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Cross-Platform Cyberpunk 2077

Dieses Thema im Forum "PC & Konsolen" wurde erstellt von Spaceball, 11. Juni 2018.

  1. Minza

    Minza Geek Queen

    Und Sony nimmt das Spiel ausm GameStore und startet mit den Refunds... oi, was für ein Abgang.
     
  2. Agustin Prada

    Agustin Prada Schlächter von Dubrillion | Rainmaker | IMP-OL

    Double standards... als ob es das erste anfangs verbuggte Spiel ist. Aber vermutlich hat das ganze andere Gründe, die einer Streitigkeit zwischen Sony und CDPR wegen den Refunds zugrunde liegen.
     
  3. Adamska

    Adamska The Herald of Darkness

    Das Spiel stürzt offenbar ständig ab. Das sind nicht nur einfache Bugs, das Spiel ist für die Basiskonsolen einfach komplett unfertig auf den Markt geworfen worden und technisch in keinem guten Zustand.
    Bei ResetERA schrieb jemand "Ich habe 50 Stunden gespielt und das Spiel ist auf meiner PS5 20-mal abgestürzt."

    Mir ist auf meiner Series S Darksiders (1) zweimal abgestürzt und Resident Evil 5 einmal und das hat schon gereicht. Erwarte von einem Konsolenspiel einfach was anderes als von einem PC-Spiel.

    Zudem hat CDPR die Last-Gen-Versionen absichtlich "versteckt" bzw. nicht an Redaktionen verschickt.
    Alles, was der Firma aktuell passiert, ist gerechtfertigt. So ein dumpster fire habe ich selten erlebt. Und dagegen sind Anthem und No Man's Sky noch Heilige.

    Mir tut es nur leid um die Entwickler, die jetzt unter dem Bockmist der Geschäftsleitung leiden müssen.
     
    Aiden Thiuro und Admiral X gefällt das.
  4. Steven Crant

    Steven Crant Baron von Cirrus & Ex? von der Baumknutscherin Premium

    Puh, der aktuelle Stand von Cyberpunk erinnert mich ganz stark an das erste WatchDogs damals..
    Die YT-Videos und Zusammenfassungen sprechen Bände. Hätte CP2077 nicht seine grandiose STory, wären die Spieletests wohl auch komplett anders ausgefallen.

    Dieses Spiel zerreißt mich innerlich gerade ein wenig. Die Story zwingt mich dazu weiter spielen zu wollen, aber fast alle anderen Gameplay-Elemente wollen wohl irgendwie, dass ich aufhöre. Das Loot- und Kleidungssystem, NPC-Verhalten, Fahrphysik, Cops.. ohje. Wenigstens habe ich auf dem PC noch nicht einen Absturz erlebt.
    Im Rückblick kann man wohl sagen, dass Spiel hätte gut und gerne noch ein viertel bis halbes Jahr Entwicklungszeit sehr, sehr gut getan..
     
  5. Admiral X

    Admiral X Unkonventionell

    Nun, es stimmt schon, dass so gut wie kein Spiel heutzutage mehr ohne Bugs herauskommt, aber bei diesem Spiel ist es aber doch noch ein ganz anderes Kaliber. Man darf hierbei auch die PC- und die Konsolenversionen nicht miteinander gleichsetzen. Ich kann im Endeffekt nur unterstreichen, was @Adamska schreibt:

    Da kommen einfach so viele Faktoren zusammen. Zum einen eben, dass die Konsolenversionen nicht einfach nur verbuggt, sondern eben so verbuggt sind, dass man das Spiel kaum vernünftig spielen kann. Das ist schon ein gravierender Mangel, über den sich nicht so einfach wie über Bugs, die man fast schon als Normalzustand ansehen muss (was für sich genommen wiederum im Hinblick auf Videospiele generell bezeichnend ist), hinwegsehen lässt. Und zum anderen dann eben auch der äußerst zweifelhafte Umgang CDPRs mit der Lage. Sie haben, anders kann man es nicht ausdrücken, den desaströsen Zustand der Konsolenversionen schlichtweg vertuscht.

    Und dann haben sie ja kürzlich in Eigenregie den enttäuschten Konsolenspielern die Möglichkeit zur Rückgabe des Spiels und Rückerstattung des Kaufpreises versprochen - und zwar ohne, wie sich dann herausgestellt hat, vorherige Rücksprache mit Sony und Microsoft, die da vielleicht ja auch ein nicht zu unterschätzendes Wörtchen dabei mitzureden haben. Wie darf man sich den Gedankengang dahinter vorstellen? "Wir versprechen den Käufern jetzt einfach mal, dass sie ihr Spiel zurückgeben können und das Geld dann wieder bekommen. Und Sony und Microsoft, sollten wir die nicht erstmal fragen, ob sie die Aktion unterstützen würden? Na ja, die werden dann schon irgendwie mitmachen." Ganz ehrlich, Professionalität sieht anders aus. Und was dann noch hinzukam: Im selben Atemzug, in dem man diese in keiner Weise abgesegnete Rückgabemöglichkeit angekündigt hat, kündigte man Patches an, welche den Zustand der Konsolenversionen erheblich verbessern sollen. Diese erscheinen aber erst nächstes Jahr, die Rückgabemöglichkeit ließ man nur bis Ende Dezember laufen. Wer also die Patches ausprobieren und dem Spiel damit nochmal eine Chance geben will, muss bis nächstes Jahr warten und auf seine Möglichkeit der Rückgabe verzichten. Natürlich könnte man nun einwenden, dass man sich das Spiel, wenn es Berichten zufolge mit den Patches deutlich besser läuft, nochmal kaufen kann, aber irgendwo ist das doch unnötig umständlich. Erscheinen der Patches abwarten und dann, wenn die Probleme und damit die berechtigte Unzufriedenheit immer noch bestehen, die Möglichkeit zur Rückgabe einräumen, DAS wäre doch die richtige und einzig sinnvolle Reihenfolge gewesen.

    Also, ich weiß auch nicht. Irgendwie hat das Ganze etwas von einer Tragikkomödie. Man hat den Eindruck, dass sich CDPR mit jedem Schritt, den sie gehen, um der Problemsituation entgegenzuwirken, noch tiefer in die Sch.... reiten als ohnehin schon. Und auch wenn die Kritik gerechtfertigt ist, so ein bisschen leid tun sie mir da ja schon. Ich habe den Eindruck, dass sie gerade selbst mit der Lage völlig überfordert sind und gar nicht wissen, wie sie aus der Nummer wieder rauskommen sollen. Aber dann darf man halt einfach auch kein Spiel in katastrophalem Zustand auf den Markt bringen und diesen katastrophalen Zustand im Vorfeld auch noch gezielt verheimlichen.

    Mir geht es da ganz ähnlich, muss ich zugeben. Ich meine, ich hatte ohnehin, auch vor dem Release, eigentlich geplant, das Spiel erst später zu spielen. Es hat mich schon interessiert, aber ich war auch nicht so wahnsinnig gehyped, und da für mich sowieso die Xbox-Version relevant ist, war meine Motivation, mir das Spiel irgendwie zum Start zuzulegen, nach dem Release und dem damit aufkommenden Zustands des Spiels auf den Konsolen gleich null.

    Allerdings habe ich nun auch schon öfter gehört und auch Videos gesehen, die das bestätigen, dass die Xbox One-Version auf der Xbox Series X, wie ich sie habe, merklich besser läuft und auch aussieht. Ich habe da ein recht ausführliches Vergleichsvideo gesehen, in dem das Spiel auf der Xbox One, der Xbox Series X, der Xbox Series S sowie der PS4 und PS5 gezeigt wurde und war dann sogar positiv überrascht von dem Material der Xbox Series X. Zumindest im Vergleich zum Spiel auf der Xbox One oder PS4. In dem Video wurde sogar gesagt, dass die Variante, es auf der Xbox Series X zu spielen, grafisch sogar die beste Option ist, wenn man es auf Konsole spielen will. Das alleine würde mich jetzt immer noch nicht umstimmen, aber mittlerweile habe ich auch schon so oft gehört, dass die Story des Spiels so wahnsinnig gut sein soll. Gerade das, was @Agustin Prada vor einigen Posts in seinem Spoiler (den ich auf eigene Gefahr las und der zum Glück nichts Inhaltliches verriet) schrieb, macht mich halt schon sehr, sehr neugierig und seitdem lässt mich, obwohl ich von Anfang an strikt dagegen war, der Gedanke auch nicht mehr los, dass ich es, nur der Story wegen, doch spielen will (#Danke Agustin!!!11elf ;) ). Derzeit bin ich via Ebay auf der Suche nach dem Spiel, da hat man teils echt gute Chancen, die Xbox One-Version, teilweise sogar noch original verpackt, deutlich verbilligt zu erhalten. Wenn es mir auf dem Weg in die Hände fällt, werde ich zwar wahrscheinlich erst noch die Patches abwarten und dann aber zumindest mal die Story durchspielen und den Rest erstmal links liegen lassen. Das ist dann auch erstmal nicht so zeitaufwendig. Und wenn das Next-Gen-Upgrade da ist, wird richtig ins Spiel eingestiegen, also mit Nebenquests, Erkundung der Spielwelt etc.
     
    Agustin Prada gefällt das.
  6. David Somerset

    David Somerset Dr. rer. nat.

    So hab es jetzt durch. Waren am Ende 50 Stunden und da ist noch Luft nach oben, weil die Karte noch einige Fragezeichen zu bieten hat.

    Ich habe eigentlich genau das bekommen was ich erwartet habe, also The Witcher 3 im Cyberpunk-Setting. Die Welt wird so glaubhaft und lebendig aufgezogen (und sieht umwerfend aus), dass ich nahezu jede Unterhaltung in Fahrzeugen als Beifahrer durchlaufen lassen habe, weil es halt genug zu sehen gibt in Night City. Wobei Night City keine Sandbox ist, die zum GTA-typischen rumberserkern einlädt, sondern eindeutig nur die fantastische Kulisse in der sich die Geschichte entwickelt*. Die (Neben-)missionen vermitteln viel Lokalkolorit was Entertainment und Interaktion mit Charakteren angeht, und es gibt mehrere "Missionen" in denen man keinen einzigen Feind sieht, weil diese dem World-Building und der Charakterentwicklung dienen. Man ist verbunden mit den Charakteren, die allesamt mehrdimensional sind und mit denen man gemeinsam diese Geschichte bestreitet. Da ist niemand Mittel zum Zweck, sondern integraler Bestandteil der Geschichte. CDPR liefert in ihren unterschiedlichen Quests wieder kleine Meisterwerke ab, die hier noch ein wenig besser ineinandergreifen als beim Witcher und mehr Feedback in die Hauptstory geben. Fühlt sich halt alles rund an. Daher auch klare Empfehlung wer ein storylastiges Rollenspielerlebnis sucht. Das Settings ist frisch, unverbraucht und bietet auch neben den einzelnen Missionen genug Material in Form von Nachrichten, TV-Sendungen, Websites und Splittern die die Lore hinter dem Game greifbar machen und die ist...sagen wir mal vorsichtig, erschreckend umfangreich.

    * Die Simulation des Verkehrs ist allerdings eine Katastrophe. Es geht nicht um den typischen Stadtverkehr, der passt sich den Uhrzeiten an und hat auch eine realistische Dichte, aber alles was "unvorhersehbar" ist wird gar nicht beachtet. Die Autos fahren da wie auch Schienen, die Polizei fährt auch nicht Streife und ein Verfolgungsjagd kann sich gar nicht entwickeln. Sowieso ist die Polizei einfach ein einziges Ärgernis, weil die spawnen einfach um dich herum wenn du ein Fahndungslevel hast. Das hat mich nur deswegen nicht gestört, weil ich der Polizei storybewusst aus dem Weg gegangen bin. Aber trotzdem bedarf dies einiger Nachbesserung.

    Da ich einen potenten PC habe waren die Bugs und Glitches sehr marginal und nicht störend. Neben den bereits erwähnten glitchenden Fahrzeugen vom Prolog, kam nach dem Hotfix 1.04 noch zwei weitere Glitches hinzu: einmal hatte ich einfach keine Waffe in der Hand, was aber nachdem man die Waffen durchgewechselt hat erledigt war und einmal konnte ich einen Wegpunkt nicht erreichen, was aber nach dem Laden des letzten Speicherpunkts nicht mehr aufgetreten ist. Das wars. Cyberpunk 2077 lief bei mir ohne Murren auf Ultra-Settings (ohne Raytracing) mit 60+ FPS vom ersten bis zum letzten Frame. Mit Raytracing waren es so um die 30-40 Frames, aber unter 60 FPS kommt mir halt nicht auf den Schirm.
     
    Zuletzt bearbeitet: 20. Dezember 2020
    Ben und Agustin Prada gefällt das.
  7. Admiral X

    Admiral X Unkonventionell

    Ich habe mir nach einigem Überlegen doch die Xbox One-Version zugelegt, weil mich die Story des Spiels doch stark interessiert hat, und weil ich Testvideos, Berichten etc. entnehmen konnte, dass das Spiel auf der Xbox Series X doch merklich besser aussieht und läuft als auf der Xbox One. So ist es auch tatsächlich, es ist jetzt auch auf dieser Konsole nicht so, dass es mit einem High-End-PC mithalten könnte, aber es sieht ehrlich gesagt auch nicht so aus, dass ich mich groß darüber beschweren könnte. Und da das Next-Gen-Update für Konsolen ja noch kommt, kann es, theoretisch jedenfalls, ja nur noch besser werden.

    Gestern in der Nacht (gegen 2 Uhr, so lange bleibe ich eigentlich nur ungern auf, nicht mal für ein Spiel :D ) bin ich mit dem ersten Akt fertig geworden. Ich muss schon sagen, während das Spiel hinsichtlich Gameplay und Open-World-Aktivitäten tatsächlich nur recht solide ist bzw. halt Hausmannskost bietet, hat es hinsichtlich der Story und der Inszenierung bisher tatsächlich so einiges auf dem Kasten. Das Finale des ersten Aktes war bombastisch, bei einigen Passagen hatte ich wirklich das Gefühl, einen spektakulär inszenierten Sci-Fi-Actionthriller nachzuspielen. Dazu dann noch
    der Tod Jackies. Ich weiß nicht, ob er den Einsatz im Hotel überleben kann und ob es an meinen Entscheidungen oder meinem Vorgehen lag, aber bei mir ist er jedenfalls gestorben, was schon eine Wirkung hatte. Irgendwie war der Charakter liebenswert, so ein richtiger "Harte Schale, weicher Kern"-Typ. Und ich war mir sicher, dass er V bis zum Ende der Story begleiten und dann vielleicht sterben würde.
    Mit dem Auftauchen Johnny Silverhands (großartig: Keanu Reeves) wird der bisherige Storyansatz dann auch nochmals tiefsinniger und interessanter, gerade in Bezug auf seine Verbundenheit mit V. Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt, wie das alles weitergeht.

    Ich habe im Vorfeld oft gehört, dass die Story von Cyberpunk 2077 zum Nachdenken anregt und muss sagen, das stimmt, obwohl ich noch relativ am Anfang bin.
    Ich finde es toll, dass die Geschichte, auch wenn sie durch den entwendeten Datenchip wohl noch größere Dimensionen annehmen wird, in erster Linie doch eine persönliche Geschichte um die Spielfigur V ist. Es geht nicht, wie in vielen anderen Spielen, darum, irgendeine riesige Katastrophe abzuwenden, einen Krieg zu verhindern etc., sondern das Spiel erzählt (zumindest mit dem Konzernhintergrund, den ich am Anfang gewählt habe), die Geschichte von V, die (bzw. wahlweise der, bei mir aber eine Sie ;) ) zu Beginn alles verliert, sich dann wieder zu Reichtum und Ansehen hocharbeiten möchte und aber erkennen muss, mit welchen Opfern und Verlusten dieser Weg einhergehen kann. Nicht umsonst wird im Spiel ja öfter die philosophisch gar nicht uninteressante Frage gestellt, ob es besser ist, ein ruhiges und unaufgeregtes Leben zu haben, nie bekannt zu werden und in hohem Alter zu sterben oder sich einen Namen zu machen und jung als Legende zu sterben.

    Finde ich jedenfalls sehr interessant und packend und damit bin ich sehr zufrieden bisher. Ich habe mir vom Spiel gar keine Gameplay-Revolution, sondern vielmehr eine sehr gute Story erwartet, und in dieser Hinsicht komme ich bisher vollends auf meine Kosten. Als ich heute morgen aufgewacht bin, gingen mir die letzten Ereignisse der Story sofort wieder durch den Kopf und brachten mich dazu, eine Weile darüber nachzudenken. Klasse, genau so hatte ich mir das vorgestellt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 3. Januar 2021
    Agustin Prada gefällt das.
  8. Admiral X

    Admiral X Unkonventionell

    So, nun bin ich mit der Hauptstory des Spiels durch. Während ich gerade diese Zeilen verfasse, läuft der Abspann. Und sagen wir es mal so, die Hauptstory durch zu haben, sorgt für Mitteilungsbedarf.

    Das Spiel hat ja verschiedene Enden. Die Story wurde sehr angepriesen und ich hatte bereits nach ersten Tests etc., zum Glück spoilerfrei, gehört, dass insbesondere das Ende noch lange beschäftigen wird. Ein wenig hatte ich mich gefragt, wie das gehen soll, da es ja verschiedene Enden gibt. Vielleicht trifft es aber auch auf alle in irgendeiner Weise zu. In Bezug auf mein Story-Ende kann ich nur sagen, dass ich nicht zu viel erwartet habe. Verdammt, das sitzt.

    Ich hätte eigentlich erwartet, dass die größte Dramatik des Endes im Abschied von Johnny Silverhand liegen würde. Die Geschichte steuerte ja unweigerlich darauf zu, dass der Relic, auf dem sein Engramm gespeichert ist, aus der Spielfigur V entfernt wird und Johnny, der dadurch digital weiterlebte, endgültig verschwindet. Insofern war das keine große Überraschung und das letzte Gespräch mit ihm war schon nicht schlecht inszeniert.

    Aber richtig krass wurde es erst danach in der eigentlich letzten Mission bzw. dem Epilog. Bei mir hieß er "Where is my mind?" und folgte aus meiner Entscheidung für das Finale, mit Hanako Arasaka zusammenzuarbeiten. Hier hatte man ja drei Möglichkeiten, wie man diesen Weg zur Entfernung des Relic beschreiten will. Am Ende, nachdem ich den Relic los hatte, war ich jedenfalls auf einer Raumstation, wo Untersuchungen durchgeführt wurden. Man musste versuchen, einen Zauberwürfel zu lösen, musste Assoziationen tätigen und auf ein Laufband. Das Ganze drei-, viermal hintereinander. Schon da habe ich mich dauernd gefragt "Was ist denn jetzt da los?" Irgendwann kam ich zu dem Schluss, dass V das entweder alles nur träumt, weil sie noch operiert wird und in Narkose liegt, oder aber, dass sie bereits tot ist. Es ist alles auch ein wenig surreal aufgebaut, man hört auch immer wieder Johnnys Stimme. Nun, am Ende stellt sich heraus, dass der Relic zwar erfolgreich entfernt werden konnte, er aber eine Nebenwirkung hatte, die tödlich ist. V hat nur noch sechs Monate zu leben, ihr Zustand soll sich in dieser Zeit aber immer weiter verschlechtern, kurz vor ihrem Tod wird es am schlimmsten werden. Die Alternative: Auch von ihr wird ein Engramm angefertigt und auf diese Weise kann sie im digitalen Netzwerk Mikoshi ohne Körper überleben. Man muss nun die letzte Entscheidung zwischen diesen beiden Optionen treffen. Ich glaube noch NIE saß ich bei einem Spiel, das Entscheidungsmöglichkeiten bot, derart lang da und wusste echt nicht, was ich machen soll. Cyberpunk 2077 hatte es eben auch geschafft, dass mir die Geschichte meiner eigenen Version von V durchaus nah ging, da will so eine Entscheidung schon gut überlegt sein. Ich habe mich dann für die Variante entschieden, dass V zur Erde zurückkehrt und die letzten sechs Monate, die ihr bleiben, dort noch verbringt. In der Schlusssequenz verlässt sie mit nachdenklichem Blick die Raumstation und der Abspann setzt ein.

    Jetzt sitze ich hier, immer noch ganz geflasht, und werde mir dieses Schicksals meines Spielcharakters bewusst. Schon krass. Ich glaube, da werde ich in der Tat noch lange darüber nachdenken und das Ende wird mir in Erinnerung bleiben.

    Insgesamt hat mir das Spiel echt Spaß gemacht. Das eigentlich Gameplay ist in Ordnung, aber nicht weltbewegend, Selbiges gilt für die Spielwelt. Atmosphäre, Inszenierung und Story sind dafür aber wirklich richtig stark. Ich werde irgendwann sicher noch die anderen Enden ausprobieren, hab vor dem Finale noch einen neuen Speicherstand angelegt, um es eben wiederholen und andere Varianten versuchen zu können. Mit dem von mir erspielten Ende bin ich aber sehr zufrieden, es stimmt nachdenklich und hat mich emotional schon ordentlich gepackt. Ich bin jetzt direkt mal noch gespannt, ob es gleich noch eine Post-Credit-Szene gibt, aber wenn nicht, war die Schlussszene durchaus sehr passend und ein stimmiger Ausstieg. Ich bin mal auf die DLC-Inhalte gespannt, die noch kommen sollen, ansonsten hoffe ich, dass es irgendwann auch mal so was wie einen zweiten Teil gibt.
     
  9. Agustin Prada

    Agustin Prada Schlächter von Dubrillion | Rainmaker | IMP-OL

    Der Augenblick, in dem nach dem Ende der Story der Abspann und die ungemein epische Version von "Never Fade Away" einsetzt, ist wohl der prägnanteste, den ich jemals in einem Videospiel in der Form erlebt habe. Ich gehe sogar einen Schritt weiter, denn es gibt nur verdammt wenige Szenen aus Serien oder Filmen, bei denen es mir derartig kalt den Rücken runter lief. Als ich mit der Story fertig war, hing ich wirklich ein paar Tage wie ein Tropf herum und habe die Story dieses Spiels nicht mehr aus dem Kopf bekommen. Technisches Chaos hin oder her, aber alleine dafür, dass Cyberpunk das hinbekommen hat, werde ich dieses Spiel und die Ehre, diese Geschichte als Hauptakteur spielen zu dürfen, niemals vergessen. Du wirst in dem kommenden Tagen wohl das Selbe durchmachen müssen, @Admiral X. Ich für meinen Teil habe das Spiel danach recht früh gelöscht und nie wieder angerührt. Nicht etwa, weil es so schlecht war, sondern so derbe aufwühlend und einmalig. Nach dem Finale noch als V in der Open World herumzulaufen, wäre bestimmt ganz lustig gewesen, aber für mich persönlich nicht im Einklang mit diesen geilen Erlebnis. Stattdessen habe ich einen grandiosen Abschluss gefunden und es auf sich beruhen lassen. Gott sei Dank habe ich zuvor die Stories um Panam und Judy ausgespielt (wofür ich am Ende mehr als fürstlich belohnt wurde), ebenso die Quests um Johnny Silverhand, folglich habe ich nicht das Gefühl, irgendetwas Gravierendes verpasst zu haben, auch wenn es im Nachgang noch eine Sidequest gibt, die ich sehr gerne spielen würde.

    Also am Ende des Tages könnte mir der Hate und Hohn, den das Spiel über sich ergehen lassen muss (auch zu Recht), nicht noch egaler sein. Ich mag Spiele mit einer fesselnden Geschichte und interessanten Charakteren und beides ist mir hier in Hülle und Fülle geboten worden. Es ist sicherlich nicht das beste Videospiel, das ich kenne, hat aber aus meiner Sicht einer der Top 3 besten Stories, die ich bisher gespielt habe und definitiv die nervenaufreibendste.
     
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  10. Admiral X

    Admiral X Unkonventionell

    Freut mich ehrlich gesagt, das alles zu lesen - und zwar, weil es mir zeigt, dass ich nicht alleine bin ^^ Ich hatte schon die Befürchtung, ob ich nicht ein wenig übertreibe.

    Ich bin auch ganz bei dir, das technische Chaos ist eine Sache für sich, das eigentliche Gameplay des Spiels ist Stangenware, aber verdammt nochmal, die Story macht das alles wett. Alleine dafür lohnt es sich, das Spiel zu spielen. Man kann es auch so sehen, in Anlehnung an einen Youtube-Kommentar, den ich gelesen haben: "Even with all the bugs, this game is still gold." Und ja, so sehe ich das auch - und DAS muss ein Spiel erstmal hinbekommen, sich für eine solche Aussage zu qualifizieren.

    Was mich nun interessieren würde: Welches Ende hattest du denn? Gerne in einem Spoiler-Tag, falls jemand mitliest, der das Spiel auch noch verfolgt.

    Zur Thematik des Wiederspielens: Ich lasse das Spiel nun auch erstmal ruhen. Ich habe auch alle Nebenquestreihen erledigt, die man von den Charakteren im Laufe der Story bekommt. Von einigen war ich ein wenig enttäuscht bzw. fand ich, dass sie Potenzial liegen ließen, andere waren aber wiederum sehr stark. So denke ich auch, dass ich nicht alles, aber doch das Wichtigste des Spiels gesehen habe. Spielen werde ich es aber definitiv wieder - es kommen ja noch DLCs, vor allem warte ich aber auch noch auf das Next-Gen-Update und ich bin gespannt, wie das Spiel dann aussehen wird. Dann wäre für mich sogar ein komplett neuer Durchgang durch die Story eine Überlegung, vielleicht reichen sie ja noch eine "Neues Spiel +" - Funktion nach, wo man also die Story neu beginnen, aber alle Waffen, Ausrüstungsgegenstände, freigeschaltete Perks etc. behalten würde. Dadurch könnte man sich dann komplett auf die Story fokussieren, es wäre auch das erste Mal, dass ich diese Funktion nutze, aber die Story des Spiels wäre es mir wert :)

    Alles in allem: Schön, dass es noch Spiele gibt, die Stories bieten, in die man sich derart hineinfühlen kann wie bei Cyberpunk 2077.

    Eine Sache hoffe ich jedenfalls:

    Ich habe mir die anderen möglichen Enden des Spiels mal durchgelesen oder zumindest überflogen. Ich finde es ehrlich gesagt großartig, dass es kein Ende gibt, in dem V überleben kann. Ein Happy End, ein guter Ausgang der Geschichte hätte zu diesem Spiel und dieser Story überhaupt nicht gepasst und wäre antiklimatisch gewesen. Insofern hoffe ich, dass die kommenden DLCs NICHT nach dem Ende der Hauptstory spielen und Vs Tod irgendwie retconnen. Ich hab z.B. auf Youtube Kommentare gelesen, in denen Leute hoffen, dass man im DLC doch noch eine Heilung für V finden kann. Mein Gedanke: Bitte nicht. Das Ende ist so herausragend, ein solches Szenario würde alles wieder kaputt machen.

    Glauben tue ich es aber auch nicht. Da jedes mögliche Ende auf kurz oder lang den Tod Vs beinhaltet, war es den Entwicklern offenbar wichtig, dass dies der Endpunkt der Story ist. Außerdem landet man nach Abschluss der letzten Mission wieder direkt vor der Markierung, die das Finale einläutet, was zeigt, dass ein Weiterspielen nach dem Ende nicht vorgesehen ist. Ich denke und hoffe daher, dass die DLCs entweder Vorgeschichten oder einfach zusätzliche Questlines, die parallel zur Hauptstory spielen, beinhalten werden. Gerüchten zufolge soll sich ein DLC um Jackie Welles drehen, wenn das stimmt, spielt er vielleicht in der Zeit, als V und er sich kennengelernt haben. Was ich mir aber auch vorstellen könnte, ist, dass man eine kürzere Story abseits der Hauptstory mit einem anderen selbst erstellten Charakter erlebt - wäre mir alles vollkommen recht, nur bitte nicht mehr am Ende rumdoktoren :D
     
  11. Agustin Prada

    Agustin Prada Schlächter von Dubrillion | Rainmaker | IMP-OL

    Mein Ende war, dass ich mit Panam am Ende verschwinde und auch Judy mitkommt, allerdings ebenfalls nur noch 6 Monate zu leben habe. Da ich schon vorher wusste, dass es kein happy ending im Spiel gibt, hätte ich eigentlich V's Körper Johnny geben müssen, weil zumindest er dann weiterleben (und nach einem Weg suchen kann, V irgendwie wieder zurück zu holen ;) Reine Fanfiction, nicht innerhalb eines DLC) kann. Aber irgendwie war es dann doch nicht das Richtige für mich, weil ich mich mit den beiden Charakteren Panam und Judy sehr gut angefreundet habe und den gemeinsamen Weg mit ihnen letztlich am "Schönsten" fand. Johnny war zwar niedergeschlagen und unsicher, ein Teil von Alt zu werden, aber er hat immerhin noch eine Chance, seinen Krieg weiterzuführen und zu Ende zu bringen. Im Großen und Ganzen fand ich mein gewähltes Ende fast perfekt, aber halt sehr, sehr traurig und gleichzeitig auch schön.

    Wenn ich das Spiel irgendwann noch einmal angehe, werde ich aber vermutlich das Johnny Silverhand-Ende wählen und ihm V's Körper überlassen. Ich habe das Ende schon einige Male auf YT gesehen und das ist auch wirklich ziemlich emotional.

    Hm, hier schlagen irgendwie zwei Herzen in mir. Einerseits finde ich das Ende so perfekt, wie es ist. Zwar nicht zufriedenstellend und fröhlich, ganz und gar nicht, aber im Großen und Ganzen plausibel, hart und letztlich doch wunderschön. Doch auf der anderen Seite wünschte ich mir trotzdem, noch irgendwie nach einem Weg suchen zu können, V am Leben zu halten bzw. wiederzuholen. Auf den ersten Blick würde mich das mit dem Spiel wieder "gutstellen" und mein mieses Gefühl vom Ende relativieren. Aber irgendwie glaube ich, dass genau das die Wirkung der Story zerstören würde und nur das innere Kind in mir zufrieden stellen würde, dass sich manchmal dann doch nach Happy Endings sehnt. Wenn ich in ein paar Jahren also auf das Spiel zurückblicken würde, wäre mein Eindruck vermutlich geschmälert.
     
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  12. Admiral X

    Admiral X Unkonventionell

    @Agustin Prada Was jetzt meiner Ansicht nach auf jeden Fall her muss: Eine Cyberpunk 2077-Serie!

    Damit meine ich keine Verfilmung der Hauptstory des Spiels, nicht mal eine Verfilmung, in der V vorkäme - das könnte im Grunde nur schief gehen, weil jeder davon eine andere Vorstellung hat und es, egal, wie V in der Serie wäre, vermutlich immer einen sehr großen Teil an Unzufriedenen gäbe. ABER eine Serie, die im gleichen Universum spielt, die Ästhetik und Atmosphäre des Spiels aufgreift und sich hinsichtlich ihrer Story an den Motiven und Thematiken der Story des Spiels orientiert - das wäre ein absoluter Traum meiner Ansicht nach.

    Und da sowieso gefühlt alles, was bei drei nicht auf den Bäumen ist, früher oder später in Form einer Serie adaptiert wird, würde ich unter anderen Umständen sogar sagen, dass das ohnehin nur noch eine Frage der Zeit ist - wenn der Start des Spiels nicht so schiefgegangen wäre und nicht so eine Kontroverse nach sich gezogen hätte. Aber wer weiß, für ausgeschlossen halte ich es nicht, dass so etwas mal kommt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 27. Januar 2021
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  13. Oberon

    Oberon loyaler Abgesandter

    Für mich ist mein Cyberpunk Abenteuer nun leider beendet, da ich die Hauptmission bugbedingt nicht abschließen kann. Sehr schade, bis dahin hatte ich viel Freude mit dem Game.
     
  14. Conquistador

    Conquistador No school like the old school

    Ich habe in den letzten Tagen krankheistbedingt wieder Zeit gefunden nach meinem Start im Sommer nach Night City zurückzukehren. Trotz der technischen Probleme habe ich seit The Witcher III: Wild Hunt (und den genialen DLCs) kein so immersives Videospiel erlebt wie Cyberpunk 2077. Da lässt sich CDPR einfach nicht lumpen was Erzähltiefe und Inszenierung in Games angeht.

    Trotzdem bin ich noch recht am Anfang und habe erst ein paar Hauptmissionen nach dem Epilog gespielt. Die dystopische Welt wird wunderbar herrübergebracht und das Production Design ist einfach erste Sahne ... auch hier hat sich das Studio wieder nicht lumpen lassen. In das Gameplay bin ich wieder gut rein gekommen, etwas was mich bei vielen Spielen abschreckt diese nach einer längeren Abstinenz anzugehen. Erstaunlich ist für mich zudem, dass viele der (positiven) Gameplaymechaniken aus TW3 (Journal, Crafting etc.) hier im neuen Gewand daherkommen, aber im Grunde identischen Aufbauf vorweisen. Da fühle ich mich sehr schnell wieder heimisch.

    Bisher habe ich nur einen kleine Teil der Stadt erkundet und lasse mich nun lieber wieder von Haupt- und Nebenhandlungen leiten. Hoffe das Game bieten auch einen hohen Wiederspielwert, bin da aber auch zuversichtlich.
     
    Spaceball, Minza und Admiral X gefällt das.

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