Ich denke ich würde mir wünschen nicht vom Regen in die Traufe zu gehen weil es entweder instabil wird oder einfach das Management wechselt.
Instabil kann es auch werden, obwohl niemand von außen eingreift. Den Tito zB hat kein Aggressor aus dem Amt geschossen. Gibt in keinem Fall Garantieren, dass es nicht doch kippt.
Die Kriminalakte und Persönlichkeit der """Befreier""" in diesem Fall ist doch ein ganz gutes Indiz worauf es hinausläuft.
Blütenweiße Staaten (die dir helfen könnten) gibts halt auch nicht.
Überspitzt gesagt: ich bleibe auch nicht freiwillig im KZ/Knast, nur weil die Amis/Franzosen/Briten/Sowjets, die mich gerade befreit haben, andernorts imperialistisch auftreten. In dem Moment bin ich einfach nur froh über das Ende der Tortur uns halte denen nicht vor, was sie in anderem Kontext verbrechen.
Auf Venezuela übertragen: wenn ich im Exil lebe oder das Maduro-Regime mich unterdrückt/wegsperrt, bin ich erstmal froh, dass er weg ist. Und dass er nicht bis zu seinem Lebensende wie gewohnt weitermachen kann..
Ein Personenwechsel an der Spitze könnte(!) den Impetus zur Systemtransformation geben, statt ein bestehendes systemisches Problem weiterzuführen -- wenn es Kooperative gibt. Siehe Spanien nach dem (viel zu späten) Tod Francos.
Niemand juckt es ob es eine Demokratie wird, die Maduro-Reste an der Macht bleiben, oder die Kartelle übernehmen. Hauptsache Öl fließt.
Falsch. Die Trump-Administration juckt es nicht. Menschen vor Ort sehr wohl. Darunter auch - aber nicht nur - Oppositionelle. (Wundert mich, dass jemand wie du, der doch sonst immer Wert auf sprachl. Differenzierung legt, so plump formuliert.)
Und daher ist es sehr wohl relevant sich nicht von dem menschlichen Sauhaufen Maduro blenden zu lassen und mal kritisch zu hinterfragen aus welchen Gründen und mit welchen Zielen denn jetzt genau alle internationale Normen über den Haufen geworfen werden, die in den letzte Jahrzehnten einen WWIII verhindert haben.
Der menschliche Sauhaufen war leider nicht irgendein x-beliebiger Trottel von der Straße, über dessen Kapriolen man hinwegsehen könnte, sondern Kopf und Gesicht eines brutalen, repressiven Regimes, das ganz offensichtlich nicht mehr mit sich reden ließ und wiederholt ganz unverhohlen drohte, ein Nachbarland zu überfallen.
Es gibt keine internationalen, allgemeingültigen Normen. Haben die Kolonialkriege und (proxy-)Konflikte nach 1945 das nicht wiederholt vor Augen geführt?