Zuletzt gekaufter/gesehener Film - Allgemeiner Filmthread

Bringing out the Dead (1999)

Rund um den 80. Geburtstag von Martin Scorsese zeigte arte gestern den Film Silence und heute Bringing out the Dead.
Silence kannte ich schon und musste wieder an der gleichen Stelle abschalten, weil die Szenen echt schlimm sind. Vielleicht habe ich irgendwann die Nerven, den Film ganz zu schauen. Sehenswert ist er allemal.

Aber nun zu Bringing out the Dead. Mit Martin Scorsese und Paul Schrader als Drehbuchautor kommt einem natürlich "Taxi Driver" in den Sinn.

Nur dass diesmal nicht de Niro, sondern Nicolas Cage als Rettungssanitäter Frank am Moloch New York verzweifelt.

In drei Nachtschichten fährt er mit drei unterschiedlichen Kollegen seine Touren und begegnet Dealern, Prostituierten, Junkies, Gang-Mitgliedern, Obdachlosen.... bei jedem Einsatz, zu dem er gerufen wird, ist schon von vornherein nicht mehr viel auszurichten, aber Frank nimmt sich jeden toten Patienten, den er nicht retten konnte, zu Herzen.

Einen älteren Mann kann er immerhin mit viel Anstrengung nach einem Herzstillstand ins Leben zurückholen. Allerdings liegt dieser dann tagelang im Koma, erleidet immer wieder Stillstände, erwacht kurz, will sich den Schlauch aus dem Mund ziehen und muss wieder sediert werden.

Die Angehörigen des Mannes, vor allem seine Tochter, wollen ihn nicht gehen lassen und machen sich immer wieder neue Hoffnung. Für Frank ist dieser Zustand bald unerträglich und er beginnt unter dem Einfluss von Schlafmangel, Überarbeitung und Drogen, zu halluzinieren.

Frank sieht immer wieder ein junges Mädchen vor sich, welches er nicht retten konnte. Er macht sich Vorwürfe und beschließt irgendwann, seinen "Fehler" auf andere Art an dem alten Patienten wieder gutzumachen....

Gibt es einen schlechten Film von Scorsese? Mir fällt spontan keiner ein. ;)
An der Umsetzung gibt es absolut gar nichts zu bemängeln. Wer sich auf einen abgedrehten Taxi Driver aus den späten 90ern einlassen will, wird mit dem Film sehr glücklich sein.

Die Atmosphäre ist fiebrig, verrückt, abgedreht und streckenweise regelrecht surreal. Obwohl der Film als Drama ausgewiesen ist, besitzt er doch einen recht eigenwilligen Humor und eine Art Situationskomik. Jedenfalls habe ich trotz des ganzen Elends dieser abgerissenen Gestalten oft auflachen müssen. :-D

Nicolas Cage spielt großartig; ich sehe ihn mir gerne an. Ja, auch in Ghost Rider. 8-)
Die anderen Rollen sind mit John Goodman, Patricia Arquette, Ving Rhames und Tom Sizemore sehr gut besetzt.

Ich vergebe 9 von 10 Punkten!
 
Schaue gerade "School of Rock" mit Jack Black.

Früher war er mir zu anstrengend bzw mochte ihn nur als Barry in High fidelity.

Langsam wird er mir mit seiner Art sympathisch.

Er ist ja auch irgendwie wie ich!
 
Hat schon jemand im Kino Amsterdam gesehen? Ich habe mir den Gestern angeschaut und ich muss ehrlich sagen ich weiß nicht so recht was ich davon halten soll. Die Dialoge klingen für mich alle komisch, und ich fürchte es liegt nicht bloß an der Übersetzung ins Deutsche. (leider war OV nicht verfügbar)
 
Guns Akimbo (2019)

Cons:
- Trash
- Nonsense Handlung
- Überzogene sinnlose Gewalt
- mehr Trash
- auf Netflix nur mit deutscher Tonspur (WTF!), aber das trägt wiederum schön zum Trash bei!

Pros:
- Trash
- Nonsense Handlung
- Überzogene sinnlose Gewalt
- Daniel Radcliffe
- Geile Cover von You Spin Me Round (Like a Record) und Ballroom Blitz
- Erwähnte ich Trash? :braue
- Hackerbrücke und der Zentrale Busbahnhof in München :konfus:
Für mich überwiegen die Pros hier, aber der Film ist einfach richtig doof!

??? von 10 falschen Schnauzern
 
Ich habe eben zum ersten Mal „Ein Ticket für 2“ gesehen. Als Kind mochte ich John Candy sehr gerne, dennoch hatte ich von dem Film zu meiner Schande nie gehört. Hier in den USA gehört dieser Film aber bei vielen zur Tradition, und da morgen Thanksgiving ist sah ich ihn heute zum ersten Mal. Und ich wurde nicht enttäuscht, es ist ein sehr lustiger, zum Teil trauriger Film und auf jeden Fall eine echte Perle. Mit dieser Thanksgiving Tradition könnte ich mich echt anfreunden.
 
Ich habe eben „Glass Onion“, den zweiten Teil von „Knives Out“, im Kino gesehen.
Ich fand den ersten Teil ja schon klasse, Teil 2 hat im Vergleich dazu leider eine deutlich weiter hergeholte Story und wirkt insgesamt durch Referenzen an Markenprodukte weniger zeitlos.
Aber die Schauspieler Auswahl ist großartig, Edward Norton als Gegenspieler ist super und Daniel Craig macht mit seinem Südstaaten Akzent vor allem im Original einen sehr guten Job.
Außerdem finde ich es großartig dass das „Murder Mystery“ Genre sein Revival erlebt und finde das muss auch einfach mal honoriert werden.

08/10

P.S.: Ich wünsche mir so sehr dass Pierce Brosnan in Teil 3 den Bösewicht mimt, so ein Clash der Ex Bonddarsteller wäre echt episch.
 
Space Raiders (1984)

Was soll ich sagen:
- thrash pur
- typische 80er greenscreen effekte
- typische 80er fernsehserienausstattung
- typischer Star wars Klon Dieser zeit
- gräusliche musik
- ein Schiff voller han solos
- strunzdoofe handlung


Aber hat Spaß gemacht und ein klarer schlefaz-favorit
 
Gestern habe ich „The Foreigner“ gesehen mit Jackie Chan und Pierce Brosnan.
Jackie Chan mimt einen Ex-Soldaten und Restaurant Besitzer, der bei einem IRA Anschlag in London seine Tochter verliert. Pierce Brosnan spielt einen Ex-IRA Terroristen und jetzigen Politiker, der seine Unschuld beteuert und in den eigenen Reihen fieberhaft die Verantwortlichen sucht.
Ich fand den Film sehr spannend umgesetzt. Es gibt keine klare Schwarz/Weiß Trennung und gerade zu Beginn weiß man nicht recht für wen man sympathisieren soll. Es tut gut, Jackie mal in einer eher dramatischeren Rolle zu sehen, das steht ihm echt gut. Pierce Brosman spielt den Antagonisten hervorragend, auch wenn sein irischer Akzent etwas zu klischeehaft wirkt.
„Star Trek“ Fans dürfte dann noch gefallen dass Orla Brady (Laris/ Talinn aus „Star Trek Picard“) mitspielt.
Gegen Ende driftet der Film dann etwas zu sehr Richtung Action und unrealistischer Stunts ab. Unterm Strich dennoch ein sehr unterhaltsamer Film.

08/10
 
Zuletzt bearbeitet:
Am Freitag war ich nach einer Ewigkeit wieder mal im Kino. Ich habe da den Film "Mad Heidi" gesehen. Eine schweizer Produktion, mit viel Gore und einer ganz witzigen Handlung. Es geht darum, dass Meili, ein schweizer Käseproduzent, seinen Spezialkäse dazu verwenden will, die Menschen zu willenlosen Sklaven zu machen um die Weltherrschaft an sich zu reissen. Im Zuge dessen, wird Geissen-Peter getötet und Heidi schwört Rache. Sie slasht sich durch die Truppen von Meili (welche ganz stark SS-Offizieren erinnern).

Der Film nimmt so ziemlich jeden Film aufs Korn und mit Caspar van Diem hat man sogar einen "Hollywood-Star" an Land gezogen.

Man liest schon an der Handlung, dass man nicht mit hohen Erwartungen ins Kino gehen sollte, aber ich wurde trotzdem ganz gut unterhalten.

5 von 10 Swiss-Katanas.
 
Space Raiders (1984)

Was soll ich sagen:
- thrash pur
- typische 80er greenscreen effekte
- typische 80er fernsehserienausstattung
- typischer Star wars Klon Dieser zeit
- gräusliche musik
- ein Schiff voller han solos
- strunzdoofe handlung


Aber hat Spaß gemacht und ein klarer schlefaz-favorit

Ich habe den Film mal als Knips gesehen, ich glaub früh an einem Samstag morgen im Fernsehen, habe den damals irgendwie faszinierend gefunden und dann doch lange Jahre vergessen, ich konnte mich nicht mehr an den Titel erinnern, wollte Ihn aber immer mal wieder sehen bis ich danach Recherchiert habe, den Titel zwar rausfand aber er nirgendwo gestreamt wurde. Habe Ihn vor ca. 4 Jahren dann doch noch irgendwie gefunden.
Ich glaube, nun da er auf Amazon Prime ist, schaue ich Ihn mal wieder an. Der Film hat ja einen gewissen Charm.

- thrash pur
- typische 80er greenscreen effekte
- typische 80er fernsehserienausstattung
Ja, das ist halt typisch für eine Roger Corman Produktion. ^^ Und der Mann ist immer noch aktiv, nach bald 70 Jahren im Filmgeschäft und über 500 Produktionen, alles Trash. Einfach legendär.
 
Ganz vergessen, letzten habe ich auch Sunshine (2007) von Danny Boyle zu zweiten Mal gesehen. Weiterhin ein interessanter Sci-Fi-Film der entsprchend mit dem Motiv Licht und Hitze spielt. Schön Setpieces und Special Effects.

7 von 10 Hawaiihemden

Gestern habe ich das Wochenende dann damit ausklingen lassen, meinen absoluten Lieblingsfilm mal seit Längerem wieder anzusehen. Prinzessin Mononoke (1997) von Hayao Miyazaki.
Ja, was solle man zu seinem Lieblingsfilm schon so sagen? Taugt halt immer noch und man entdeckt immer wieder etwas Neues wenn man den Film quasi schon mitsprechen kann :kaw:

Einfach für mich persönlich ein Meisterwerk ... jenseits meiner eigenen Wertungsskala.
 
Vivarium fand ich auch noch ganz cool. I

Ich habe nun auch diesen Tipp von dir angeschaut. Nicht so gut wie der letzte, aber er hatte schon irgendwas. Es fällt mir aber schwer ihn wirklich gut zu bewerten, weil er doch so gut wie gar nichts erklärt. Der Vergleich mit dem Kuckuck fand ich genial, aber ich will MEHR WISSEN :cry:

Davon mal abgesehen, hätte der Film noch die ein oder andere zusätzliche Story gebraucht, so war er etwas fad. Man hätte dies auch in einem Kurzfilm zeigen können.

Insgesamt ein sehr schräger Film aber doch sehenswert. Kafka lässt grüßen, ja ^^
 
The Little Things (2021)

Ein paar Mal im Jahr lasse ich mich zu einem Krimi hinreißen, über diesen bin ich bei Prime gestolpert. Der mit einer gehörigen Star-Besetzung aufwartende Film erzählt die Geschichte von Sheriff Deputy Joe Deacon (Denzel Washington), der durch Zufall auf den jungen, ambitionierten Ermittler Jim Baxter (Rami Malek) trifft und mit ihm eine brutale Mordserie aufklären will.

Der von Regisseur Joe Lee Hancock (The Founder) selbst geschriebene Film tritt in den Pfaden von Finchers Sieben (1995) und nutzt wie auch dieser klassische Grundrezepte des Genres. Auf der einen Seite der aufstrebende Ermittler, auf der anderen der alte Hase mit seinen Tricks und Kniffen, die seinen jungen Kollegen zurück auf die Schulbank versetzen. Einem Denzel Washington, der mal stoisch weise, mal süffisant lächelnd (wie in den meisten seiner Filme) durch die Geschichte schreitet, fällt das natürlich besonders leicht. Das ist fairerweise keine ganz spezifische Konstellation im Krimi, aber man bricht halt auch nicht damit. Als Gegenspieler bekommt es das Duo mit Albert Sparma (Jared Leto) zu tun, der als Tatverdächtiger ins Visier gerät.

Neben dem guten Spiel von Jared Leto, der wenn auch optisch stark abweichend, in seinem Spiel an Kevin Spaceys John Doe erinnert, baut der Film eine Grundspannung und düstere Atmosphäre auf, die mich bis zu einem gewissen Punkt am Ball hat bleiben lassen. Leider verliert sich diese Spannung irgendwann in den ca. 2 Stunden Laufzeit, um den Streifen mit einem unbefriedigendem Finale aus der Kurve fliegen zu lassen. Ich finde es grundsätzlich gut, dass sie nach einer sonst sehr konventionellen Geschichte schlussendlich doch etwas anderes machen wollten, nur ist dieses anders im Gegensatz zu Fincher nicht geglückt. Es ist unterm Strich einfach ein Krimi, wie man ihn kennt und zumindest ich zigfach mit weniger Star-Power gesehen habe. Damit leider zu wenig.

An Letos Rolle werde ich mich erinnern, ansonsten gibt der Film nichts mit, was sich im Kopf festsetzt. Dann lieber nochmal Seven schauen.
 
Nach Sunshine habe ich vor ein paar Wochen nun auch Trance (2013) von Danny Boyle angesehen. Nettes Gangster-Thriller-Flick mit interessanten Passagen und Figuren. Möchte auch nicht mehr verraten, spielt aber schön mit dem Motiv der Erinnerungen.

7 von 10 Nazar-Amuletten
 
Das Haus der Verdammten
(The House where Evil dwells)

Habe beim stöbern nach Weihnachtsgeschenken zufällig diesen alten Horrorfilm von 1982 auf DVD gefunden. Eine amerikanische Familie zieht nach Japan in ein Spukhaus in dem vor 200 Jahren ein Samurai seine Frau und Ihren Liebhaber im Zorn meuchelt und danach Harakiri begang. Diese drei Geister suchen nun die amerikanische Familie heim und nehmen Besitz von ihnen.

Das Setting ist echt gut, Kameraführung und Effekte sind Zeitgemäß und sind Qualitativ sogar gut im Vergleich zu anderen Horrorfilmen aus dieser Zeit. Die Hintergrundgeschichte fand ich sogar interessanter als bei Freitag der 13.
Thematisch ist der Film ein Mix aus Ametyvill Horror, Shining und ein wenig Poltergeist, hat mich auch ein wenig an Wenn die Gondeln Trauer tragen erinnert. Der Film folgt den üblichen Geisterhaus Tropen, gemischt mit Samurai estethik des feudalen und modernen Japan.

Mir hat der Streifen gut gefallen und ich war von der Produktionsqualität angenehm überrascht, ich hatte mehr Trash erwartet, und eine deutlich schlechtere Synchronisation, bzw. Schauspielerei.
IMdB gibt nur 4.5/10 ich gebe eher 7/10, da ich einfach das Setting so sehr mag.
 
Mad Heidi

Wurde auf den Film aufmerksam, weil der Dreh unter anderem vor dem Hallenbad stattfand, wo ich arbeite. (Der Eingang zur Käsefabrik ist übrigens der Eingang des Hallenbades. :D)

Ansonsten: Man sollte sich sicher vor dem ersten Mal schauen darauf einstellen, dass man hier einen trashigen Splatter Film vor sich hat. Ich als Schweizer musste aber schon mehrmals laut lachen, wie manche Klischee meines Landes parodiert worden sind. (War auch angebracht, weil das Lachen auf den ganzen Kinosaal zutraf.)

Das einzige was ich wirklich etwas deplatziert fand war die Traningssequenz, wo Heidi im Rey-Köstum mit dem Geist von Nicht-Luke Skywalker trainiert.

Hatte eine gute Zeit im Kino. Ich verzichte hier aber mal auf eine Punktzahl.
 
AMSTERDAM

Christian Bale stiehlt allen die Show! Allein wegen ihm lohnt sich der Film für jeden.
Der Film wurde zwar etwas konfus erzählt aber er hat mir trotzdem großen Spaß gemacht.

Der Film bekommt von mir eine 8 von 10.
 
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