Realserie Ahsoka

Ich müsste die Mortis Folgen in Clone Wars nochnmal schauen, was hatte es mit dem anderen , dem Nutzer der dunklen Macht auf sich, ist dort quasi auch immer ein representat der dunklen seite?
 
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Ich müsste die Mortis Folgen in Clone Wars nochnmal chauen, was hatte es mit dem anderen , dem Nutzer der dunklen Macht auf sich, ist dort quasi auch immer ein representat der dunklen seite?
Der Sohn wurde in TCW als eine Repräsentant der dunklen Seite dargestellt. Ich glaube aber (und das ist jetzt nur meine Interpretation), dass es auf Mortis immer einen Repräsentanten der dunklen Seite geben muss, sondern dass der Sohn eben einfach der dunklen Seite zugetan war.
Ein Sith ist ja auch irgendwo ein Repräsentant der dunklen Seite.

Die Mortis-Götter sind für mich eher so was wie die Q in Star Trek oder die Antiker in Star Gate: sie wirken aufgrund ihrer unglaublichen Macht auf die Protagonisten wie göttlich, sind es aber nicht. Sondern ihre Macht lässt sich theoretisch erklären (auch wenn ich hoffe, dass Filoni da nicht zu viel erklärt).
 
Der Sohn wurde in TCW als eine Repräsentant der dunklen Seite dargestellt. Ich glaube aber (und das ist jetzt nur meine Interpretation), dass es auf Mortis immer einen Repräsentanten der dunklen Seite geben muss, sondern dass der Sohn eben einfach der dunklen Seite zugetan war.
Ein Sith ist ja auch irgendwo ein Repräsentant der dunklen Seite.
Alles klar, ich habe das damals eher so verstanden dass es für das vollkomene Gleichgewicht ja auch die Dunkle Seite braucht bzw dass es nur mit denen wirklich ein gleichgewicht gibt. Aber wie gesagt schon lange her. Vom Gedanken aber spannend, da die jeddi die sith ja nur bekämpfen wollen und die Überlegung das es auch die dunkle seite für perfektes gleichgewicht braucht da ja im krassen gegensatz dazu steht. Erklärt dann aber wieso die Jeddi so nie ein Gleichgewicht herstellen konnten da SIe die dunkle Seite nur bekämpfen wollten anstatt einige Punkte der Sith in Ihre Doktrin aufzunehmen. Da passt Ashoka als quasi grauer jedi gut rein hat sie doch beides (ein wenig)
 
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Ein Punkt macht mich bei der ganzen Theorie stutzig: Wir reden ziemlich selbstverständlich davon, dass Anakin als Nachfolger des Vaters künftig das „Gleichgewicht“ bewahren könnte. Aber was dieses Gleichgewicht eigentlich bedeutet, ist innerhalb von Star Wars erstaunlich schwer zu greifen.

Gerade Mortis macht die Sache für mich eher komplizierter als einfacher. Dort stehen Tochter und Sohn für helle und dunkle Seite, während der Vater beide im Zaum hält. Dadurch entsteht zumindest der Eindruck, Gleichgewicht könne bedeuten, beide Seiten in einem stabilen Verhältnis zu halten. Das passt allerdings nicht ohne Weiteres zu den Filmen, in denen die dunkle Seite eher als Störung des Gleichgewichts erscheint und nicht als notwendiger Gegenpol, den es in einer bestimmten Stärke zu erhalten gilt.

Spannend fände ich deshalb, wenn Ahsoka Mortis nicht einfach nur wieder aufgreift, sondern diesen Widerspruch tatsächlich zum Thema macht. Vielleicht war schon das Verständnis des Vaters vom Gleichgewicht nicht vollständig richtig. Schließlich versucht er, Sohn und Tochter in einer künstlichen Ordnung zu halten, die am Ende trotzdem zusammenbricht. Dann wäre es auch keineswegs selbstverständlich, dass Anakin irgendwann seinen Platz einnimmt und dieses System einfach fortführt.

Das könnte gleichzeitig eine Möglichkeit sein, die Prophezeiung des Auserwählten noch einmal interessanter zu betrachten, ohne Anakin nachträglich zum Superhelden oder zu einer Art Gott zu machen. Vielleicht bestand sein Scheitern auf Mortis nicht einfach darin, dass er die angebotene Aufgabe ablehnte. Möglicherweise zeigt gerade Anakins weiterer Lebensweg, wie problematisch die Vorstellung ist, ein einzelnes mächtiges Wesen könne das Gleichgewicht dauerhaft herstellen und anschließend darüber wachen.

Das würde mir jedenfalls deutlich besser gefallen als eine Lösung nach dem Motto: Der Vater ist tot, der Posten ist frei und Anakin übernimmt jetzt. Wenn Filoni dieses Fass tatsächlich wieder aufmacht, sollte er für mich auch genauer untersuchen, was „Gleichgewicht der Macht“ überhaupt bedeutet. Denn obwohl dieser Begriff seit Jahrzehnten eine zentrale Rolle in Star Wars spielt, ist erstaunlich schwer zu sagen, was genau eigentlich ins Gleichgewicht gebracht werden soll. Oder irre ich mich?
 
Gerade Mortis macht die Sache für mich eher komplizierter als einfacher. Dort stehen Tochter und Sohn für helle und dunkle Seite, während der Vater beide im Zaum hält. Dadurch entsteht zumindest der Eindruck, Gleichgewicht könne bedeuten, beide Seiten in einem stabilen Verhältnis zu halten. Das passt allerdings nicht ohne Weiteres zu den Filmen, in denen die dunkle Seite eher als Störung des Gleichgewichts erscheint und nicht als notwendiger Gegenpol, den es in einer bestimmten Stärke zu erhalten gilt.

Das würde mir jedenfalls deutlich besser gefallen als eine Lösung nach dem Motto: Der Vater ist tot, der Posten ist frei und Anakin übernimmt jetzt. Wenn Filoni dieses Fass tatsächlich wieder aufmacht, sollte er für mich auch genauer untersuchen, was „Gleichgewicht der Macht“ überhaupt bedeutet. Denn obwohl dieser Begriff seit Jahrzehnten eine zentrale Rolle in Star Wars spielt, ist erstaunlich schwer zu sagen, was genau eigentlich ins Gleichgewicht gebracht werden soll. Oder irre ich mich?
Wir haben diesbezüglich einfach zu viele widersprüchliche Quellen, meiner Meinung nach.

Lucas hat in diversen Interviews behauptet, dass die dunkle Seite wie ein Fremdkörper ausgemerzt werden muss und Anakin mit dem Töten des letzten Sith (Palpatine) das Gleichgewicht wiederhergestellt hat, ja.

Aber …
Die Mortis-Sache mit hell und dunkel im Gleichgewicht ist auch direkt von Lucas selber und keine Filoni-Idee.

Und auch in den Filmen haben wir in der PT zumindest eine Andeutung und im Disney-Kanon ganz eindeutig Elemente, die auf eine Balance zwischen hell und dunkel hinarbeiten:
  • Andeutung durch Yoda in Episode 3: „Eine Prophezeiung, die falsch verstanden worden sein könnte.“
  • Episode 8 mit Lukes Erklärung bezüglich Macht erfülltes Licht und Macht erfüllte Dunkelheit. + Snokes Aussage bezüglich: „Ich habe meinen jungen Schüler gewarnt, dass wenn er stärker würde, sich Jemand Ebenbürtiges auf der guten Seite erhebt.“
Und mir persönlich ist es lieber, wenn hell und dunkel im Gleichgewicht sein müssen. Weil ansonsten haben wir auf Dauer ständig das Problem, dass mich sich eine neue Ausrede einfallen muss, warum es doch wieder neue Machtnutzer gibt. Mit der Gleichgewichtserklärung von Snoke in TLJ ist das Problem ein für alle Mal gelöst.

Interessant auf philosophischer Ebene … Furchtbar um als Figur in dem Universum zu leben. Aber perfekte Grundlage für ein ewig andauerndes Franchise.
 
Wir haben diesbezüglich einfach zu viele widersprüchliche Quellen, meiner Meinung nach.

Lucas hat in diversen Interviews behauptet, dass die dunkle Seite wie ein Fremdkörper ausgemerzt werden muss und Anakin mit dem Töten des letzten Sith (Palpatine) das Gleichgewicht wiederhergestellt hat, ja.
Gut, intentional fallacy und la mort de l'auteur sind ja nicht umsonst Schlagworte, welche die Interpretationswissenschaften jetzt schon seit einigen Jahrzehnten stark prägen - oder anders gewendet: Ganz rauslassen wird man den Autor vielleicht nicht können oder wollen, aber wirklich wichtig ist zumindest mir eigentlich nur der "Text", denn wenn der Autor mir hinterher erklärt, was er eigentlich sagen wollte, bedeutet das ja nicht, dass er das auch tatsächlich so gesagt hat.... ;)

Aber klar, die "werkinterne Analyse" wurde von dir ja ebenfalls bedient, also keine Kritik meinerseits :)
 
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Oder irre ich mich?
Nein du irrst dich mMn nicht. Es ist ja fast schon eine „Leistung“, den Begriff vom Gleichgewicht der Macht so prominent in der PT zu nutzen und Mortis in TCW einen ganzen ARC zu spendieren, ohne wirklich zu erklären, was das eigentlich ist.
Das ist ja auch einer der Gründe, warum ich gestern schrieb, dass mir das Ende von E6 als „Wiederherstellung des Gleichgewichts“ absolut nicht zusagt – und mMn nicht zu dem Begriff passt. Denn Yoda sagt ja in der PT, dass die Jedi durch dieses Ungleichgewicht in de Nutzung der Macht gestört werden. Es ist also eine sehr deutliche Wahrnehmung. Wenn da einfach nur die bloße Existenz eines Sith-Lords ausreichen würde, hätte man in der GFFA über Jahrtausende kein Gleichgewicht gehabt und das Vorhandensein des Ungleichgewichts Prä-PT hätte die Jedi erkennen lassen müssen, dass die Sith noch existieren, aber offensichtlich hat man da keinen Zusammenhang hergestellt.
Diesen Zusammenhang hat man NACH dem Auftauchen der Sith in E1 dann offensichtlich aber umstandslos gezogen, da OWK in E3 Anakin dann vorwirft, dass seine Stärkung der Sith das Gegenteil dessen gewesen sei, für was er auserwählt worden sei. Die Jedi hatten sich dann diese Deutung (Sith = Ungleichgewicht) sehr schnell (und sehr unlogisch) zu eigen gemacht (und viele Kinogänger gleich mit).
Nun braucht es nicht viel Phantasie, um sich vorzustellen, dass der Jedi-Orden der Endphase schlicht schon viel zu arrogant und dogmatisch war, um sich vorstellen zu können, dass das „Gleichgewicht“ die dunkle Seite einschließt und nicht ausschließt (was ja mMn auch her dem Wortsinne entspräche).
Lukes und Anakins Anmerkungen in der ST sind aber wiederrum auch nicht hilfreich, weil sie wieder eher der mMn unlogischen Interpretation folgen.


Es ist also sehr verwirrend und eigentlich sollte eine Serie, die jetzt wieder an die Mortis-Tür klopft, sich irgendeinen Plan zurechtgelegt haben, wie man das erklärt. Denn im Trailer ist ja von einer Kraft die Rede, nach der Baylan sucht und vermutlich wird das dann Abeloth sein. Man sollte also meinen, dass diese Karft dann auch irgendwie schlüssig erklärt wird. Das ohne die drei anderen Charaktere zu tun und ohne den Begriff des Gleichgewichts zu integrieren, wäre wirklich bedauerlich.
Andererseits drückt man sich da jetzt schon sehr lange drum herum, so dass es nicht wundern würde, wenn man den Elefanten im Raum auch weiterhin ignoriert.

@garakvsneelix
habe gerade erst gesehen, dass du in einen anderen "Thread" ausgewichen bist. Ich lassen den Beitrag trotzdem hier. Letztenendes wird es doch auch immer wieder die Serie streifen oder einbeziehen, daher finde ich das nicht verkehrt.
 
Gut, intentional fallacy und la mort de l'auteur sind ja nicht umsonst Schlagworte, welche die Interpretationswissenschaften jetzt schon seit einigen Jahrzehnten stark prägen - oder anders gewendet: ganz rauslassen wird man den Autor vielleicht nicht können oder wollen, aber wirklich wichtig ist zumindest mir eigentlich nur der "Text", denn wenn der Autor mir hinterher erklärt, was er eigentlich sagen wollte, bedeutet das ja nicht, dass er das auch tatsächlich so gesagt hat.... ;)
Wenn die ersten Aussagen schlecht formuliert waren und im Nachhinein rückblickend konsistent zur endgültigen Ausführung sind … Kein Problem.

Aber hier haben wir einfach einfach zwei widersprüchliche Konstrukte bezüglich der Hauptmechanik des SW-Universums.

Und meine persönliche Vermutung:
Als GL dachte, die Saga wäre Episode 1-6 und fertig, galt für ihn noch das alte Prinzip mit der Ausmerzung der dunklen Seite. Als er aber dachte den Konzern zu verkaufen und das Franchise auf ewig auch in Bewegtbildmedien fortgeführt werden würde … Da hat er sich doch wieder für eine langfristig nützlichere Lösung umentschieden und entsprechend geretcont.

Andererseits drückt man sich da jetzt schon sehr lange drum herum, so dass es nicht wundern würde, wenn man den Elefanten im Raum auch weiterhin ignoriert.
Das befürchte ich auch. Aber halt deswegen, weil Filoni dafür bekannt ist sich Hintertürchen offen zu lassen und seine Stories weiterhin im Spiel zu behalten. (Was ich persönlich nervig finde, weil ohne Konsequenzen passiert nichts.)
 
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