[Film] Odysee (Christopher Nolan 2026)

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Wenn man sich die Designs des Films ansieht (Wikingerboote, Rüstungen) dürfte es generell eine sehr freie Interpretation des Stoffes werden. Auch scheint der Trojanische Krieg nach dem Trailer eine weit grössere Rolle als in der Vorlage zu spielen. Von dem her "passt" eine schwarze Helena durchaus.

Trotzdem unterstreicht das Casting noch einmal, dass Nolan anscheinend nicht vorhat das antike Griechenland wieder aufleben zu lassen (etwas, dass ich in einer Zeit, wo antike Epen oder generell Kostümfilme sehr rar im Kino geworden sind schade finde und meine Vorfreude etwas dämpft).

Ich erinnere mich an die Miniserie "Helena von Troja". Dort castete man einen glatzköpfigen Wrestler als den blonden Archilles, was ich sehr unpassend und mich aus der Illusion hinausreissend fand. Im schlechtesten Fall ist das jetzt mit Helena (und möglicherweise Archilles) genauso. Andererseits erinnere ich mich auch, dass viele über Heath Ledger als Joker bei TDK ähnlich gedacht haben und Nolan bewies letztlich ein gutes Händchen für das Casting. Also mal schauen. Letztlich hängt viel von der Umsetzung ab. Ein neues "Troja" bzw "Gladiator" (nur mit mehr Fantasy) dürfte es auf alle Fälle nicht werden.
 
Darth Seebi schrieb:
Ein neues "Troja" bzw "Gladiator" (nur mit mehr Fantasy) dürfte es auf alle Fälle nicht werden.

Ehrlich gesagt fehlt mir für diese Behauptung gerade eine Begründung. Wieso wird es das „auf alle Fälle nicht werden“? Woran wird das jetzt wieder festgemacht? Weil man sich beim Kostümdesign künstlerische Freiheiten nimmt? Das hat man bei „Gladiator“ und „Troja“ auch. Oder ist hier gerade wirklich das Problem dass man sich bei einem FANTASY Genre etwas mehr Freiheiten bei der Casting Auswahl nimmt? Und das bei einer Rolle, die wir wahrscheinlich (wenn überhaupt) nur im ersten Akt sehen werden?

Auch ist dieses „nur mit mehr Fantasy“ für mich gerade irritierend. Die „Odyssee“ IST streng genommen auch in der Buchvorlage Fantasy, bedenkt man dass da ständig Götter dazwischen funken und wir Monster sehen. Sowas gab es in einem „Gladiator“ ja überhaupt nicht. Also streng genommen sind beide Filme nicht mal dasselbe Genre.

Und was „Troja“ betrifft: Ich finde den Film (also den mit Brad Pitt) gar nicht mal so gut. Von daher muss sich Nolan da meiner Meinung nach auch gar nicht unbedingt danach orientieren.
 
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Wolfgang Petersens Troja-Film habe ich damals sogar im Kino gesehen (Sommer 2004?). Er fällt quasi in das Fahrwasser des von Gladiator angestoßenen (aber nur kurzzeitigen) Sandalenfilm-Revivals der frühen 00er-Jahre.

Hochkarätige Besetzung (allein Peter O'Toole!), großartige (wenngleich vll. etwas "übertriebene") Kampf-Choreographien, mitunter sogar denkwürdige Dialoge, keinerlei Götter und dadurch ein erfrischend realistischer Zugang. Auch die Rüstungen und Waffen gefallen mir ungleich mehr als das, was man im Vorfeld von Nolans Projekt gesehen hat. Emotional punktete der Film bei mir mit Verlagerung der Sympathien auf die angegriffene trojanische Seite. Ich müsste ihn echt noch einmal schauen, ist einfach viel zu lange her....ich weiß aber noch, dass er garantiert nicht so ein Unsinn war, wie Oliver Stones Alexander aus demselben Jahr...
 
Der Troya mit Brad Pitt war genial. Funfact wurde grösstenteils in Mexico gedreht .Gerade die schlachten und Kostüme waren Topp. Den Nolan Film werde ich vermutlich dennoch im Kino sehen. Aber der Hype ist nicht so da bis jetzt zb bei mir
 
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Ehrlich gesagt fehlt mir für diese Behauptung gerade eine Begründung. Wieso wird es das „auf alle Fälle nicht werden“? Woran wird das jetzt wieder festgemacht? Weil man sich beim Kostümdesign künstlerische Freiheiten nimmt? Das hat man bei „Gladiator“ und „Troja“ auch. Oder ist hier gerade wirklich das Problem dass man sich bei einem FANTASY Genre etwas mehr Freiheiten bei der Casting Auswahl nimmt? Und das bei einer Rolle, die wir wahrscheinlich (wenn überhaupt) nur im ersten Akt sehen werden?

Natürlich haben sich Gladiator und Troja auch historische Freiheiten genommen. Trotzdem kein Vergleich zu der Masse, was bereits bei Odysee bekannt ist:

- Schauspieler reden amerikanisches Englisch (gut, das merkt man nur im Original, aber war schon bei Costners Robin Hood störend)
- Rüstungen wirken wie ne Mischung aus Antike, Hochmittelalter und Star Wars
- Diverser Cast
- Schiffe sehen eher wie Wikinger Schiffe denn Antike aus

Das alles muss jetzt nicht schlecht sein. Nolan kann noch immer einen verdammt guten Film daraus machen. Aber insgesamt orientiert man sich in Sachen Historie wohl eher an 300 oder Guy Ritchies King Arthur denn einem Ridley Scott Monumentalschinken
 
Natürlich haben sich Gladiator und Troja auch historische Freiheiten genommen. Trotzdem kein Vergleich zu der Masse, was bereits bei Odysee bekannt ist:

- Schauspieler reden amerikanisches Englisch (gut, das merkt man nur im Original, aber war schon bei Costners Robin Hood störend)
- Rüstungen wirken wie ne Mischung aus Antike, Hochmittelalter und Star Wars
- Diverser Cast
- Schiffe sehen eher wie Wikinger Schiffe denn Antike aus

Das alles muss jetzt nicht schlecht sein. Nolan kann noch immer einen verdammt guten Film daraus machen. Aber insgesamt orientiert man sich in Sachen Historie wohl eher an 300 oder Guy Ritchies King Arthur denn einem Ridley Scott Monumentalschinken
Den Kritikpunkt mit dem amerikanischen Englisch kapiere ich nun wirklich nicht. British English wäre doch genauso unpassend.
 
Den Kritikpunkt mit dem amerikanischen Englisch kapiere ich nun wirklich nicht. British English wäre doch genauso unpassend.

J-ein. Natürlich haben die alten Griechen kein Englisch gesprochen. Aber wir sind es einfach gewohnt, dass bei historischen Settings "Perfect British English" und kein US Slang gesprochen wird. In der dt Synchro fällt das natürlich nicht auf, aber in der Regel schaue ich Filme immer wieder (gerade die, die ich öfter sehe) im OT.

Ganz schlimm war neben Costners US Robin Hood (wurde zu Recht bei Mel Brooks veräppelt) auch Gerad Depardieus französischer Akzent bei "Conquest of Paradise" oder Angelina Jolies gestellter Akzent in "Alexander"
 
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J-ein. Natürlich haben die alten Griechen kein Englisch gesprochen. Aber wir sind es einfach gewohnt, dass bei historischen Settings "Perfect British English" und kein US Slang gesprochen wird. In der dt Synchro fällt das natürlich nicht auf, aber in der Regel schaue ich Filme immer wieder (gerade die, die ich öfter sehe) im OT.

Ganz schlimm war neben Costners US Robin Hood (wurde zu Recht bei Mel Brooks veräppelt) auch Gerad Depardieus französischer Akzent bei "Conquest of Paradise" oder Angelina Jolies gestellter Akzent in "Alexander"
Meiner Meinung nach ist der Stoff so alt, dass es nicht wirklich Unterschied macht ob die Figuren modernen Slang sprechen oder Englisch aus dem viktorianischen Zeitalter. Beides ist von der Vorlage ungefähr gleich weit weg und demnach unauthentisch. Da der Stoff bereits Jahrhunderte vor Homer verbreitet wurde hätte man wahrscheinlich sogar Schwierigkeiten, sich auf ein authentisches Altgriechisch zu einigen.
 
Es geht wohl um die gefühlte authenzität. Die ist bei alt empfundener Sprache mehr gegeben als bei Neumodischen Slang. War bei der Neuübersetzung vom Herr der Ringe ja auch ein Kritikpunkt. Bei einem Film im O Ton kann dies durchaus aus der Immersion Reisen. Verstehe diesen Kritikpunkt voll
 
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Macht das wirklich keinen so großen Unterschied, jetzt allgemein im Film? Ich meine, Sprache, Aussprache/Sprechweise oder Dialoge tragen doch zur Glaubwürdigkeit einer Geschichte bei. Es kann doch durchaus einen Mehrwert sein, wenn das alles richtig aufeinander abgestimmt ist.
 
Es geht wohl um die gefühlte authenzität. Die ist bei alt empfundener Sprache mehr gegeben als bei Neumodischen Slang. War bei der Neuübersetzung vom Herr der Ringe ja auch ein Kritikpunkt. Bei einem Film im O Ton kann dies durchaus aus der Immersion Reisen. Verstehe diesen Kritikpunkt voll
Und dann wartet man 40 Jahre und auf einmal gilt der heutige Slang als „altmodisch“.

:zuck:

Sprache ändert sich nun mal, und da „The Odyssey“ eh kein Historienfilm ist muss man jetzt nicht auch zwanghaft versuchen, altmodische Sprache einzubauen.
 
Sprache ändert sich nun mal, und da „The Odyssey“ eh kein Historienfilm ist muss man jetzt nicht auch zwanghaft versuchen, altmodische Sprache einzubauen.
Es geht ja auch nicht darum, was ein Film muss (müssen muss Filmkunst in dieser Hinsicht im Grunde genau gar nix), sondern was einem persönlich gefällt oder nicht und ob man, auch wenn man einen Kritikpunkt nicht teilt, die Begründung dahinter verstehen kann. Und ja auch wenn mir persönlich die Sprache in den Trailern nicht negativ aufgefallen ist, kann ich schon nachvollziehen, unter welcher Prämisse hier argumentiert wird. Der Film muss halt ggf. heute überzeugen und nicht erst in 40 Jahren.
 
Es geht ja auch nicht darum, was ein Film muss (müssen muss Filmkunst in dieser Hinsicht im Grunde genau gar nix), sondern was einem persönlich gefällt oder nicht und ob man, auch wenn man einen Kritikpunkt nicht teilt, die Begründung dahinter verstehen kann. Und ja auch wenn mir persönlich die Sprache in den Trailern nicht negativ aufgefallen ist, kann ich schon nachvollziehen, unter welcher Prämisse hier argumentiert wird. Der Film muss halt ggf. heute überzeugen und nicht erst in 40 Jahren.
Genau,und solche Film die bewusst auf ältere sprache setzen altern gefühlt auch besser und sind zeitloser. Gutes Beispiel ist da zb wieder die Herr der Ringe Filme. Denke die werden auch in 40 Jahren noch funktionieren.
 
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So lange es keine historisch korrekten Blechbüchsen als Rüstung gibt ist mir Einerlei welche Hautfarbe die Darsteller haben oder welche Sprache sie sprechen. Wenn es in Mexiko und nicht an der historischen Stätten zu Troja gedreht wird, ist es sowieso nur Halbherzig!!!

Es ist keine ARTE-Doku also hat Nolan doch genug Freiheit. Hauptsache er kocht ordentlich.
 
Hauptsache er kocht ordentlich.

Das ist sogar das Hauptproblem an der ganzen Nummer hier. Ich hab mich noch nicht mal zu Oppenheimer durchringen können, da ich die drei Streifen davor (Interstellar, Dunkirk, Tenet) schon echt prätentiös und zudem recht substanzlos fand. Das Setting in der griechischen Sagenrealität der Antike finde ich dagegen auch noch grundsätzlich gähnend langweilig.

Nachträgliche Randnotiz zu Nolan & Whitewashing: Der Asiate Ra's al Ghul wurde in Batman Begins mit Liam Neeson besetzt und der Mexikaner Bane wurde in The Dark Knight Rises mit Tom Hardy besetzt. Nolan hatte es noch nie so mit Nationen- und Hautfarbenschwachsinn.
 
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