[Filmreihe] James Bond - 007

So, nun heißt es für mich einen Kinotermin für den finalen Craig-Bond zu finden.
Leider habe ich es letzte Jahr nicht geschafft mir einen Kinotermin einzurichten um No Time To Die anzusehen. Nun konnte ich das aber über den digitalen Ausleihservice auf der XBOX nachholen.

Für mich hat der Film eigentlich alles soweit richtig gemacht und stellt ein gutes und zufriedenstellendes Finale zur Craig-Ära dar. Der Titelsong war gut, die Action wie gewohnt und es gab wieder viele interessante Schauplätze. Die Ära hat durch den letztjährigen Marathon und das Nachholen des Finales nun wirklich bei mir an Sympathie dazugewonnen, war ich doch ursprünglich eher ablehnend dem gegenüber. Da bin ich auch einfach zu durch sehr die Brosnan-Filme als Jugendlicher "geschädigt" worden.
 
Was lief denn eigentlich bei Quantum falsch? Ich vergess den Film immer wieder einen Tag nach dem sehen. Kann aber nicht sagen WARUM.

Gestern "Die Welt ist nicht genug" angeschaut. War okay, sicher nicht der beste aber auch nicht der schlechteste Bond. Der Bösewicht wurde leider verheizt ohne wirklichen Impact.
 
Was lief denn eigentlich bei Quantum falsch? Ich vergess den Film immer wieder einen Tag nach dem sehen. Kann aber nicht sagen WARUM.

Kann ich dir sagen: "Quantum" ist nicht nur in Sachen Story und Antagonist einer der uninteressantesten Bonds - darüber wäre hinweg zu sehen, dies sind nur in seltenen Fällen die wirklichen Stärken der Reihe -, er ist filmtechnisch auch sehr schlecht gemacht. Die Actionsequenzen sind ein solches Schnittgewitter, dass man teilweise gar nicht mehr erkennt, was gerade vor sich geht. Ich verstehe ehrlich gesagt bis heute nicht, wie dieser Film innerhalb der ansonsten sehr starken Craig-Reihe ("Skyfall" ist für mich nach wie vor der beste James Bond überhaupt, "Spectre" wird sträflich unterschätzt und trotz aller Kontroversen konnte ich auch mit "No Time To Die" eine Menge anfangen) zustande kommen konnte. Ein Flop auf so ziemlich allen Ebenen.

"GoldenEye", der hier ja nun zur Sprache kam, finde ich jedoch fast genau so unerträglich. Schrecklich dämlicher Humor, Famke Janssens Charakter nervt mit ihrer Sexgeilheit bis ins Unerträgliche (das ist eine weitere James Bond-Frage, die mir nach wie vor keine Ruhe lässt, wenn ich darüber nachdenke. Es will mir absolut nicht in den Kopf, wie jemand auf einen solchen grenzdebilen Einfall kommen und wie das Ganze dann auch noch abgenickt werden konnte, weil offenbar jemand dachte, dass es eine gute Idee sei). Und dann auch hier die furchtbare Action, alles ist so over the top, schon alleine die Panzerszene in St. Peterburg. Reizüberflutung pur, dagegen sind die Materialschlachten in Marvel-Filmen ja bildästhetische Kunstwerke.

Ich hatte bei meinem Bond-Rewatch vor ein paar Jahren beiden Filmen, glaube ich, eine Wertung von 6/10 bescheinigt. Das ist auch auf die Nachsicht eines Bond-Fans zurückzuführen, mittlerweile bin ich aber generell deutlich filmkritischer geworden, da würden beide nicht mehr so glimpflich wegkommen. Müsste ich mir vielleicht mal wieder ansehen und neu einstufen. Vielleicht mache ich mir mal den Spaß :D
 
Kann ich dir sagen: "Quantum" ist nicht nur in Sachen Story und Antagonist einer der uninteressantesten Bonds - darüber wäre hinweg zu sehen, dies sind nur in seltenen Fällen die wirklichen Stärken der Reihe -, er ist filmtechnisch auch sehr schlecht gemacht. Die Actionsequenzen sind ein solches Schnittgewitter, dass man teilweise gar nicht mehr erkennt, was gerade vor sich geht. Ich verstehe ehrlich gesagt bis heute nicht, wie dieser Film innerhalb der ansonsten sehr starken Craig-Reihe ("Skyfall" ist für mich nach wie vor der beste James Bond überhaupt, "Spectre" wird sträflich unterschätzt und trotz aller Kontroversen konnte ich auch mit "No Time To Die" eine Menge anfangen) zustande kommen konnte. Ein Flop auf so ziemlich allen Ebenen.

"GoldenEye", der hier ja nun zur Sprache kam, finde ich jedoch fast genau so unerträglich. Schrecklich dämlicher Humor, Famke Janssens Charakter nervt mit ihrer Sexgeilheit bis ins Unerträgliche (das ist eine weitere James Bond-Frage, die mir nach wie vor keine Ruhe lässt, wenn ich darüber nachdenke. Es will mir absolut nicht in den Kopf, wie jemand auf einen solchen grenzdebilen Einfall kommen und wie das Ganze dann auch noch abgenickt werden konnte, weil offenbar jemand dachte, dass es eine gute Idee sei). Und dann auch hier die furchtbare Action, alles ist so over the top, schon alleine die Panzerszene in St. Peterburg. Reizüberflutung pur, dagegen sind die Materialschlachten in Marvel-Filmen ja bildästhetische Kunstwerke.

Ich hatte bei meinem Bond-Rewatch vor ein paar Jahren beiden Filmen, glaube ich, eine Wertung von 6/10 bescheinigt. Das ist auch auf die Nachsicht eines Bond-Fans zurückzuführen, mittlerweile bin ich aber generell deutlich filmkritischer geworden, da würden beide nicht mehr so glimpflich wegkommen. Müsste ich mir vielleicht mal wieder ansehen und neu einstufen. Vielleicht mache ich mir mal den Spaß :D
Aber Quantum hat doch Elvis!
 
Die Actionsequenzen sind ein solches Schnittgewitter, dass man teilweise gar nicht mehr erkennt, was gerade vor sich geht

Stimmt, vielleicht kann ich mich deshalb kaum an den Film erinnern :-)


Ich hab die letzten Monate auch alle Bondfilme angeschaut und danach jeweils deine Rezensionen gelesen, fand ich immer schön zu lesen :thumbsup:
Goldeneye bekommt bei mir allerdings eine 7 schon alleine weil daraus ein großartiges N64 Game herauskam :-D
 
Ehestmöglich werde ich die komplette Craig-Reihe schauen (den letzten nicht im Kino gesehen, der Rest ist zu lange her; bin auch bereits verspoilert, was das Ende der Hauptfigur angeht).

Für die Zukunft des Franchise wünsche ich mir unbedingt wieder einen Bond, der im Kalten Krieg der 50er/60er/70er-Jahres spielt, wie bei Fleming. Ich will eine möglichst enge Anlehnung an die literarische Vorlage. Ich will interessante Gegner: Sowjetische Spione (SMERSH!!), Untergrund-Nazis, OAS-Terroristen, Auftragskiller, Gangster, Geheimgesellschaften (P2 würde sich perfekt anbieten!), Exzentriker, verstärkt europäische Schauplätze, kuriose (aber nicht zu abgedrehte) Gadgets, schöne Frauen und zwecks akustischer Begleitung ganz, ganz viel Musik der British Invasion!

Eigentlich gäbe es genug Material für eine Serie, in der jede Staffel in einer neuen Dekade spielt.
 
Für die Zukunft des Franchise wünsche ich mir unbedingt wieder einen Bond, der im Kalten Krieg der 50er/60er/70er-Jahres spielt, wie bei Fleming. Ich will eine möglichst enge Anlehnung an die literarische Vorlage. Ich will interessante Gegner: Sowjetische Spione (SMERSH!!), Untergrund-Nazis, OAS-Terroristen, Auftragskiller, Gangster, Geheimgesellschaften (P2 würde sich perfekt anbieten!), Exzentriker, verstärkt europäische Schauplätze, kuriose (aber nicht zu abgedrehte) Gadgets, schöne Frauen und zwecks akustischer Begleitung ganz, ganz viel Musik der British Invasion!
Da wäre ich sofort dabei! :inlove:
Aber das wird so nicht kommen. Ich glaube, man wird versuchen ein jüngeres Publikum mit anzusprechen. Bond könnte mehr Leichtigkeit ausstrahlen und es könnte wieder etwas klamaukiger werden. Und den Retrotrip können wir auch vergessen.

Los EON, strafe mich Lügen!
 
Da wäre ich sofort dabei! :inlove:
Aber das wird so nicht kommen. Ich glaube, man wird versuchen ein jüngeres Publikum mit anzusprechen. Bond könnte mehr Leichtigkeit ausstrahlen und es könnte wieder etwas klamaukiger werden. Und den Retrotrip können wir auch vergessen.

Los EON, strafe mich Lügen!

Ach, ich träume nur so vor mich hin (wie auch von einer vorlagengetreuen Verfilmung der George Smiley-Reihe des 2020 verstorbenen John le Carré). Mit dem aktuellen Zeitgeist ist das eh nicht zu machen.
 
Auf Amazon Prime ist die unterhaltsame Doku "Der Klang von 007" zu sehen, mit der man durch die Musik von 60 Jahre Bond streift, hinter den Kulissen schaut und nette Anekdoten mitnehmen kann:

Harry Saltzman war einst empört, als er verstand, welche Doppeldeutigkeiten Shirley Bassey in "Diamonds Are Forever" singen sollte. Schreib über einen Diamanten, als sei er des Mannes bestes Stück, hatte John Barry dem Songtexter Don Black geraten. Und so wurde es letztlich textlich umgesetzt.

Shirley Bassey war es auch, die erst "Goldfinger" so richtig kraftvoll singen konnte, nachdem sie ihr Bustier geöffnet hatte, während Ton Jones fast ohnmächtig wurde, als er versuchte den letzten Ton von "Thunderball" möglichst lange zu halten.
 
Irgendwer irgendwelche Infos zu einer 4K Auswertung der Brosnan-Filme? In UK scheinen die ja bei Prime verfügbar zu sein, aber bisher sind die nirgendwo auf 4k-Disc erschienen.
 
Aktuell scheint Aaron Taylor-Johnson in den Favoritenkreis um Daniel Craigs Nachfolge aufzusteigen.

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Hm. Also zum einen erscheint er mir mit 32 Jahren noch ein wenig jung für die Rolle (zum Vergleich: Daniel Craig war immerhin schon 37, als er für Casino Royale vorgestellt wurde und das sollte immerhin die Origin-Geschichte Bonds sein. Timothy Dalton und Pierce Brosnan waren jeweils um die 40 als sie ihren ersten Bond drehten.) und zum anderen habe ich persönlich bei ihm das Problem, dass ich ihn in erster Linie immer noch mit Dave aus Kick-Ass assoziiere.
Grundsätzlich zutrauen würde ich ihm die Rolle aber schon. Er darf sich mittlerweile ja auch Golden Globe-Gewinner nennen.

Vor einigen Monaten wurde übrigens auch John Williams zu Bond befragt. Offenbar könnte der sich - obwohl Indiana Jones 5 derzeit der letzte Film ist, dessen Musik er zu schreiben plant - durchaus vorstellen, an einem James Bond-Soundtrack zu arbeiten: https://www.ign.com/articles/john-williams-says-hed-love-to-score-a-james-bond-movie
 
Aaron Taylor-Johnson wäre aktuell so alt wie Sean Connery in seinem ersten Bond und bis zum Start des nächsten Bonds wird noch Zeit verstreichen. In Bullet Train hat er einen guten Eindruck hinterlassen.
 
Ich sehe ATJ als hervorragende Chance, eine neue Bond-Ära zu prägen.

Er hat trotz seines (jungen) Alters imo genug Erfahrung in teils großen Blockbustern (Avengers 2) bzw. nicht mehr nur eher "fanseitig bekannten" Filmen ("Kick-Ass") oder auch mit Starbesetzung ("Bullet-Train").
Für mich hat er da durchweg überzeugt, kann überdies sehr charakterorientiert schauspielern und körperlich sowie aussehenstechnisch (auch wandelbar) wäre er imo ein toller Bond für bis zu zwei Jahrzehnten, wenn ihn zwischendurch nicht der eigene Schneepflug erwischt.
 
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