.

Dass Spezialkräfte nach dem massiven Aufgebot des US-Militärs in der Region einfach so in die Haupstadt fliegen und den Präsidenten einsacken, ist schon eine Nummer. Nicht, dass sie dazu nicht prinzipiell in der Lage sein sollten, aber das ging ja offenbar sehr, sehr einfach. Man könnte meinen, dass Militär, Geheimdienste und Leibgarde des Landes komplett geschlafen oder bewusst die Füße stillgehalten haben. Die Luftverteidigungssysteme Venezuelas ließen sich vorab sicher aufklären und ausschalten, aber sämtliche MANPADS, FPV-Drohnen usw. bestimmt nicht. Und selbst wenn, dürfte oder sollte Maduro ziemlich stark bewacht gewesen sein.

Aber hey, ich muss das ja nicht keine 24 Stunden später abschließend bewerten. Da wird in den nächsten Tagen und Wochen noch eine Menge Diskussionsstoff und die ein oder andere Einsicht kommen.
 
Ich würde sagen sauber die Haare geschnitten.
Ob es jetzt gegen das Völkerrecht war mögen Juristen beurteilen.
Aber das war eine saubere Arbeit.
Und dieses Mal wohl auch keinen Hubschrauber zu bruch geflogen.
Jetzt kommt Maduro dort hin wohin er schon seit Jahren gehört.
Im Moment sitzt er wohl in der Brigg eines US Kriegsschiff.
 
Maduro und seine Frau sollen nach New York gebracht und Venezuela lt. Trump vorläufig von den USA regiert werden (!?).

Morgen dann der Siegszug vor dem Trump-Tower:verwirrt:?

trump_maduro.jpg
 
Wenn wunderts, die gehen da so schnell nicht wieder raus. Er sagte ja auch folgendes( für die welche dachten es ginge um was anderes als geopolitische Macht und Ressourcen )
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Trump said: “We’re going to have our very large US oil companies, the biggest anywhere in the world, go in, spend billions of dollars, fix the badly broken infrastructure, the oil infrastructure, and start making money for the country and we are ready to stage a second and much larger attack if we need to do so.”
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Boots on the Ground bzw Truppenbesatz ist auch noch nicht vom Tisch, bezahlt mit den Ressourcen Venezuelas

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He failed to elaborate but said he was open to the idea of sending US forces into Venezuela. “We’re not afraid of boots on the ground if we have to have. We had boots on the ground last night at a very high level, actually. We’re not afraid of it. We don’t mind saying it but we’re going to make sure that country is run properly. We’re not doing this in vain,” the president said.

A US occupation “won’t cost us a penny” because the US would be reimbursed from the “money coming out of the ground”, Trump said, referring to Venezuela’s oil reserves.

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Die ersten Dtohungen in Richtung Kolumbien und Kuba und auch Mexico sind auch schon raus.....

 
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@Aztlan
Wie sollten sie auch irgendwo rausgehen wenn sie gar nicht drinnen sind.
Es stehen keine US Truppen in Venezuela,

Trump hat da ja klar gesagt dass man vorhat Venezuela aufzubauen und Ihre Öl Industrie zu modernisieren etc. Früher oder später wird man die Präsenz also aufbauen müssen. Gleichzeitig will man das Land ja eine gewisse Zeit regieren ( was dies auch immer heissen soll )
 
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Laut deutscher Nachrichtenkultur ist Maduro über Nacht vom Präsidenten zum Machthaber geworden.
Wird er doch schon länger?

Die Welt hat Maduro schon im August 2024 in diesem Artikel als Machthaber und Diktator bezeichnet und in der Frankfurter Rundschau war es im Januar 2025 in diesem Artikel genauso. In der Zeit wurde er in diesem Artikel hier zwar nicht als Diktator, aber dafür auch als Machthaber und zudem als Autokrat bezeichnet. Auch im öffentlich-rechtlichen Rundfunk wurde er schon im Mai 2019 als Machthaber bezeichnet, vgl. diesen Artikel der Tagesschau.

Ich bin ja normalerweise gerne für Medienkritik zu haben, aber hier kann man ihnen m.M.n. nichts vorwerfen.

@Aztlan: Gibt ja Gerüchte, dass es einen irgendwie gearteten Deal mit der Übergangspräsidentin Rodríguez gibt, über die Trump selbst sagt, sie wäre "willing to do what we think is necessary to make Venezuela great again". Sofern das stimmt, könnte er das alles vermutlich umsetzen, ohne eine eigene Präsenz im Land aufbauen zu müssen.
 
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Wird er doch schon länger?

Das mag natürlich sein, ich verfolge das Thema ehrlich gesagt noch nicht soo lange.
Aber heute morgen ist es mir halt das erste mal aufgefallen.

Die Welt hat Maduro schon im August 2024 in diesem Artikel als Machthaber und Diktator bezeichnet und in der Frankfurter Rundschau war es im Januar 2025 in diesem Artikel genauso. In der Zeit wurde er in diesem Artikel hier zwar nicht als Diktator, aber dafür auch als Machthaber und zudem als Autokrat bezeichnet. Auch im öffentlich-rechtlichen Rundfunk wurde er schon im Mai 2019 als Machthaber bezeichnet, vgl. diesen Artikel der Tagesschau.

Ok, ich bin wie gesagt noch nicht soo lange im Thema :)

Aber die Chronologie ändert ja nichts an der mE scheinheiligen Rhetorik.

Ich bin ja normalerweise gerne für Medienkritik zu haben, aber hier kann man ihnen m.M.n. nichts vorwerfen.

…oder eben doch. Wem denn sonst?
Aber das ist letztlich Absichts-bzw Definitionssache.
 
Maduro ist ohne Frage ein elender Freiersohn, ein Diktator, der sich nur mit Wahlbetrug und Gewalt an der Macht gehalten hat. Um ihn ist es mit Sicherheit nicht schade. Trotzdem ist das Vorgehen Trumps ein übler Rückfall in alte Zeiten, und ein fatales Signal im Hinblick auf das Völkerrecht und an sämtliche Autokraten dieser Welt, die damit liebäugeln, ihre Interessen mit Gewalt durchzusetzen. Mittelamerika wird wiedereinmal zum Hinterhof der USA gemacht, den man nach belieben be- und zertreten kann, um eigene Interessen durchzusetzen, und sich Ressourcen und Märkte unter den Nagel zu reißen.

C.
 
Maduro wurde oft als Machthaber von Venezuela bezeichnet, weil seine Macht deutlich über die Rolle eines normal demokratisch gewählten Präsidenten hinausging.

Die Wahlen, auf die sich Maduro berief, galten international als nicht frei und nicht fair. Oppositionelle wurden behindert oder ausgeschlossen, staatliche Mittel wurden einseitig genutzt. Kritik und Proteste wurden unterdrückt, viele politische Gegner wurden verfolgt oder ins Exil gedrängt.

Der Begriff Machthaber beschrieb daher nüchtern, dass Maduro seine Stellung vor allem durch Kontrolle und Zwang sicherte und nicht durch eine klare demokratische Legitimation.
 
Gibt ja Gerüchte, dass es einen irgendwie gearteten Deal mit der Übergangspräsidentin Rodríguez gibt, über die Trump selbst sagt, sie wäre "willing to do what we think is necessary to make Venezuela great again". Sofern das stimmt, könnte er das alles vermutlich umsetzen, ohne eine eigene Präsenz im Land aufbauen zu müssen.
Sofern dies stimmt was durchaus sein kann da es die Handschrift der Amis trägt, zweifle ich doch stark dass man keine neuen Militärbasen oder sonstige Sicherheitsapparate installieren wird um das Öl zu sichern. Special Force einheiten waren ja schon seit Monaten im Land, zienlich sicher hat es schon Agenten und andere Einheiten dort die halt verdeckt operieren. Die Zeit wird zeigen wie sich Trump das vorstelkt. Denn nicht alle wollen die Übergangspräsidentin, was macht man wenn die Stimmung kippt ? Weiter bomben und Morden bis ne Trump genehme Regierung kommt ? Es sind übrigens auch Zivillisten durch die Angriffe gestorben. Momentan gibts verschiedene Lager in der Bevölkerung, extrem schwierig da vorhersagen zu treffen. Das Machtvakum kann auch schnell durch Locale Warlords oder Militärs gefüllt werden.
Rein rechtlich ist dies eh alles nicht legitim aber dies ist ja das letzte was die USA interessiert.

Trump hat nun Blut geleckt und ist auf den Geschmack kommen

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Donald Trump hat in einer Telefonschalte mit dem Sender "Fox News" die Festnahme von Nicolás Maduro diskutiert. Dabei deutete er an, dass es nicht das letzte Mal gewesen sein könnte, dass die USA so agieren und sprach indirekt eine Drohung aus.
"Wir haben dieses unglaubliche Ding letzte Nacht durchgezogen, jemand anderen übernehmen zu lassen. Wir müssen das wiederholen", so der US-Präsident, der dann die Stärke seines Landes hervorhebt. "Wir können das wiederholen. Niemand kann uns aufhalten. Es gibt niemanden, der über die Fähigkeiten verfügt, die wir haben

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