Truuine

Statt üblichen geschlechtsspezifischen Pronomen, werden in diesem Post experimentell geschlechtsneutrale Neopronomen verwendet. „Hen“ ist zu lesen wie „er/sie“ (Nominativ & Akkusativ). „Hens“ ist zu lesen wie „ihr/sein“ (Genitiv). „Hem“ ist Dativ. Beispiel: „Dies ist Ridley Solaris. Hen ist imperialer Gouverneur und hens Planet heißt Truuine. Legat Talzin ist hem zu Diensten.“ Von Außen spielt Ridley eine Person mit er/sein Pronomen vor, um im chauvinistischen Imperium nicht benachteiligt zu werden.
[ Innerer Rand / Manaan-Sektor / Truuine-System / Truuine / Südpolarkreis / Auf dem Eispanzer an der Kante ] Ridley, Vorn, Matthew und Nira, sowie (NPCs) Cestus Varro, Qowrow, Ridleys Garde, Skybridge Bataillon, Invasionstruppen

Den Blick starr nach oben gerichtet, die Zähne fest zusammengebissen, reihte Ridley sich in die Formation, die die Sith bildeten, ein und packte hens Lichtschwert eine Spur fester; die Dunkle Seite hatte sich in hens Brust zu regen begonnen und verlangte flüsternd nach dem Blut des heranfliegenden Verräters. Grünes Plasma, gefeuert aus dem untermontierten Geschützturm, schoss in einem sauberen Strom direkt auf Ridley und Matthew zu, die wie die Einheit, die sie waren, zuschlugen und in einem waghalsigen Tanz die hochenergetischen Bolzen in alle Himmelsrichtungen ablenkten, von den aufbrandenden Gefühlen des jeweils anderen zehrend.

Ihre eigenen Schüsse auf die Eissplitter zurückjagen konnten sie nicht, da – da waren sie sich einig – es zu gefährlich war, gleich einen ganzen Strom perfekt zurückzuschicken, auch wenn Ridley Talzin nur zu gerne die eigene Medizin hätte schmecken lassen. Immerhin hatten die E-Webs des Skybridge Bataillon sich nun eingeschossen und beharkten den Jäger mit Gegenfeuer – das für den Moment jedoch nur in bläulichen Wellenringen vom Schild der Eissplitter abprallte und Ridley daran erinnerte, wie viele verdammte Tricks die truuiner Werften Matthews ehemals persönlichen Jäger mitgegeben hatten! Genau im richtigen Moment, denn just als Ridley dies durch den Kopf geschossen war, drehte sich der Geschützturm plötzlich und eröffnete das Feuer auf Qowrow, der zusammen mit Vorn und Nira bis gerade noch versucht hatte, Ridleys Aufforderung nachzukommen und den Jäger mit der Macht einzufangen, während ihre Sith-Meister in übernatürlicher Koordination das Feuer auf sich gezogen hatten.

Qowrow war gut – wirklich gut für einen Schüler! – doch er war nicht gut genug, um Feuer ungewohnter Stärke zu deflektieren, das zuvor sogar noch Ridley kalt erwischt hatte, als der verdammte Legat den Bodenangriff begonnen und Ridley vorhin das Schwert glatt aus der Hand geprellt hatte. Die Macht ließ Ridley das Unheil kommen sehen; die Meister griffen genau im richtigen Moment zu, drückten die Eissplitter perfekt koordiniert eben genug hinab, dass der Wookiee zwar direkt beim ersten Treffer seine Waffe verlor und stürzte, jedoch nicht die volle Breitseite Jägerfeuer durch den Leib geschossen bekam, die die teure Investition, die er darstellte, einfach ausgelöscht hätte, was dann aber wieder sie zum Ziel machte.

Der Geschützturm rotierte ein weiteres Mal und schoss diesmal eine Rakete auf sie ab, gerade noch rechtzeitig registriert von Matthew, der einen Impuls durch die geistige Verbindung sandte und beide Sith im letzten Moment beiseite springen ließ. Die Rakete explodierte auf dem Eis, wo sie einen tiefen Krater hinterließ, als Talzin erneut seinen Jäger hochzog, um den nächsten Angriff zu fliegen – doch die Sith hatten endgültig genug, streckten gemeinsam den linken Arm aus, schlossen ihren verbundenen Geist um die blaue Maschine und setzten dem Treiben ein Ende.

Unter dem Helm grinste Ridley böse, während hen von einer Sekunde zur anderen den Emotionsumschwung Talzins spürte, als die Eissplitter mitten in der Luft einfror und trotz mehr und mehr glühender Antriebssektion verharrte, die klirrend kalte Luft mit einem fast schon verzweifelten Heulen erfüllend. Nun – endlich! – griffen auch die Akolythen und Nira zu, und einen Moment später sauste eine weitere Rakete aus Major Varros Raketenwerfer in sauberer Linie auf die Maschine zu, die nicht wieder ausweichen konnte und nun einen Frontaltreffer – naja, Heckreffer – mit den Schilden einstecken musste, die mit einem äußerst befriedigenden, mechanischen Summen in sich zusammenfielen.


//Drückt ihn runter!\\, gab die Meistereinheit perfekt unisono durch, bevor Matthews Körper einen Schritt vor Ridley machte und die Doppelklinge – rot gegenüber grünem Feuer – wirbeln ließ, um das verzweifelte Spucken des ein weiteres Mal rotierenden Geschützturmes von Ridley abzulenken, dier hens eigenes Schwert weggesteckt und nun beide Hände nach vorne ausgestreckt hatte. Eine weitere Rakete löste sich aus dem Geschützturm und sauste um Haaresbreite an dem Meisterpaar vorbei – abgelenkt, ziellos durch Rauch und Schneetreiben wirbelnd – während der Jäger sich immer tiefer auf das Eis hinabsenkte, das unter der Hitze von Ridleys kanalisierter Emotion in der Kälte zu dampfen begonnen hatte.

Das Meisterpaar spürte, wie Blut über Ridleys Oberlippe zu laufen begonnen hatte, doch sie gaben nicht auf: Zitternd senkte sich eine der ausgestreckten Hände und stützte sich auf Matthews Schulter, als der Jäger endlich die bis gerade noch so feste Eisfläche berührte, und versank. Sie konnten die Fassungslosigkeit Talzins fast schon in der Luft schmecken, als das Feuer des Geschützturms von dem frisch getauten Tümpel erstickt wurde, dessen Wellen Zentimeter um Zentimeter an der wasserdichten Pilotenkuppel emporleckten und dann auch den Antrieb hustend zum Ersterben brachten – das Schiff mochte unter Wasser gebaut worden sein, doch war es nie dafür gemacht geworden, dort auch zu fliegen. Matthews Klingenwirbel ebbte ab, Ridley holte stöhnend Luft und richtete den sich rasch einengenden Blick von hens bionischen Augen erneut auf das Cockpit, in dem der ehemalige Legat Talzin nun deutlich zu sehen war, wie er hektisch an seinen Kontrollen herumfummelte, um im nächsten Moment samt seinem Sitz weit, weit hinauf in den Himmel katapultiert zu werden, da er natürlich auch die Schleudersitzfunktion gefunden hatte! Natürlich konnte Talzin es sich auch nicht nehmen lassen, im Abflug mit einer primitiv wirkenden Schrotflinte auf die Sith anzulegen, deren Feuer auf die Entfernung zwar wirkungslos blieb, aber doch deutlich machte, dass er nicht die Absicht hatte, sich kampflos zu ergeben – doch alles andere hatten sie auch nicht erwartet und befahlen den weniger verausgabten Jung-Sith:
//Holt ihn euch.\\


[ Innerer Rand / Manaan-Sektor / Truuine-System / Truuine / Südpolarkreis / Auf dem Eispanzer an der Kante ] Ridley, Vorn, Matthew und Nira, sowie (NPCs) Cestus Varro, Qowrow, Ridleys Garde, Skybridge Bataillon, Invasionstruppen
 
[Innerer Rand / Manaan-Sektor / Truuine-System / Orbit von Truuine / GSD 'Fides' / Besprechungsraum] - mit Commander Dur Tovi und Lieutenant Commander Baran Gargatosh

Tovi schritt mit Gargatosh und eskortiert von den beiden Sturmtrupplern Richtung des Aufzugs. Erfreut hörte er, dass dieses Wesen sich auf einen Kaf und damit auf eine etwas gelockerte Arbeitsatmosphäre einließ. Die Türen des Aufzugs öffneten sich und Tovi wies die Truppler an, wieder auf ihre normalen Posten zu gehen. Hier auf der 'Fides' würde ihnen schon nichts weiter passieren. Und die Besprechung war kein offizieller Hochanlass.
Bei dem Besprechungsraum angekommen, hielt ihm der Lieutenant Commander die Tür auf und ließ ihm seines Rangs entsprechend den Vortritt. Während
Tovi in den Konferenzraum trat, musste er doch einiges an Selbstbeherrschung aufbringen, um nicht zu schnell hineinzugehen, oder einen zu weiten Bogen um seinen Gast zu machen. Er vertraute ihm zwar irgendwie - aber wegen seiner hühnenhaften und erschreckenden Gestalt fragte sich der Commander unwillkürlich, ob er überhaupt in der Lage wäre, auszuweichen, falls sich Gargatosh entschlösse, ihn anzugreifen. Er zweifelte daran.
Aber glücklicherweise war diese Sorge total unberechtigt und
Tovi konzentrierte sich wieder auf die Ausführungen des Abgesandten der Truuiner Verteidigungs-"Flotte". Denn so, wie es ihm Gargatosh schilderte, bestand die planetare Verteidigung Truuines tatsächlich nur aus drei eher kleineren Schiffen. Und vor einiger Zeit gar nur aus einem TPC.
"Das ist erschreckend. Ein TPC kann vielleicht zwei Staffeln von Jägern abwehren. Aber schon bei einem Kreuzer wäre es arg schwierig, die Verteidigung zu halten", dachte der Commander und kratzte sich kurz nervös am Hinterkopf. Und jetzt herrschte ja auch wieder wirklicher Krieg. Da würden die schlagkräftigen Truppen - zurecht - an die Front und strategisch bedeutsamen Posten beordert werden.
Umso wichtiger, dass sie dann schnell, effektiv und nachhaltig die inneren Systeme des Imperiums sicherten und befriedeten. Damit eben keine Schwachstelle entstand und sich alle auf den Krieg mit der Neuen Republik fokussieren können.
Wieder einmal wurde
Tovi bewusst, wie wichtig es war, gerade im Kriegsfall die inneren Unruheherde und Gefahren wie Piraterie, Schmuggel und Drogenhandel mit aller Härte zu unterbinden. Ja, seine jetzige Mission, wenn sie auch sehr klein war im Vergleich zu dem galaxisweiten Konflikt, war wichtig, damit die Räder der Imperialen Maschinerie harmonisch weiterlaufen konnten.

Während
Gargatosh von den Übungen und der ruhigen Stationierung über Truuine berichtet, lud Tovi ihn ein, sich zu setzen. Und schalt sich selber einen Moment später dafür, denn natürlich waren Tisch und Stühle auf Imperiale Standardgröße ausgelegt und nicht auf weit über 2m Körpergröße. Dennoch schaffte es der Lieutenant Commander, sich einigermaßen hinzusetzen. Der Commander indes machte zwei Kafs, reichte eine Tasse seinem Gast und behielt die andere selbst. Dann stellte er, nachdem er sich selbst ein wenig davon in den Kaf gegossen hatte, noch ein Kännchen mit grüner Milch auf den Tisch. Dann setzte er sich ebenfalls und hörte den Rest des Berichts zu, während er ab und zu an dem Kaf nippte.

Erstaunt und leicht neidisch stellte
Tovi fest, dass Gargatosh mehr richtige Kampferfahrung als er selbst haben könnte. Ja, er war mit der 'Fides' und seinen Vorgängerschiffen in einige Scharmützel und zwei-drei größere Gefechte eingebunden gewesen - aber nur einmal in etwas, das den Namen Schlacht verdient hätte. Wenn es nach dieser Erfahrung ging, sollte vielleicht doch sein Gegenüber die Führung übernehmen. Aber dann biss er die Kiefer aufeinander.
"Nein. Ich bin der Commander. Und auch ich hatte schon Erfolge. Und Ehrungen und Kampferfahrung sagen noch nichts direkt über Offizierskompetenz aus", dachte er. Und seufzte schließlich, als er merkte, dass das keine gute Grundhaltung für einen Offizier gegenüber einen Rangniedrigeren war. Es galt, Selbstbewusstsein und Autorität auszustrahlen.


"Was ist mit Ihnen, Commander? Ich habe gehört, Ihnen wurde bereits der Einsatzplan zur Durchsicht geschickt. Haben Sie eine Meinung zum geplanten Vorgehen?", schloss der Riese schließlich seinen Bericht.
Tovi freute sich erneut kurz über das Vertrauen, dass die Truuiner Regierung in ihn hatte. Und so antwortete er nach einem weiteren und diesmal längeren Schluck aus seiner Tasse:
"Danke, Lieutenant Commander Gargatosh, für Ihre Ausführungen. Es freut mich, dass Sie sich gemeldet haben, bei der Straf- und Befriedungsmission gegen die hiesigen Piraten mit dabei zu sein. Ihre Kenntnisse der Region und Ihre Kampferfahrungen werden, denke ich, nützlich sein.
Die Ausgangslage ist klar: Die Piraten auf der Nanth'ri-Route gefährden die Sicherheit des Truuine-Systems sowie weiterer Imperialer Missionen. Und wir sollen uns darum kümmern.
Piraten sind meist ein abartiger Haufen: Gierig, illoyal, organisiert in der Kriminalität - aber leider auch verschlagen und insbesondere mit dem Rücken zur Wand gefährlich. Seit meinem Dienstbeginn habe ich im kleineren oder größeren Rahmen den Kampf gegen diese Plage geführt..."


Tovi zählte noch ein Paar Beispiele auf, lief dabei aber mehr oder weniger auf Autopilot - denn gedanklich wurde er wieder einmal zurückgeworfen zu diesem schrecklichen Vorfall. Als der Piratenabschaum seine Eltern...
Er schüttelte sacht den Kopf, um wieder bewusst zurück in die Realität zu kommen und fortzufahren:
"Und daher sollten wir die Piratenbasis auf jeden Fall restlos zerstören - und so viele von ihnen wie möglich aufreiben.
Wenn die Informationen des Geheimdienstes stimmen - was mal hilfreich wäre - dann haben die Piraten natürlich in einem Asteroidenfeld ihre Basis. Das passt zu ihnen: Die Sensoren sind geschwächt, man kann sich gut verstecken und insbesondere Jäger können schnell und unbemerkt starten und wieder ankommen und größere Kampfschiffe haben es schwer, sich in dem Feld zu bewegen, ohne Schaden durch Asteroiden zu nehmen. Das einzige, was ein noch besseres Versteck ist, ist ein Asteroidenfeld mit angrenzendem Weltraumnebel - da kann sich die Hölle an gegnerischen Schiffen verstecken, ohne dass die Sensoren auch nur piepen. Das weiß ich aus Erfahrung.
Aber das ist hier ja glücklicherweise nicht so. Dennoch sollten wir vorsichtig sein. Auch in Anbetracht unserer geringen Truppenstärke. Ich weiß nicht, hat Ihnen Gouverneur Solaris oder jemand aus seinem Stab schon die frohe Botschaft mitgeteilt?"


Tovi blickte Gargatosh an und dieser zog fragend die Augenbrauen hoch. Also fuhr der Commander fort: "Wir sind nicht auf uns allein gestellt. Hätten wir nur die 'Fides' und die 'Reconquista' gehabt, hätte ich schweren Herzens die Mission verweigert. Denn Selbstmord bringt dem Imperium nichts - auch wenn er heldenhaft scheint. Aber wir bekommen Unterstützung: Captain Thade Skywalker mit seiner Einsatzgruppe 'Huntress' wird zu uns stoßen. Unter seiner Führung und vor allem mit der so aufgestockten Schiffspower können wir uns daran machen, die Piraten für lange Zeit von Nanth'ri-Route zu vertreiben.
Wir sollten aber dennoch nicht übermütig werden und einen Frontalangriff wagen. In dem Asteroidenfeld können sie uns super einkesseln und haben den Heimvorteil. Ich schlage vor, dass wir stattdessen versuchen, einen Großteil ihrer Flotte wegzulocken oder zu überraschen und auszulöschen, bevor wir dann die Basis und ihren Schutz direkt und möglichst ungestört angreifen.
Ist Ihre 'Reconquista' mit Raketen ausgestattet? Das könnte dann ein schönes Feuerwerk zum Abschluss geben."


Kurz, nachdem der kurze Austausch über die Ausrüstung ihrer jeweiligen Schiffe begonnen hatte, piepte Tovis Kom. Der Commander nahm es vom Gürtel. "Ja, ich höre."
"Commander. Drei Schiffe sind aus dem Hyperraum gefallen. Es ist nach Kennung die Einsatzgruppe 'Huntress'. Captain Skywalker bittet, an Bord kommen zu dürfen", erklang eine Männerstimme aus dem Lautsprecher des Kom-Geräts.
Tovi nickte und blickte voller Tatendrang Gargatosh an. Und antwortete dann ins Kom: "Hervorragend. Grüßen Sie ihn und geben Sie ihm die Erlaubnis und die genauen Koordinaten von uns."

Er kappte die Verbindung wieder und beorderte danach diesmal sechs Sturmtruppler zum Ehrenempfang in den Hangar - der dann mit zwei Gast-Fähren absolut voll sein sollte.
Dann wandte er sich wieder
Gargatosh zu: "Ich denke, wir haben noch Zeit, unseren Kaf auszutrinken, bevor der Captain auf der 'Fides' landen wird. In dem Sinne nochmal: Auf gute Zusammenarbeit."

[Innerer Rand / Manaan-Sektor / Truuine-System / Orbit von Truuine / GSD 'Fides' / Besprechungsraum] - mit Commander Dur Tovi und Lieutenant Commander Baran Gargatosh
 
[Truuine System - Truuine - Südpolarkreis - Eispanzer - Relativ nah an der Kante des Gletschers - Erster imperialer Brückenkopf (noch im Aufbau) - Darth Aster, Matthew und Nira, Akolyth Vorn (+ Aldor Karvek in relativer Nähe) und die NPCs: Akolyth Qowrow, Major Varro, Asters Garde, Skybridge Bataillon und andere Invasionstruppen]

Musste Vorn das persönlich nehmen? Während er im Grunde tatenlos dabei zusah, wie Big Q „abgeschossen“ wurde und das Meisterduo danach den Jäger mit der Macht quälend langsam vom Himmel holte, dachte er kurz darüber nach. Der dreckige Rebell hatte den Wookiee und nicht ihn angegriffen. Hat den Stinker als größere Gefahr angesehen! Das MUSSTE man doch persönlich nehmen oder?

Glücklicherweise wurde es zu diesem Zeitpunkt ganz allgemein hier und um sie herum hektischer. Von Vorn unbemerkt, schienen Befehle an die einfachen Soldaten ausgegeben worden zu sein und es kam weit mehr Bewegung in ihre Reihen als zuvor. Nichts neues für den Akolythen, doch damals in der Grundausbildung waren es natürlich vor allem Anfänger gewesen. Zu dem Zeitpunkt war der rothäutige Machtnutzer selber noch einer gewesen und ohne Vergleichswerte hatte er nie ihre Kompetenz richtig einschätzen können. Jetzt schon. Jetzt sah er das Resultat der imperialen Ausbildung. Trotz der ganzen roten, grünen und manchmal blauen Plasmascheiße, die ihnen um die Ohren flog, bewegten sich die Soldaten verdammt... wie war das Wort? Geordnet? Diszipliniert? Unerschrocken?

Und direkt vor ihm stellte sich der
Doppelklingennutzer vor seinen Kumpel und wehrte weitere grüne Scheiße ab, von der nur ein Bolzen durchkommen musste und beide Sith würden sterben. Aster, beide Hände ausgestreckt, zog den Jäger hinunter... und … schmolz das Eis? Irritiert starrte Vorn auf die geschmolzene Fläche, die hier und da sogar Blasen warf. So wenig traute er in diesem Augenblick seinen Augen, dass er sogar die Thermalsicht seines Anzuges bemühte. Aber ja, keine Einbildung. Irgendwer oder irgendetwas hatte das Eis direkt unter dem Jäger geschmolzen. Und in diesen Pool sank der Interceptor in diesem Augenblick hinunter. Auf eine Weise, wie nur Maschinen sterben konnten, röchelte sich der Jäger einen ab, als das Wasser ihm seine Lebensgrundlage raubte.

Vorn suchte noch die direkte Umgebung nach einer Ursache für die Schmelzung ab, da gab es einen Knall aus Richtung des Interceptors. Also ruckte sein Kopf reflexartig herum und er hob leicht die Arme, die eh schon in die richtige Richtung gezeigt hatten. Der Akolyth brauchte einen Augenblick um zu verstehen, was er da sah, da riefen
Aster und der andere Sith gleichzeitig etwas. Also so wirklich richtig gleichzeitig, als wären sie eine Gehirn mit zwei Mündern. Vorn hatte eine Meinung dazu und sie beinhaltete viele kreative Versionen von schwul sein, doch in diesem Augenblick hatte er keine Zeit dafür.

Aktuell noch gut geschützt dastehend, konnte Vorn es sich erlauben sein Laserschwert einfach fallenzulassen und beide Hände schlagartig in die Luft zu reißen. Während das Ding mit dem Piloten immer weiter hinauf stieg und der Rebell auch mit einer unbekannten Waffe irgendeinen Dreck nach ihnen schoss, floss die Macht durch den Körper des hünenhaften Menschen. Die vitalisierende Energie erreichte seine zu Klauen verformten Hände und plötzlich packten sie etwas. Man konnte es nicht sehen, zumindest nicht mit den Augen, doch in Vorns Vorstellung krümmte sich der Raum selbst um seine Finger, die gegen einen unsichtbaren Widerstand ankämpfend in eine Faust verwandeln wollten. Erst spannte sich sein rechter Unterarm, dann auch die Oberarme an. Er wusste tief in seinem Inneren, dass das nicht nötig war. Doch er hatte in der Ausbildung gelernt, wie wichtig für ihn persönlich die körperliche Verbindung zum Machteinsatz war. Einen Machtstoß abzufeuern fühlte sich befriedigender an, konnte er zuvor mit seine Faust oder flachen Hand in die entsprechende Richtung schlagen. Die ätherische und körperliche Kombination fühlte sich … na eben richtig an.


Und so zog er nun an dem flüchtenden Piloten und oh ja, das WAR persönlich! Big Q und die nutzlose Weibliche taten es ihm gleich, weshalb sie den Flug des Rebellen relativ schnell stoppen und ihn dann umkehren konnten. Vielleicht waren sie dabei sogar ein bisschen zu motiviert. Mit einer Geschwindigkeit, die nicht gesund aussah, schoss ihr Opfer direkt auf sein nasses Grab zu... wobei die Wasseroberfläche in diesem Kontext für ihn ohnehin hart wie Durabeton sein würde...

[Truuine System - Truuine - Südpolarkreis - Eispanzer - Relativ nah an der Kante des Gletschers - Erster imperialer Brückenkopf (noch im Aufbau) - Darth Aster, Matthew und Nira, Akolyth Vorn (+ Aldor Karvek in relativer Nähe) und die NPCs: Akolyth Qowrow, Major Varro, Asters Garde, Skybridge Bataillon und andere Invasionstruppen]
 
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