Tagespolitik allgemein

@Ian Dice

Das Robert Koch-Institut hat im Journal of Health Monitoring die Studie GEDA 2019/2020-EHIS veröffentlicht. Darin wird die Häufigkeit depressiver Symptome nach Altersgruppen ausgewertet. Ergebnis:

Frauen mit depressiven Symptomen
18–29 Jahre: 11,6 %
30–44 Jahre: 8,7 %
45–64 Jahre: 10,2 %
65–79 Jahre: 5,0 %

Männer mit depressiven Symptomen
18–29 Jahre: 7,3 %
30–44 Jahre: 7,3 %
45–64 Jahre: 9,6 %
65–79 Jahre: 4,4 %


Demnach scheint die Depressionsrate in unseren 60ern nicht anzusteigen, im Gegenteil.

Ohne Experte zu sein, populär-wissenschaftlich wird in der Regel kommuniziert, dass unser Wohlbefinden wieder steigt, wenn wir die Rushhour unseres Lebens hinter uns gelassen haben.
 
Ich meinte damit nicht dass es dasselbe ist sondern lediglich, dass eine solche Grundgesetz Aushebelung in Zukunft missbraucht werden könnte.

Wir haben politisch grad ganz andere Problembereiche, als mögliche Missbrauchsvektoren bei Arbeitslosen. Unsere gegenwärtige Regierung reißt im Eiltempo alles ein, was die Ampel auf den Weg gebracht hat und ersetzt es durch praktische Kredite, die von zukünftigen Generationen getilgt werden müssen. Ich sehe derzeit NUR Lobbyarbeit, Rechtspopulismus und umfassende sachliche Ignoranz durch Merz und seine Gesellen implementiert.
 
@Sam Rockwell Falls du dich auf mich beziehst (zitieren oder markieren wäre in dem Fall nett): Ich beziehe mich nicht auf Depressionen. Meine Mutter ist alles, aber nicht depressiv. Ich beziehe mich auf geistige Erschöpfung und einfach keine Nerven mehr. Also falls du mit Ü60 nach 30 Jahren Kindergartenkindern und Lärm ohne Ende noch Nerven für den Job hast, Chapeau. Ist halt noch mal ein ganz anderes Level als Schulkinder.


OT:
Mal ganz davon abgesehen, dass ich die Gründe und die Erhebung dafür interessant fände. Ist zb rausgerechnet, dass Personen in dieser Altersgruppe noch oft dem Irrglauben erliegen, dass Depressionen gar nicht existieren? Hab jetzt weder Zeit noch Nerven, mir die Studie durchzulesen, aber solche Zahlen allein sagen halt erst mal gar nichts aus.
Außerdem stieg meine Mutter genau in dem Alter aus, das noch in die hohen Zahlen gerechnet wird, nämlich unter 65. Könnte vielleicht mit reinspielen in diese Zahlen, aber reine Theorie.
 
Wir haben politisch grad ganz andere Problembereiche, als mögliche Missbrauchsvektoren bei Arbeitslosen. Unsere gegenwärtige Regierung reißt im Eiltempo alles ein, was die Ampel auf den Weg gebracht hat und ersetzt es durch praktische Kredite, die von zukünftigen Generationen getilgt werden müssen. Ich sehe derzeit NUR Lobbyarbeit, Rechtspopulismus und umfassende sachliche Ignoranz durch Merz und seine Gesellen implementiert.
Gerade in so einem von Rechtspopulismus angeheizten Klima sollte man sich finde ich schon sehr gut überlegen, was man wie am wichtigsten Gesetzesdokument ändern möchte und sich nichts von extremistischen Strömungen diktieren lassen.
 
@Eowyn

Ich hatte mich auf Ians Beiträge bezogen und deinen leider übersehen, weil er erschien, während ich noch an meiner Antwort an Ian schrieb.

Der Lärmpegel spielt tatsächlich eine größere Rolle, als vielen bewusst ist. Unsere Sportlehrer betonen immer wieder, dass wir Nicht-Sportlehrer kaum ermessen können, wie anstrengend Unterricht in einer lauten Sporthalle oder gar Schwimmstunden im Hallenbad auf Dauer sind.

Die Fluktuation bei Erziehern und in Pflegeberufen ist hoch, viele verlassen den Beruf, lange bevor sie das Rentenalter erreichen.

Der Wunsch, Erzieherin zu werden, ist unter meinen Schülerinnen sehr verbreitet. Drei Schülerinnen und ein Schüler aus meiner Klasse haben gerade ein dreiwöchiges Praktikum im Kindergarten absolviert. Weitere interessierte Schülerinnen konnten nicht unterkommen, weil sie sich zu spät beworben hatten. Nach meiner Einschätzung bringt jedoch nur eine der Schülerinnen aktuell die nötige Resilienz mit, um diesen Beruf langfristig durchzuhalten.
 
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