Tagespolitik allgemein

Würdest du in einem repressiven Regime leben, hättest du garantiert zunächst auch Besseres zu tun, als die Kriminalakte der (")Befreier(") zu durchforsten.
Ich denke ich würde mir wünschen nicht vom Regen in die Traufe zu gehen weil es entweder instabil wird oder einfach das Management wechselt. Die Kriminalakte und Persönlichkeit der """Befreier""" in diesem Fall ist doch ein ganz gutes Indiz worauf es hinausläuft. Niemand juckt es ob es eine Demokratie wird, die Maduro-Reste an der Macht bleiben, oder die Kartelle übernehmen. Hauptsache Öl fließt.
Und daher ist es sehr wohl relevant sich nicht von dem menschlichen Sauhaufen Maduro blenden zu lassen und mal kritisch zu hinterfragen aus welchen Gründen und mit welchen Zielen denn jetzt genau alle internationale Normen über den Haufen geworfen werden, die in den letzte Jahrzehnten einen WWIII verhindert haben.
 
Niemand juckt es ob es eine Demokratie wird, die Maduro-Reste an der Macht bleiben, oder die Kartelle übernehmen. Hauptsache Öl fließt.
Das Öl floß die letzten Jahre deswegen nicht, weil eben Maduro an der Macht war. Würde es die USA nicht interessieren wer da die Zügel hält, hätten sie auch Maduro tolerieren können, der ja auch ganz versessen darauf war mehr Öl zu verkaufen, auch gerade an die USA. Der US-Konzern Chevron hat erst 2025 eine Lizenz erhalten Öl zu exportieren und was hat Maduro da gegrinst.
 
Ich denke ich würde mir wünschen nicht vom Regen in die Traufe zu gehen weil es entweder instabil wird oder einfach das Management wechselt.
Instabil kann es auch werden, obwohl niemand von außen eingreift. Den Tito zB hat kein Aggressor aus dem Amt geschossen. Gibt in keinem Fall Garantieren, dass es nicht doch kippt.

Die Kriminalakte und Persönlichkeit der """Befreier""" in diesem Fall ist doch ein ganz gutes Indiz worauf es hinausläuft.
Blütenweiße Staaten (die dir helfen könnten) gibts halt auch nicht.

Überspitzt gesagt: ich bleibe auch nicht freiwillig im KZ/Knast, nur weil die Amis/Franzosen/Briten/Sowjets, die mich gerade befreit haben, andernorts imperialistisch auftreten. In dem Moment bin ich einfach nur froh über das Ende der Tortur uns halte denen nicht vor, was sie in anderem Kontext verbrechen.

Auf Venezuela übertragen: wenn ich im Exil lebe oder das Maduro-Regime mich unterdrückt/wegsperrt, bin ich erstmal froh, dass er weg ist. Und dass er nicht bis zu seinem Lebensende wie gewohnt weitermachen kann..

Ein Personenwechsel an der Spitze könnte(!) den Impetus zur Systemtransformation geben, statt ein bestehendes systemisches Problem weiterzuführen -- wenn es Kooperative gibt. Siehe Spanien nach dem (viel zu späten) Tod Francos.

Niemand juckt es ob es eine Demokratie wird, die Maduro-Reste an der Macht bleiben, oder die Kartelle übernehmen. Hauptsache Öl fließt.
Falsch. Die Trump-Administration juckt es nicht. Menschen vor Ort sehr wohl. Darunter auch - aber nicht nur - Oppositionelle. (Wundert mich, dass jemand wie du, der doch sonst immer Wert auf sprachl. Differenzierung legt, so plump formuliert.)

Und daher ist es sehr wohl relevant sich nicht von dem menschlichen Sauhaufen Maduro blenden zu lassen und mal kritisch zu hinterfragen aus welchen Gründen und mit welchen Zielen denn jetzt genau alle internationale Normen über den Haufen geworfen werden, die in den letzte Jahrzehnten einen WWIII verhindert haben.

Der menschliche Sauhaufen war leider nicht irgendein x-beliebiger Trottel von der Straße, über dessen Kapriolen man hinwegsehen könnte, sondern Kopf und Gesicht eines brutalen, repressiven Regimes, das ganz offensichtlich nicht mehr mit sich reden ließ und wiederholt ganz unverhohlen drohte, ein Nachbarland zu überfallen.

Es gibt keine internationalen, allgemeingültigen Normen. Haben die Kolonialkriege und (proxy-)Konflikte nach 1945 das nicht wiederholt vor Augen geführt?
 
@Darth Jango Ich lehne Gewalt als Mittel der positiven Weltveränderung keineswegs ab. Wenn morgen ein irrer Fascho Donald Trump per 2nd Amendement entfernt werde ich der erste sein der darauf anstößt. Vielleicht auch mit einem Bisschen ironischer Häme.

Bzgl. präziser Sprache habe ich jene aufgezählt die mir nach 5 Minuten Grundkurs Venezuela erscheinen gute Voraussetzungen haben die Macht zu übernehmen. Kann ich natürlich falsch liegen bei. Wenn es am Ende eine demokratische Revolution wird, hoch die Tassen!

Meine Probleme mit dieser Sache sind wie gesagt Folgende:
Planlos zündeln kann die USA wunderbar und hat da ja auch viel Erfahrung drin. Wirklich gut für die Menschen in den betroffenen Ländern ist es manchmal aber doch selten ausgegangen. Jüngst in Afghanistan sind am Ende auch wieder die Schlächter am Drücker.

Daher wird meines Erachtens die Zukunft zeigen was passiert. Wenn's positiv ist, wird's trotz und nicht wegen Trump.

Feiern werde ich Trump auch mit positivem Ausgang nicht, weil es meiner Einschätzung nach nur der erste Schuss weiterer derartiger Aktionen wird. Sei es in Lateinamerika, sei es in Kanada, sei es in Grönland. Nicht weil ich denke dass nur jemand mit blütenweißer Weste Menschen in Not helfen kann, wie du dich so charmant über linke Doppelmoral mokiert hast, sondern diese Entwicklung noch viel Leid nach sich ziehen wird. In Lateinamerika und anderswo. Da möge man mir den Blick in die düstere Kristallkugel verzeihen.
 
Ich befürchte, dass Trumps nächstes Opfer GRÖNLAND sein wird. Ich weiß nicht, ob Dänemark bei einem weiteren Kaufangebot ablehnen wird.
Wird es. Wir können auch nicht einfach Bayern verkaufen oder für die Legislaturperiode verleihen, weil der Wurstfetischist da rumeiert.

Die Einwohner könnten ein Unabhängigkeitsreferendum abhalten, aber ca. 85% der Bewohner sind gegen einen Beitritt zu den USA.
Wer kann es ihnen verdenken...
 
Haben die Einheimischen da nicht auch ein Wort mitzureden?
Ich denke schon, rechtlich gesehen, da es ja autonom ist und nur in Sicherheitsfragen noch von Dänemark abhängig ist. Soweit ich zumindest weiß. Ist ähnlich, wie es bei den britischen Dominions war, die zwar militärisch noch immer eng an das UK gebunden waren, aber Handelsverträge usw. selbst regeln durften. Ob Trump das kümmert, was die "Grönländer" wollen?

@Joerschi
Ich trau Trump zu, dass ihm das egal ist....
 
Das traue ich ihm nicht nur zu - das ist in seiner Denke gesetzt.
Aber NATO vs. NATO ist eine furchtbar schlechte Idee - selbst für die USA.
Das haben mittlerweile auch Republikaner im Senat und Kongress ganz klar kommuniziert. Da muss er nun auch erstmal innenpolitische Widerstände überwinden. Kann er erstmal übergehen, aber das wird imo den Widerstand klar stärken.

Trump hat mehrere Ziele: von Epstein, den ganzen marktbeherrschenden Tech-Faschos bzw. den innenpolitischen Problemen allgemein (explodierende Preise Gesundheit, Alltag, ICE killt Leute usw.) abzulenken und irgendwie so viel Bullshit und offenkundige Lügen wie möglich zu streuen in der Hoffnung die Midterms im Senat und Kongress noch zu seinen Gunsten zu biegen.

Wenn das nicht passiert... Nun, dann wird es "interessant", wie die Reaktion sein wird.
 
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